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Umfrage Jeder zweite Deutsche hält Euro-Einführung für falsch

Die Euro-Einführung war ein Fehler, glauben knapp die Hälfte der Deutschen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage. Demnach halten es 49 Prozent für falsch, dass die Deutsche Mark abgeschafft wurde.
83 Kommentare
Die Deutschen halten die Einführung des Euro für einen Fehler. Quelle: dpa

Die Deutschen halten die Einführung des Euro für einen Fehler.

(Foto: dpa)

Berlin Fast jeder zweite Deutsche bedauert angesichts der Schuldenkrise in Europa einer Umfrage zufolge die Einführung des Euro. Die andere Hälfte der Bevölkerung hält die europäische Gemeinschaftswährung bis heute für richtig, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag von I&U TV für die ARD-Sendung „Günther Jauch“ ergab.

Demnach bezeichnete knapp die Hälfte der Befragten (49 Prozent) die Abschaffung der D-Mark als Fehler. 47 Prozent bewerteten die Einführung des Euro dagegen positiv. Befragt wurden 1000 Wahlberechtigte in Deutschland.

Eine klare Mehrheit sprach sich für einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone aus. Zwei Drittel der Befragten gaben an, das krisengeschüttelte Land solle sich freiwillig vom Euro verabschieden. Eine weitere Unterstützung Griechenlands halten nur 23 Prozent der Befragten für richtig.

  • dpa
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83 Kommentare zu "Umfrage: Jeder zweite Deutsche hält Euro-Einführung für falsch"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Fakt ist, das wir seit Einführung des Euro eine durchschnittliche Inflation von jährlich ca. 10% haben.

  • @Forist
    Ich antworte da mal aus meiner Erfahrung: weil da die freie Meinungsäußerung, in Deutschland, an ihre Grenzen kommt!
    Weiter brauche ich das wohl nicht auszuführen, sonst würde mein Kommentar vermutlich gelöscht.

  • @ Handelsblatt-Readaktion

    Ich schließe mich der Frage an, warum kann ich das Dossier des HB-Lohnschreiberlings zu „Jauch -> Sarrazin/Steinbrück“ nicht kommentieren?!

  • @ handelsblatt

    Eine Frage an die Redaktion:

    Warum können zur Sendung Jauch - Steeinbrück/Sarrazin
    keine Kommentare abgegeben werden ?

  • Unterschiedliche Produktivitäten in einer Währungsunion sind meiner Meinung nach keine "Erfindung" der Eurozone.

    Derartige Konstellationen hat es bereits zuvor gegeben.

    Die Frage ist für mich, welche Anreize geschaffen werden um einen Angleichung der Produktivitat zu erreichen.
    Durch finanzielle Fördermittel der EU wurden m. E. nach die Leistungsempfänger "verführt" leichtfertig Schulden zu machen, die - solange die Wirtschaft "funktioniert", getragen werden können, bei einem Zusammenbrechen der Wirtschaft aber zu einem Kollaps des Systems führen.

    Niemand wurde allerdings gezwungen derartige Leistungen in Anspruch zu nehmen. Hier spielt eventuell auch eine Profilierungssucht und Versprechungen von Politik(ern) in den entsprechenden Ländern eine Rolle.

    Zusätzlich gibt es die individuelle Gier. Ich kann mir die Preissteigerungen in den zur Zeit krieselnden Ländern nicht erklären, bei denen ein Preisnieveau von ehemals geschätzt 65% auf 95% des deutschen Preisniveaus innerhalb von 12 Jahren stattfindet. "Hat mein Nachbar einen höheren Preis verlangt, dann will ich das auch - schließlich verdiene ich dann auch mehr".

  • ach ja:

    Danke, daß Sie mich daran erinnert haben, es noch mal zu hören, es ist immer noch köstlich. Vor allem aber liegt im selben Ordner ein anderes Feature, das ich bei der Gelegenheit auch gleich noch mal mit gehört habe

    Picco, Edina-Alternative Wirtschaft im Selbstversuch.mp3

    über Freigeld, das islamische Banksystem etc. Da wird einem doch gleich wieder klar, wie der Hase läuft und wir letztlich am besten bedient wären, wenn wir das islamische System übernehmen oder doch zumindest den Zins als solchen verbieten sollten :-)

    Danke!

  • oeconomicus

    >> Ich bin mir sicher, dass es bei der Beurteilung
    >> der Person Henry Nitzsche kontroverse Meinungen
    >> geben mag.

    In meinem unendlichen Archiv findet sich im Jahr 2008 ein "Dossier" des DLF

    Nage, Wolfram-Nitzsche raeumt auf-Ein Populist auf der Jagd nach Woelfen, Islamisten und Multikultischwuchteln.mp3

    Yep, man kann ihn durchaus "kontrovers" betrachten ...

  • Oeconomicus hat`s d`rauf. Völlig Daccord. Man kann es noch in einem Satz zusammenfassen: Völlig verzerrte Außenwerte einer Währung führen stets zur totalen Fehlallokation. Nichts war ein größerer Fehler als einem Sammelsurium von Staaten unterschiedlichster Produktivität eine gemeinsame Währung au`fs Auge zu drücken. Die Fehlallokationen sind unter Dr.Norbert Leineweber Handelsbaltt, FTD , ZEIt, FAZ dezidiert nachzulesen!

  • @G.N.

    An der Stelle noch eine Ergänzung.

    Ich bin mir sicher, dass es bei der Beurteilung der Person Henry Nitzsche kontroverse Meinungen geben mag.

    Der Wahrheitsgehalt der Kernpunkte seiner von Ihnen verlinkten Rede im Deutschen Bundestag wird dadurch keineswegs beeinträchtigt.

    Auszug aus dem Redetext [Quelle: stenografischen Protokoll
    http://dipbt.bundestag.de/dip21/btp/16/16157.pdf#P.16449

    "Weil wir in Deutschland unserem eigenen Volk nicht mehr trauen, sitzen die Abgeordneten des Deutschen Bundestages
    heute hier, um über seine Zukunft zu entscheiden. Es ist
    aber nicht nur so, dass wir unserem Volk nicht mehr zutrauen,
    selbst über seine Zukunft zu entscheiden, wir halten es anscheinend auch für dämlich und vergesslich. Das scheint mittlerweile Konsens in Europa zu sein. Da das Volk in Frankreich und in den Niederlanden die geplante EU-Verfassung abgelehnt hat, fragt man es im zweiten Durchgang einfach nicht mehr und winkt das Kind unter einem anderen Namen durch: Reformvertrag.

    So eine Verhöhnung des Volkswillens brauchen wir uns zum Glück nicht vorwerfen zu lassen. Bei uns in Deutschland werden die Bürger prinzipiell nicht gefragt, schon gar nicht in Europaangelegenheiten – siehe Einführung des Euros oder Erweiterung des Schengen-Raums im vergangenen Dezember. Für beide Entscheidungen hätte es im Volk nie eine Mehrheit gegeben, und das wissen Sie alle."

  • @G.N.

    vielen Dank für den Hinweis auf die Bundestagsrede des Ex-CDU-Mitglied's Henry Nitzsche.

    Ich habe mir den Spass gemacht, alle Reden der 157. Sitzung [TOP 3 Vertrag von Lissabon] im Deutschen Bundestag [Donnerstag, 24. April 2008] anzusehen

    http://www.bundestag.de/Mediathek/index.jsp?categorie=Plenarsitzung&instance=m187&action=search&mask=search&contentArea=common&searchword=lissabon+vertrag

    und dazu einzelne Passagen im stenografischen Bericht nachzulesen:

    http://dipbt.bundestag.de/dip21/btp/16/16157.pdf#P.16449

    Hieraus einige Zitate aus der Rede von Dr. Angela Merkel:

    "Die Bürgerinnen und Bürger müssen natürlich spüren, dass die Europäische Union ihnen persönlich in ihrem Lebensumfeld und in der Familie zugutekommt. Das macht den Zusammenhalt in Europa und natürlich auch in unserer Gesellschaft aus. Ich bin sehr froh, dass es uns gelungen ist, dieses fundamentale politische Bekenntnis Europas zu sich selber zu erreichen. Dies ist nach meiner Auffassung die tiefe Bedeutung dieses Vertragsabschlusses.
    [...]
    Der Vertrag von Lissabon ist ein Gewinn für Deutschland.
    [...]
    Die Bürgerinnen und Bürger erwarten mit Recht Antworten
    auf die großen politischen Fragen, vor denen die Mitgliedstaaten und die Union insgesamt stehen.
    [...]
    Die Menschen erwarten von uns, dass wir den ökonomischen Ereignissen nicht hinterherlaufen, sondern dass wir für sie
    einen Ordnungsrahmen finden. Der Grundgedanke der sozialen Marktwirtschaft ist der Grundgedanke des geordneten
    Wettbewerbs.
    [...]
    Dazu gehört eine Wirtschaftsordnung mit menschlichem Gesicht."

    Noch Fragen?




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