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Umfrage Bundesbürger sehen Reformbedarf beim Rentensystem

Einer Studie zufolge halten die Deutschen das Rentensystem weiter für reformbedürftig. Nur jeder Zweite sieht sich für das Alter ausreichend finanziell abgesichert. Zudem sei der Generationenvertrag ungerecht.
08.10.2012 - 15:51 Uhr 14 Kommentare
Viele Bundesbürger fühlen sich nicht ausreichend versorgt. Quelle: dpa

Viele Bundesbürger fühlen sich nicht ausreichend versorgt.

(Foto: dpa)

Berlin Fast jeder Deutsche hält eine weitere Reform des Rentensystems für notwendig. Nach einer am Montag in Berlin veröffentlichten Studie der Gothaer Versicherungen sind 90 Prozent der Bundesbürger der Ansicht, dass das System der gesetzlichen Altersvorsorge weiter geändert werden muss. 41 Prozent halten zudem den Generationenvertrag für ungerecht, weil Jüngere zu stark belastet würden.

Relativ stark ausgeprägt ist der Studie zufolge die Sorge um die finanzielle Sicherheit im Alter. Mit 49 Prozent hat knapp die Hälfte der Deutschen Angst davor, dass die Rente im Alter nicht zum Leben ausreicht. Zudem befürchten 65 Prozent der Befragten, dass sich die Eurokrise negativ auf ihre Rente auswirken wird.

Nur knapp jeder Zweite ist aber der Meinung, ausreichend für das Alter vorgesorgt zu haben. 43 Prozent denken der Studie zufolge, sie müssten mehr tun. Mit 77 Prozent stelle fehlendes Geld das größte Hindernis für mehr private Altersvorsorge dar, gefolgt von Zweifeln an der Sicherheit der Anlageprodukte mit 39 Prozent. Knapp jeder Vierte (23 Prozent) derjenigen, die keine zusätzliche Altersvorsorge betreiben, gibt das Geld lieber für andere Dinge aus, die ihm heute wichtiger sind. 73 Prozent der Befragten sind allerdings klar, dass sie im Alter mit weniger Geld auskommen müssen.

Eine Anhebung des gesetzlichen Rentenalters stellt für die Mehrheit der Befragten dabei keine sinnvolle Option zur Stabilisierung des Rentensystems dar. Nur zehn Prozent befürworten einen solchen Schritt. Mit sechs Prozent halten der Studie zufolge aber noch weniger Menschen ein Absenken der Rente für eine gute Möglichkeit. Für 22 Prozent stellt eine Anhebung der Rentenversicherungsbeiträge eine angebrachte Option dar. Die Mehrheit hält aber eine teilweise Finanzierung der Renten über Steuermittel (58 Prozent) und eine verpflichtende Einbeziehung von Beamten und Selbstständigen in die Rentenversicherung (83 Prozent) für sinnvoll.

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    Aus Sicht des Vorstandsvorsitzenden der Gothaer Versicherungen, Werner Görg, kann eine erfolgreiche Reform nur gelingen, "wenn auf mittlere Sicht ein Transfer zu einem zumindest zu einem großen Teil kapitalgedeckten System erfolgt". Staatliche Förderung sei dabei ein wichtiger Anreiz, sagte Görg. Ein wichtiges Instrument könne die Förderung der betrieblichen Altersvorsorge sein. Diese werde in Deutschland noch zu wenig genutzt. „Der Zwang zu privater Vorsorge würde aber eine falsche Sicherheit der Systeme signalisieren“, sagte er weiter.

    Für die Studie hatte das Meinungsforschungsinstitut Forsa im August und September 1.518 Menschen im Alter zwischen 20 und 70 Jahren befragt.

    • dapd
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    14 Kommentare zu "Umfrage: Bundesbürger sehen Reformbedarf beim Rentensystem"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Rentenerhöhung 2013! 3,29 Ost. 0,25 West! Diäten Erhöhung für Abgeordnete um mehrere hundert Euro im Monat das ist eine Frechheit sonders gleichen!!! Und so etwas nennt sich Volksvertreter ?, Abzocker währe besser!!!viele Grüße an die Volksver.......ter!!!

    • Die fleißigen un braven Rentenbeitragszahler verdienen auch nichts Besseres. Man muß dreist, verräterisch, diktatorisch, bösartig sein z.B. Minister(in) für Volksbildung in einem totalitären Staat und die fliehenden Menschen an der Grenze erschießen. Dann bekommt man von der sozial gerechten Rentenversicherung (von unseren Kindern bezahlt) 1500 monatlich ins Ausland geschickt. Das nenne ich die wahre Gerechtigkeit.

    • Wer nimmt eigentlich Ulfkotte ernst?

    • DagmarK
      Das mit den 850 € finde ich auch immr Hohn
      Wer soll denn davon leben?
      Ich glabue, wir müssen unsre gesamten Politiekr mal für 1/4 Jahr auf Hartz IV setzen, danach haben sie dann vielleicht mehr Ahnung von den dingen in userem Leben

    • Brisant
      Nur eines bedenken unsere Polit-Träumer nicht.
      In den nächsten Jahren werden wir enorme Probleme bekommen, denn ein riesiger Teil der derzeitigen Beamten gehen in den Ruhestand. Das Geld ist aber gar nicht vorhanden für die hohen Pensionszahlungen.
      Neben der derzeitigen Krise wird das eine weitere Krise werden

    • Das derzeitige viele Rentengelaber von Menschen, die die Taschen voll haben, geht einem gewaltig auf die Nerven
      Auf das nächstliegende kommen sie nicht bzw. wollen nicht, da sie selbst dann betroffen wären
      Wir müssen zum Schweizer System.
      Alle zahlen ein bis zum Millionär. In der Schweiz zahlt sogar die Hausfrau und der Student.
      Das Solidarprinzip ist dort tatsächlich gewahrt, nämlich die Starken tragen die Schwachen. Denn ein Millionär bekommt ja nie auch nur annähernd das raus, was er eingezahlt hat, da es nach oben eine Begrenzung beim Rentenbezug gibt. Somit trägt er also mit dazu bei, dass auch Geringverdiener eine Rente haben, denn es gibt eine Mindestrente von der man leben kann. Liegt derzeit so zwischen 1100 und 1200 €
      Der Rentenbeitrag liegt derzeit bei 10% . (ich habe die ganz neuen Zahlen noch nicht), bezahlt wird auch halb AN, halb AG. Ist also für die Firmen sehr günstig, würde also die Sozialabgaben senken
      Dazu kommt eine verpflichtende Betriebsrente, die liegt derzeit auch so um 10% halb AN und AG
      Diese Betreibsrente wird immer von einem Betrieb zum nächsten mitgenommen
      Wem das immer noch nicht reicht fürs Alter kann die 3. Säule machen, eine private kapitalgedeckte
      Daduch dass wirklich jeder einzahlt, ist natürlich viel Geld im System und in der Schweiz klaut der Staat nichts aus der Rentenkasse wie das bei uns der Fall ist
      Wenn wir dies machen würden, müßten eben alle einzahlen, dann ist auch die Zweiteilung Rentner-Pensionäre vorbei und das wäre auch endlich Zeit
      D. h. auch die Politiker müssen einzahlen und genau deswegen greifen sie dies nicht auf
      Lieber macht die CDU und vor allem diese junge Union mit diesem Mißfelder kräfitg Werbung für die Vers.-Wirtschaft
      Und unsere Gewerkschaften, die eigentlich Druck machen Könnten/müßten, scheinen mal wieder zu schlafen, denn ich kann nichts von ihnen höhren

    • nastrowje
      das Buch von Ulfkotte ist ja schon etwas älter.
      Die völlig falsche Zuwanderung kostet uns jährlich ca. 80 Mrd.
      Das dürfte weltweit auch einmalig sein, dass ein Land für Zuwanderung zahlt

    • Diese ganze Diskussion ist in meinen Augen lächerlich. Da diskutieren gut finanzierte Politiker über eine Grundrente in Höhe von 850 Euro im Jahr 2030. Zum Ende der DM Zeiten war ich mit 1700 DM schon ein Gutverdiener, heute bin ich mit 850 Euro bettelarm. Da liegen nur 10 Jahre zwischen, bis 2030 folgen aber noch 18 Jahre.

      Als ich 1978 meine Ausbildung begann lag das Rentenniveau noch bei ca. 70%. Bis heute habe ich 34 Jahre gearbeitet und ich soll noch 15 Jahre. Das macht insgesamt 49 Jahre Beitragszahlung. Das Pensionsniveau wurde nicht wirklich gesenkt. Und genau da liegt der Hase im Pfeffer.

    • Bei den Beamten haben sich die Damen und Herren Politiker schon bedient. Aber wenn sie nochmal geschröpft werden sollen, dann erwarte ich eine entsprechende Anhebung des Bruttogehalts. Wenn nicht, kein Problem. Dann werden mit Sicherheit in Berlin die sog. "Wowi-Tage" sprunghaft ansteigen. Als Ausgleich. Vorher natürlich noch zum Arzt. Denn im Vergleich zu anderen Bundesländern gönnt Wowi den eigen Arbeitnehmern und Beamten, dessen Arbeitgeber er ja ist, nicht das Schwarze unterm Fingernagel.

    • Der Rentenkasse ging es ganz gut, bis Politiker sich immer wieder dort bedienten, um u.a. auch die Wiedervereinigung zu finanzieren.
      Das Problem sind die Politiker, die immer Geld brauchen und sich nicht scheuen, die Rentenkasse zu plündern!

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