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Umfrage Fast jeder zweite Deutsche bescheinigt der Bundesregierung eine niedrige Digitalkompetenz

Der Ipsos-Umfrage zufolge wünscht sich ein Drittel der Deutschen mehr Kontrolle und Regulierung von Tech-Konzernen wie Facebook.
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Das Vertrauen der Bundesbürger in die Kompetenz der Regierung beim Thema Digitalisierung ist begrenzt. Quelle: dpa
Digitalisierung

Das Vertrauen der Bundesbürger in die Kompetenz der Regierung beim Thema Digitalisierung ist begrenzt.

(Foto: dpa)

Berlin Die Deutschen haben beim Thema Digitalisierung wenig Vertrauen in ihre Regierung. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos im Auftrag des Vodafone Instituts für Gesellschaft und Kommunikation.

Demnach sind nur 44 Prozent der Deutschen der Ansicht, dass ihre jeweilige Regierung „den Willen und die notwendigen Fähigkeiten besitzt, den Fortschritt der Digitalisierung sowie die Nutzung neuer Technologien weiterzuentwickeln“. Mehr als ein Drittel gaben an, dass sie das nicht glauben. 43 Prozent sprechen der Regierung zudem explizit die nötigen Fähigkeiten dazu ab.

Für die Erhebung hat Ipsos laut eigenen Angaben 9.000 Menschen in neun Ländern online befragt. Zudem seien „ausgewählte Experten“ interviewt worden, um die Befragungsergebnisse einzuordnen. Anders fiel das Urteil der US-Bürger aus. Fast 60 Prozent trauten ihrer Regierung den Willen und die Fähigkeiten zu, die Digitalisierung voranzutreiben. In China wurde die Frage nicht gestellt. Laut Angaben der Studienautoren sei es aufgrund der politischen Situation nicht möglich gewesen, in dem Land alle Fragen zu stellen.

Die Mehrheit der befragten Deutschen (65 Prozent) beobachten durch die Digitalisierung eine Machtkonzentration bei wenigen Tech-Konzernen. So sehen es auch 59 Prozent der US-Bürger und 62 Prozent der Chinesen.
Die Kritik an der Monopolbildung in der Digitalwirtschaft hat in den vergangenen Monaten immer weiter zugenommen.

Laut der Ipsos-Umfrage wünschen sich die Deutschen mehr Regulierung von Digitalkonzernen. Ein Drittel sieht eine „umfassende Kontrolle von Unternehmen und deren Einhaltung des verantwortungsbewussten Umgangs mit persönlichen Daten“ als eine der wichtigsten Aufgaben, mit denen der Staat den Bürger dabei unterstützen kann, im digitalen Zeitalter mitzuhalten.

Erst in der vergangenen Woche hatte das Bundeskartellamt es als erwiesen angesehen, dass Facebook eine marktbeherrschende Stellung in Deutschland hat und diese missbraucht, um regelwidrig Daten seiner Nutzer zu sammeln und zu bündeln.

SPD-Chefin Andrea Nahles hatte in dieser Woche ihren Vorschlag eines „Daten-für-alle“-Gesetzes in einem Positionspapier konkretisiert. Das Handelsblatt hatte zuerst über das Konzept berichtet. Darin fordert Nahles eine Pflicht für marktdominierende Unternehmen, ihren Datenschatz anonymisiert auch Konkurrenten bereitzustellen. Damit soll der Wettbewerb belebt werden.

In China ist der Wunsch nach mehr Kontrolle von Unternehmen durch den Staat noch deutlich größer. Dort sehen 45 Prozent der Befragten diese Aufgabe als wichtig an. In den USA sind es hingegen nur 29 Prozent. Beim Datenschutz fühlen sich die Bürger in den meisten Ländern nicht genug vom Staat unterstützt.

Nur etwas mehr als ein Viertel der Befragten in den USA, Deutschland, Italien und Spanien stimmen der Aussage zu, dass die Regierung ihres Landes ihre Daten schützt. In China wurde die Frage laut Angaben der Autoren nicht gestellt.

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