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Umfrage Jeder vierte Solo-Selbstständige rechnet mit Aus in der Krise

Die Coronakrise schlägt einer Umfrage zufolge bei den Solo-Selbstständigen besonders hart durch. Jeder vierte fürchtet das Aus innerhalb eines Jahres.
29.05.2020 - 07:44 Uhr 1 Kommentar
Hoch digitalisierte Soloselbstständige leiden seltener unter negativen Konsequenzen der Pandemie. Quelle: dpa
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Hoch digitalisierte Soloselbstständige leiden seltener unter negativen Konsequenzen der Pandemie.

(Foto: dpa)

Mannheim Die Coronakrise trifft Soloselbstständige einer Studie zufolge besonders hart. Jeder vierte Selbstständige ohne Mitarbeiter hält es für sehr wahrscheinlich, in den nächsten zwölf Monaten aufgeben zu müssen, wie aus der Analyse hervorgeht, die das ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung am Freitag veröffentlichte. Bei knapp 60 Prozent der gut 16.000 Befragten ist der monatliche Umsatz um mehr als 75 Prozent eingebrochen. Jeder Zweite konnte seine Tätigkeit zum Zeitpunkt der Umfrage nicht mehr ausüben.

Mehr als die Hälfte der Selbstständigen, die ohne sozialversicherungspflichtig oder geringfügig Beschäftigte arbeiten, hat der Umfrage zufolge Soforthilfe von Bund oder Land beantragt, die auf drei Monate angelegt ist. Allerdings erwarten 35 Prozent, dass die Phase der deutlich niedrigeren Umsätze länger als sechs Monate anhalten wird.

„Am härtesten von der Krise getroffen sind konsumnahe Branchen wie Gastronomie und Beherbergung, Events und Veranstaltungen, Touristik und Sport sowie Wellness, Friseure und Kosmetik“, erläuterte ZEW-Expertin Irene Bertschek. „Etwa neun von zehn Soloselbstständigen müssen hier Umsatzeinbußen verkraften, die über 75 Prozent liegen.“ Sie beurteilen ihre Zukunftsaussichten besonders düster. Zwischen 32 Prozent und 49 Prozent der Befragten in diesen Branchen befürchten, ihre Selbstständigkeit in naher Zukunft einstellen zu müssen.

Hoch digitalisierte Soloselbstständige litten allerdings seltener unter negativen Konsequenzen der Pandemie, sagte Bertschek. Demnach waren aufgrund der Corona-Beschränkungen zum Zeitpunkt der Umfrage etwa drei Viertel derjenigen mit einem sehr niedrigen Digitalisierungsgrad des Angebots nicht mehr in der Lage, ihre Tätigkeit auszuüben. Unter den sehr hoch digitalisierten Soloselbstständigen waren es nur 28 Prozent.

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    • dpa
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    1 Kommentar zu "Umfrage: Jeder vierte Solo-Selbstständige rechnet mit Aus in der Krise"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wenn diese "Krise" das Aus bedeutet, war das Geschäftskonzept grundsätzlich schon fragil. Deutschland und die EU benötigen endlich eine Industrie-Politik, wir man das kennt aus Südkorea, Japan und China. Dass kaum jemand mehr ins Handwerk will, liegt daran, dass wir zu viel (...) haben. Ein Gender-Lehrstuhl reicht, nicht an jeder Uni benötigt man derartiges. Und wenn dann noch Gelder von den Fächern der harten Wissenschaften abgezogen werden für Genderlehrbauftragte, dann weiß man schon wie schief wir hier in D liegen. (...) Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

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