Umfrage SPD liegt acht Prozentpunkte hinter der Union

Laut einer Umfrage kann die Union ihren Vorsprung zur SPD weiter ausbauen. Eine erneute Kanzlerschaft der CDU-Vorsitzenden ist wahrscheinlicher als ihre Ablösung durch den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz.
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Auch im Parteienvergleich kann die CDU zulegen, die SPD verliert. Quelle: dpa
Angela Merkel und Martin Schulz

Auch im Parteienvergleich kann die CDU zulegen, die SPD verliert.

(Foto: dpa)

BerlinDer "Schulz-Effekt" für die SPD scheint zu verpuffen: Knapp fünf Monate vor der Bundestagswahl verlieren die Sozialdemokraten im ZDF-Politbarometer in der Wählergunst, die Union legt zu. Der am Freitag veröffentlichten Umfrage zufolge würden 29 Prozent SPD wählen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Das sind drei Punkte weniger als Anfang April. Die Union steigt dagegen um zwei Punkte auf 37 Prozent. Auch in der Kanzlerpräferenz legte Amtsinhaberin Angela Merkel gegenüber dem SPD-Spitzenkandidaten Martin Schulz zu.

Nach der Nominierung von Schulz Ende Januar war die SPD in den Umfragen nach oben geschnellt: Im Politbarometer von 24 Prozent Ende Januar auf 32 Prozent im März. Nachdem sie den Wert Anfang April halten konnte, bröckelte sie nun erstmals wieder ab. Die Union hatte im gleichen Zeitraum von 36 auf 34 Prozent verloren, Anfang April wieder leicht zugelegt und nun erneut gepunktet. Auch in anderen Umfragen ist dieser Trend sichtbar.

Sowohl die Linke mit neun Prozent als auch die Grünen mit acht Prozent und die FDP mit sechs Prozent können sich im neuen Politbarometer um einen Prozentpunkt verbessern. Die AfD gibt dagegen einen Punkt ab und kommt nur noch auf acht Prozent. Damit wäre rechnerisch neben einer großen Koalition auch eine Mehrheit für CDU/CSU, Grüne und FDP möglich. Für Rot-Rot-Grün oder ein Bündnis von SPD, Grünen und FDP würde es nicht reichen.

Bei der Frage, wen sich die Deutschen nach der Wahl am 24. September lieber als Kanzler wünschen, vergrößerte sich der Vorsprung Merkels gegenüber Schulz. Nach 48 Prozent Anfang April wünschen sich jetzt 50 Prozent Merkel weiter als Kanzlerin. 37 Prozent wollen lieber Schulz, Anfang April waren es 40 Prozent. Die übrigen Befragten gaben keine Präferenz an.

Der Umfrage zufolge grenzt sich die AfD für drei Viertel der Deutschen nicht genug von rechtsextremen Inhalten und Mitgliedern ab. Für elf Prozent tut sie das. 75 Prozent glauben außerdem nicht, dass die AfD dauerhaft erfolgreich sein wird.

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46 Kommentare zu "Umfrage: SPD liegt acht Prozentpunkte hinter der Union"

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  • Schon erstaunlich, dass jemand, der hier oft genug „unser Reich“ geschrieben hat, jetzt nichts mehr davon weiß. Klar – im Vergleich mit Frankreich sind wir ja nur Deutschland – nicht Deutschreich.

    Könnte der „Gedächtnisschwäche“ des reich an Gedächtnislücken (wenn es ihm passt) jederzeit mit Kopien aus seinen Spam-Kommentaren auf die Sprünge helfen. Ob er dann mit Verletzung seines Urheberrechts kommt?

  • @Peer Kabus
    Was sind Sie denn für einer...haben Sie schon "Reich-Wahnvorstellung" ...von mir aus nehmen Sie Frankreich deren Reich ab oder dem Reichstag in Berlin sein Reich aber was hat das jetzt mit der AfD zu tun....
    Ich meine, der 2. Weltkrieg und das Hilter Reich ist jetzt schon eine Jahrzehnt her...auch für Sie muss doch auch endlich mal der Krieg zu Ende gehen und Sie sollten sich so langsam im 21. Jahrhundert zurechtfinden außer Sie lieben es, weiter gegen ein Phantom zu kämpfen.

  • "Troll" er sich auf seinen Platz in Kiew und mache dort seinem Namen wieder alle Ehre.

  • @Herr Tomas Maidan 28.04.2017, 14:01 Uhr

    warum verwenden Sie nicht einfach DDR - Systemsprache und sagen "Konterrevolutionär" - das wäre kürzer formuliert, nur dass die Systemgegner nun statt vom "kapitalistischen Westen" angeblich von Putin (fern)-gesteuert werden....

  • @ Herr Tomas Maidan

    >> Kurzum: Das Handelsblatt sollte ihren Fall mal unter dringendem Trollverdacht überprüfen >>

    Der Dieb schreit : HALTET den DIEB !

    Dieser Russofobe Nazi-Troll aus der vergammelten Nazi-Ukraine hinterläßt hier schon lange einen UNQUALIFIZIERTEN Bullshit !

    Es wird Zeit, dass man ihn entfernt !

  • @Tomas Maidan
    Verstehen Sie mich nicht falsch aber ich sehe jetzt in ihren Beiträgen keine Substanz...was genau haben Sie auf die dringend Fragen der Bürger in Deutschland als Antwort anzubieten...? Auch die CDU und SPD...ich sehe da kein Licht am Ende des Tunnel....Merkel und Schulz tauchen regelmäßig ab anstatt Fürhung zu übernehmen...dieser ganze politische Bundestagsladen wäre ohne das Ehrenamt in Deutschland schon längst in sich zusammengebrochen...Polizei und Rettungskärfte stehen unter Dauerbelastung...die illegale Einwanderung hält weiter an und damit auch die Belastung für Polizei, Rettungsdienst und Ehrenamt...was meinen Sie wohl, wer diese Arbeit in zwei Jahren noch machen will...die illegalen Einwanderer werden sich diese Arbeit nicht antun und wenn, dann nur halbherzig und zu deren Ethnischen Vorteile...
    Wollen Sie nicht oder können Sie nicht verstehen wo uns diese Merkel-Schulz illegale Einwanderungs- EU- EURO Weltenrettungspolitik eines Multi-Kulti Gedankengutes hinführen wird...

  • Was macht denn der Maidan hier - der Stammplatz der Umstürzler in Kiew?

  • Ich denke die SPD und ihr Kandidat hat es mit der Wählerverachtung übertrieben, bzw. diese möchten nicht ganz so primitiv angelogen werden.

    Die Politiker halten die Wähler offensichtlich für dummes Pack das erzogen gehört, machen regelmässig leicht durchschaubare, bewusste Falschaussagen. Allerdings scheint es auch hier eine Grenze zu geben wo es dem Pack zuviel wird.

    Schulz brandmarkt die hohen Einkommen der Manager und fordert höhere Steuern für diese, genoss aber selbst jahrelang ein sehr hohes, nahezu steuerfreies Einkommen.

    Schulz fordert mehr Umverteilung, mehr Solidarität mit den südeuropäischen Staaten der EU deren Bewohner meist über höhere Vermögen verfügen als die Deutschen, sowie eine schnellere Umvolkung. Ich vermute und hoffe dass vielen (Ur) Deutschen bewusst ist, dass sie als "Besserverdiener" die Rechnung für diese guten Gaben als Steuer präsentiert bekommen.

  • @ Herr G. Nampf

    In der Beurteilung zu Höcke & Konsorten, nebst seiner glühenden Bewunderer, wie dieser Hofmann, der hier oft genug und immer wieder von „unser Reich“ faselt, stimme ich Ihnen genauso zu, wie zu auch zukünftig fehlender Akzeptanz der AfD in der breiten Bevölkerung, wenn sich diese Partei nicht von diesen geistigen Dumpfbacken trennt.

    Das aber wird nach Lage der Dinge nicht erfolgen, denn dazu ist betreffende Anteil in der Partei zu groß. Anders wäre es sicher gekommen, hätte Lucke nicht das Handtuch geworfen und damit über 2000 Parteiaustritte vernünftiger Leute verursacht.

    Zur Erinnerung: Auch damals ging es um einen Rausschmiss Höckes, den Lucke wollte - und damit komme ich zur Petry, die dem sich widersetzte und sich Unterstützung gegen Lucke aus dem Kreis der damals schon reichlich vorhandenen Höcke-Freaks sicherte.

    In einem Kommentar in der WiWo habe ich damals nach dem Sturz von Lucke geschrieben, dass diese intrigante Petry als „Provinzfürstin“ enden wird. Das scheint die tatsächlich ernst genommen zu haben, wenn ich mir so ihre Selbstdemontage ansehe.

  • Mein Fazit ist, dass ich Anbetracht der für mich ziemlich feststehenden Tatsache, dass es keinen Rausschmiss Höckes geben wird, bei der BTW die AfD entgegen früherer Absicht wählen werde. Grund ist, wie Sie es richtig sehen, dass die AfD mit den „Braunen“ keine Akzeptanz in der Bevölkerung findet und damit keine Gefahr besteht, dass diese Partei zu einer ernsthaften Gefahr wird.

    Aber die Partei bleibt aufgrund ihrer Präsenz im Bund und Ländern für diese erbärmlichen Altparteien „der Stachel“ – und darauf kommt es an, um mit diesem „Brechmittel“ überhaupt die Altparteien zu politischen Korrekturen zu zwingen.

    Es tut mir natürlich leid um die vielen vernünftigen Parteimitglieder, die es zweifelsohne gibt.

    Anschaulich zu sehen war dies in Phoenix am vergangenen Sonntagvormittag, als der Parteitag teilweise wiedergegeben wurde, unterbrochen von Interviews von sogenannten „Journalisten“ der ÖR-Gehirnwäschemedien, die penetrant versucht haben, negativ zu verwertende Äußerungen des Führungspersonals mit immer gleichen Fragen zu erzwingen.

    Sollte sich die AfD wider Erwarten von Höcke und Seinesgleichen trennen, hätte die AfD sogar immer noch das Potential zu einer Volkspartei und könnte dann guten Gewissens gewählt werden.

    Da ich das nicht kommen sehe, wähle ich den Verein nur mit gewissen Bauchschmerzen. Denn zum Nichtwähler zu mutieren, das gönne ich den System-Parteien als Allerletztes.

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