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Umfrage Nur noch 48 Prozent halten Merkel für die Richtige im Kanzleramt

Der Rückhalt für die Bundeskanzlerin schwindet. Auch die Regierungskoalition verliert weiter an Zuspruch. Profitieren kann davon abermals die AfD.
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46 Prozent der von Emnid Befragten finden nicht, dass Merkel bis zur Bundestagswahl 2021 Regierungschefin bleiben sollte. Quelle: dpa
Angela Merkel

46 Prozent der von Emnid Befragten finden nicht, dass Merkel bis zur Bundestagswahl 2021 Regierungschefin bleiben sollte.

(Foto: dpa)

BerlinDer Rückhalt für Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Bevölkerung ist seit der Bundestagswahl 2017 deutlich gesunken. Derzeit finden nur noch 48 Prozent der Bürger, dass Merkel die Richtige im Kanzleramt ist, wie eine Emnid-Umfrage im Auftrag der „Bild am Sonntag“ ergab.

46 Prozent der Befragten meinen nicht, dass Merkel bis zur Bundestagswahl 2021 Regierungschefin bleiben sollte. Im Oktober 2017 hielten noch 55 Prozent Merkel für die richtige Kanzlerin, 37 Prozent fanden das nicht.

Gespalten beurteilen die Deutschen auch, ob Merkel im Dezember erneut für den CDU-Vorsitz kandidieren sollte. 47 Prozent sind laut Emnid dafür, 44 Prozent dagegen. Bei den Unionsanhängern wünschen sich demnach 64 Prozent eine Kandidatur, 35 Prozent nicht.

Der Regierungsstreit um die Zukunft von Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen hat nach Ansicht der Wähler vor allem das Ansehen von Bundesinnenminister Horst Seehofer beschädigt. 43 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass unter den drei Parteivorsitzenden der großen Koalition der CSU-Chef den größten Verlust an Glaubwürdigkeit erlitten habe.

22 Prozent sehen den größten Schaden bei Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel, 16 Prozent bei SPD-Chefin Andrea Nahles. 67 Prozent glauben indes nicht mehr, dass die drei Parteivorsitzenden noch vertrauensvoll zusammenarbeiten können, nur 27 Prozent trauen ihnen das noch zu.

Nur jeder Zweite (50 Prozent) wünscht sich der Umfrage zufolge aktuell, dass die große Koalition bis zur nächsten regulären Bundestagswahl in drei Jahren hält, 41 Prozent sind für eine Neuwahl.

Die AfD klettert derweil weiter in der Wählergunst. Laut der Emnid-Umfrage ist sie die zweitstärkste Partei in Deutschland. Sie legt im Sonntagstrend für die „Bild am Sonntag“, einen Zähler zu auf 17 Prozent.

Die SPD verliert dagegen einen Punkt und kommt nur noch auf 16 Prozent. Auch die Unionsparteien rutschen in der Gunst der Wähler ab. Für sie sprachen sich nur noch 27 Prozent der Umfrageteilnehmer aus, ein Prozentpunkt weniger als vor einer Woche und so wenige wie nie seit Beginn der Umfrage.

Wäre am Sonntag Bundestagswahl, würden die Regierungsparteien SPD, CDU und CSU laut Emnid zusammen nur noch 43 Prozent der Stimmen bekommen. Damit hat die große Koalition derzeit bei allen großen Forschungsinstituten – mit Ausnahme von Allensbach – die Mehrheit bei der Sonntagsfrage verloren. Die Regierungsparteien kommen durchgängig auf 43 bis 45 Prozent der Stimmen (Allensbach: 51 Prozent). Bei der Bundestagswahl 2017 erhielten sie zusammen noch 53,4 Prozent.

Die Grünen gewinnen einen Punkt und kommen auf 15 Prozent. Die Linke liegt dahinter mit elf Prozent, die FDP steigt um einen Zähler auf zehn Prozent.

Noch schlechter sieht es für die SPD im Osten Deutschlands aus: Hier verlieren die Sozialdemokraten sogar zwei Zähler und kommen nur noch auf eine Zustimmung von 13 Prozent. Die Union verharrt bei 22 Prozent, die AfD baut ihre Führung um einen Punkt auf 27 Prozent aus.

Brexit 2019
  • rtr
  • dpa
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