Umfrage Union fällt im Zuge des Maaßen-Streits auf Rekordtief

Eine aktuelle Erhebung sieht die Union bei nur noch 28 Prozent. Die SPD sinkt ebenfalls in der Wählergunst. Und auch für Seehofer geht es abwärts.
1 Kommentar
Nach Einschätzung der meisten Bürger ist die Vertrauensbasis in der Regierungskoalition durch die Causa Maaßen zerstört. Quelle: dpa
Angela Merkel und Horst Seehofer

Nach Einschätzung der meisten Bürger ist die Vertrauensbasis in der Regierungskoalition durch die Causa Maaßen zerstört.

(Foto: dpa)

BerlinDer Regierungsstreit um Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen lässt die CDU/CSU einer Umfrage zufolge in der Wählergunst weiter fallen. Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erhebt, verliert die Union zwei Prozentpunkte und fällt auf ein Rekordtief von 28 Prozent.

Der Koalitionspartner SPD verliert einen Punkt im Vergleich zur Vorwoche und kommt nur noch auf 17 Prozent. Damit erreicht die Groko nur noch 45 Prozent – so wenig wie noch nie in der Erhebung.

Die AfD ist der SPD dicht auf den Fersen: Sie gewinnt einen Prozentpunkt und steigt auf 16 Prozent. Im aktuellen ARD-Deutschlandtrend aus dieser Woche kommt die AfD sogar auf 18 Prozent und löste in dieser Umfrage erstmals die SPD als zweitstärkste politische Kraft ab.

Auch die Grünen können in der Emnid-Erhebung einen Punkt zulegen und kommen auf 14 Prozent, genauso wie die Linke, die um einen Punkt auf elf Prozent klettert. Die FDP bleibt unverändert bei neun Prozent.

Nach Einschätzung der meisten Bürger ist die Vertrauensbasis in der Regierungskoalition durch die Causa Maaßen zerstört. 67 Prozent der Deutschen glauben laut Emnid nicht mehr, dass die Parteichefs von Union und SPD noch vertrauensvoll zusammenarbeiten können. Lediglich 27 Prozent trauen ihnen das noch zu.

Trotzdem will die Mehrheit der Befragten keine Neuwahl: 54 Prozent wünschen sich, dass die Koalition bis zur regulären Bundestagswahl 2021 hält. 40 Prozent sind für eine vorgezogene Neuwahl.

Den größten Verlust an Glaubwürdigkeit hat demnach CSU-Chef Horst Seehofer erlitten – 43 Prozent der Befragten sehen das so. 22 Prozent sehen den größten Schaden bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU), nur 16 Prozent bei der SPD-Vorsitzenden Andrea Nahles.

Die Spitzen der Koalition wollen an diesem Sonntag ihren Streit um die Zukunft Maaßens lösen. Merkel hatte am Freitagabend angekündigt, im Laufe des Wochenendes eine „gemeinsame, tragfähige Lösung“ finden zu wollen.

  • rtr
  • dpa
  • mst
Startseite

Mehr zu: Umfrage - Union fällt im Zuge des Maaßen-Streits auf Rekordtief

1 Kommentar zu "Umfrage: Union fällt im Zuge des Maaßen-Streits auf Rekordtief"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die Waehler reagieren richtig: Dieses Affentheater diskreditiert die Bundesregierung. Der
    Flughafen Berlin wird zum Symbol fuer Unfaehigkeit. Frage: Haben wir was besseres?
    Moeglicherweise nicht - die gesamte Politikerklasse ist belastet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%