Umfrage Europawahl Linke rutscht ab, AfD gewinnt dazu

Während die Linke in aktuellen Umfrageergebnissen erheblich an Prozenten verliert, legt die AfD zu. Die FDP stagniert weiter bei vier Prozent. 65 Prozent der Wahlberechtigten vertrauen den Parteien der Großen Koalition.
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Werbeplakat für die „Alternative für Deutschland“: Gelingt der Anti-Euro-Partei der Einzug ins Europaparlament? Quelle: dpa

Werbeplakat für die „Alternative für Deutschland“: Gelingt der Anti-Euro-Partei der Einzug ins Europaparlament?

(Foto: dpa)

HamburgDie Anti-Euro-Partei AfD liegt dreieinhalb Wochen vor der Europawahl in einer aktuellen Forsa-Umfrage bei sechs Prozent. Sie verbesserte sich damit um einen Punkt im Vergleich zur Vorwoche, wie der am Mittwoch veröffentlichte „Stern-RTL-Wahltrend" ergab.

Die Linke verlor einen Punkt und rutschte auf neun Prozent ab. Die Grünen erreichten unverändert zehn Prozent, die FDP stagnierte weiter bei vier Prozent. Fast zwei Drittel der Wähler (65 Prozent) würden nach wie vor einer der Berliner Regierungsparteien ihre Stimme geben: 41 Prozent der Union und 24 Prozent der SPD. Die Werte der beiden Parteien blieben im Vergleich zur Vorwoche unverändert. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen betrug der Umfrage zufolge 31 Prozent.

Bei der Kanzlerpräferenz gewann Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) im Vergleich zu den beiden Vorwochen zwei Prozentpunkte hinzu und kam auf 58 Prozent, während SPD-Chef Sigmar Gabriel bei 14 Prozent verharrte. „Merkels Popularität ist ungebrochen", erklärte Forsa-Chef Manfred Güllner.

„Sie vermittelt das Gefühl, dass sie sich kümmert und aus dem Parteiengezänk heraushält - womit sie als eine Art Präsidentenkanzlerin wahrgenommen wird." Das sei schon in der Bankenkrise so gewesen, und das wiederhole sich nun in der Krise um die Ukraine.

Gabriel, der als Wirtschaftsminister auch für die Energiewende zuständig ist, könne mit diesem Thema nicht punkten, sagte Güllner dem „Stern". "Der Zuschnitt seines Ministeriums bringt ihm so keine ökonomische Kompetenz." Das Forsa-Institut befragte vergangene Woche 2002 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger.

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37 Kommentare zu "Umfrage Europawahl: Linke rutscht ab, AfD gewinnt dazu"

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  • Zur Europawahl 2014 wird das Wahlvolk von der CSU verhöhnt- vielleicht auch in geheimem Einverständnis mit der CDU(auch wenn die CDU die CSU in der Öffentlichkeit dafür kritisiert). In angeblichem Gegensatz zur CDU fordert die CSU, daß die Anzahl der (höchst kompetenten) EU-Kommissare von 28 um die Hälfte auf 14 reduziert wird. Wenn diese Forderung tatsächlich sachlich(und nicht populistisch) gerechtfertigt sein sollte, gehörten der gesamte EU-Apparat und die Parteien, die ihn geschaffen haben, aufgelöst bzw. nicht mehr gewählt und dafür zur Verantwortung gezogen, daß sie bisher Steuergelder in krminellen Ausmaß verschwendet haben. Wird die CSU im erhofften Ausmaß bei der Europawahl gewählt, bleibt von der erwähnten Forderung sehr schnell nichts mehr übrig. Es handelt sich um eine Scheinforderung, die verhindern soll, daß zu viele Wähler zur AfD abwandern, also um eine Verhöhnung der Wähler, an der auch die CDU beteiligt sein dürfte. Wer läßt sich auf dieses Weise verhöhnen?
    Daß die EU-Kommission mit 28 Kommissaren grotesk überbesetzt ist, hätte eigentlich auch dem EU-Bürokratieabbau --Beauftragen Stoiber von der CSU auffallen müssen. Stammt die Forderung, die Anzahl der Kommissare von 28 auf 14 zu reduzieren, von Herrn Stoiber? Wenn nicht, hat er bei seinen Vorschlägen zum EU-Bürokratieabbau etwas Gravierendes übersehen und 14 EU-Kommissare wurden bisher zu Lasten des EU-Steuerzahlers ungerechtfertigt bereichert. Es könnten schenkungsteuerpflichtige Sachverhalte vorliegen.

  • Ja, wenn dem so sein sollte, dann wenigstens "Die Linke" mit Gysy und Wagenknecht wählen, aber keinesfalls die Blockparteien.

  • Furfante hat wie immer keine Ahnung: Bei der Europa-Wahl sind in Deutschland lebende EU-Bürger natürlich wahlberechtigt.

  • Wobei sich die FN ja in den letzten Jahren schon von extremen Standpunkten ein Stück weit hin in Richtung politischer Mitte bewegt hat. Die 18% Wählerstimmen der letzten Präsidentschaftswahl waren ja auch weit mehr als nur ein politischer Randbereich, den bei uns die NPD mit ihren zuletzt 1,3% erschließt.

  • @ Sisong
    Ich bin einen Auslaender der hier in Deutschland wohnt, und ich werde die AfD wahlen. Genau wie andere auslaendische Kollegen die ich kenne - die aus Spanien, Greichenland und Romanien kommen.

    - seit wann können Ausländer bei uns wählen ?


    .

  • @ Daltoniker

    Zitat : Die oberen 10% der Einkommen zahlen 50% des gesamten Einkommensteueraufkommens

    - und diese Einkommenssteuer sind NICHTS im Vergleich z.B. mit der Mehrwertsteuer, die die Masse abführt.

    Die 10 % der Reichen sind hier zu der 90 % der Masse vernachlässigbar ! Samt ihrer Einkommenssteuer !

    Also realistisch bleiben und nicht versuchen, das Volk zu verblenden und zu belügen !

    .

  • Der Bürger sollte sich folgende Fragen stellen:
    1. Wie lange kann eine EU funktionieren, deren Macht sich auf Vertrags- und Rechtsbrüche stützt?
    (Wobei die Parlamentarier zwar gewählt werden, aber recht wenig zu sagen haben. Die Kommissare entscheiden.)
    2. Was ist vor der derzeitigen Einheitsparteiensuppe zu halten, die den Bürger regelmässig über den Löffel balbiert?

    Benatworten Sie sich diese beiden Fragen und ziehen Sie Ihre Schlüsse.

  • @Hardie: Endlich mal eine Aussage von Ihnen, die ich 100% begrüße (nie NPD zu wählen) - auch wenn Ihr Unwissen bzgl. des FN nicht gerade für Ihre Kenntnis der politischen Landschaft im Nachbarland sprechen.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Front_National_(Frankreich)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Marie_Le_Pen

  • Erstens gehört die AfD nicht zu den Rechtsextremen, allerdings besetzt sie heute die von der CDU freigemachte Mitte. Was soll da schlecht dran sein? Das überzeugende Wahlprogramm der AfD ist im Internet Wort für Wort zu lesen. Es ist deutschlandnah und entspricht Millionen Bürgern, die die EU kontrolliert sehen wollen und zurück wollen zur echten Demokratie in den Ländern vor Ort. Diktatur und Bevormundungen müssen verhindert werden, ebenso wie Schuldenvergemeinschaftungen, d.h. man muss sich an den Maastrichtvertrag halten, den die Blockparteien klar gebrochen haben. Zweitens stellt sich die Frage nach den Linkspopulisten, wohin sich Merkel und Co. immer weiter bewegen, indem sie die SPD sogar noch links überholt. Die gute alte Union ist doch längst tot. Die Verantwortlichen merken es nur nicht. Nur mit "Merkel im Sack" ohne bürgernahe und bürgermitbestimmende Politik kann man keine Zukunft mehr gestalten. Darum ist heute "alternativ" mehr als richtig. Die AfD will mehr Bürgermitbestimmung, und was sollte da falsch dran sein?: Es ist bessere Demokratie. Ich hoffe, viele Millionen Bürger sehen es auch so.

  • Hallo Fredi, versteh ich nicht ganz. Wer sind die Profiteure des fehlenden Mindestlohns? Die Mittel- und Kleinbetriebe sind es wohl nicht, die Manager/Besitzer der Fast-Food- und Supermarkt-Ketten wählen z.T. gar nicht in Deutschland (weil sie keine Deutschen sind) und der spärliche Rest an Konzern-Managern (die unterhalb des Mindestlohns ihre Löhne bezahlen) ist wohl als Wähler ebenfalls auszuschließen. Massen an Stimmen können das dann aus dieser Ecke wohl nicht sein, also klären Sie einen Unwissenden bitte auf - wo sind die vielen Wähler, also das "Klientel" die davon profitieren - und damit das Wahlergebnis so positiv beeinflussen?

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