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Umfrage zur AfD in Ost-Ländern AfD-Wähler halten eigene Partei für inkompetent

Die AfD hat gute Chancen, bei der Bundestagswahl aus dem Stand drittstärkste Kraft zu werden. Vor allem im Osten erlebt die Partei ungeahnte Höhenflüge. Obwohl ihr kaum politische Lösungskompetenz zugetraut wird.
22.11.2016 - 12:54 Uhr 15 Kommentare
AfD-Bundeschefin Frauke Petry: Ihrem Landesverband in Sachsen trauen gerade mal 7 Prozent der Wähler zu, die Probleme des Freistaats zu lösen. Quelle: Reuters
Frauke Petry

AfD-Bundeschefin Frauke Petry: Ihrem Landesverband in Sachsen trauen gerade mal 7 Prozent der Wähler zu, die Probleme des Freistaats zu lösen.

(Foto: Reuters)

Berlin Die AfD gewinnt in ostdeutschen Bundesländern deutlich an Zuspruch. Dabei trauen ihr die eigenen Wähler überwiegend nicht zu, anstehende Probleme zu lösen. Das geht aus eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap im Auftrag des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) hervor.

Lediglich in Sachsen-Anhalt, wo die Partei zur Landtagswahl auf 24,3 Prozent kam, verliert die AfD in der Umfrage gut zwei Prozentpunkte. Sie läge dann aber immer noch bei 22 Prozent der Stimmen und wäre weiterhin zweitstärkste Kraft hinter der CDU (33 Prozent) und vor der Linken (18 Prozent), der SPD (15 Prozent) und den Grünen (5 Prozent).

In Sachsen würde jeder Vierte (25 Prozent) die AfD wählen. Im Vergleich zur letzten Landtagswahl stiege die Zustimmung damit um mehr als das Doppelte (plus 15 Prozentpunkte). Damit wäre die Partei der Landes- und Bundeschefin Frauke Petry in dem Bundesland zweitstärkste Kraft, und eine Koalition aus CDU (34 Prozent) und SPD (12 Prozent) wäre nicht mehr möglich. Die Grünen stünden in Sachsen bei 7 Prozent.

In Thüringen käme die AfD auf 20 Prozent (plus 2 Prozentpunkte). Sie bliebe damit drittstärkste Kraft hinter der CDU (32 Prozent) und der Linken (23 Prozent) und vor der SPD (12 Prozent) und den Grünen (6 Prozent).

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    Bemerkenswert ist insbesondere bei der AfD die hohe Diskrepanz zwischen Wählervotum und Vertrauen in allen drei Bundesländern. Offenbar trauen ihr die eigenen Wähler überwiegend nicht zu, die Probleme des Landes zu lösen. Nur 3 Prozent tun das in Sachsen-Anhalt, in Thüringen sind es 5 Prozent und in Sachsen 7 Prozent.

    Bei der Problemlösungskompetenz schwächeln aber auch die anderen Parteien. In Sachsen-Anhalt fällt dieser Vertrauensverlust am deutlichsten aus: Dort hat sich die Zahl derer, die keiner Partei zutrauen, die Probleme des Landes zu lösen, im Vergleich zu früheren Umfragen fast verdoppelt. Und zwar um 22 Prozent auf 45 Prozent. In Thüringen und in Sachsen traut fast jeder Dritte keiner Partei zu, die Probleme des Landes zu lösen.

    Studie: AfD-Anhänger gehen bei Rechtsruck ihrer Partei mit
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    15 Kommentare zu "Umfrage zur AfD in Ost-Ländern: AfD-Wähler halten eigene Partei für inkompetent"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Frau Doris Wegner: Volk , Bevölkerung , Deutsche ? igitt nur nicht ! Wa Gestern !
      "Schonlängerhierlebende" , ist der neue Kanzlerinnenduktus ! Das macht stolz !

    • Das ist sehr beängstigend. Umgehend sollte der Verfassungsschutz eingreifen. Wir können die Demokratie nicht einfach dem Volk überlassen , pardon, lapsus linguae, der Bevölkerung .

    • "Der Landeschef der Grünen Jürgen Kasek sieht die Verantwortung für das Erstarken der AfD vor allem bei der CDU. Die Partei habe sich in den vergangenen Monaten weit nach rechts orientiert."

      Die Analyse des Landeschef der Grünen Jürgen Kasek:
      Wenn die CDU sich nach weit nach rechts orientiert, stärkt das die AfD? Hätte sie sich nach links orientieren müssen?

      Es gab kurz nach der Sachsen-Anhalt-Wahl eine Befragung, wie die Bürger in S-A gewählt hätten, wenn die CSU zur Wahl gestanden hätte. Herauskam, dass etwas mehr als die Hälfte der AfD-Wähler nicht die AfD, sondern die CSU gewählt hätten.
      Ist die CSU eine linke Partei?

    • Wie man sieht können Umfragen zu erstaunlichen Ergebnissen führen. Gem. einer anderen Umfrage vor ein paar Monaten in der FAZ würden 74% der Bundesbürger gerne einen "Flüchtling" in die eigene Wohnung aufnehmen.

      Ich habe den Eindruck, dass der Propagandaauftrag der selbsternannten "Qualitätsmedien" diese in vielen Bereichen unbrauchbar macht.

    • Wenn unsere Politiker , kritische Bürger als Pack, Dunkeldeutschland, Kriminelle, Schande für Deutschland oder gar als "Abschaum" bezeichnen, bleibt das nicht ohne Folgen. Auch jeden kritischen Bürger mit Äußerungen zur Flüchtlingspolitik als Rechten oder Nazi zu benennen ...., und das taten Leute mit hohen Ämtern !
      Wenn das Kundenwerbung sein soll ? Dann weiter so !

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.
      ​​​​​​​

    • Die GroKo verspricht Probleme zu lösen, die sie selbst verursacht hat und in den letzen Jahren nicht lösen konnte!

      Es geht nur darum, den Wähler wieder einmal (vorsätzlich!) zu täuschen und sich weitere 4 Jahre die Macht zu erhalten! Letztendlich sind die vollmundigen Wahlversprechen nur Schall und Rauch.

      An den Taten muß man die Politiker messen, nicht an den Versprechen.

      Was unsere Politiker für das Deutsche Volk geleistet haben kann man jeden Tag in der Zeitung lesen und spürt man jeden Tag im Geldbeutel!

    • Ist denn unsere derzeitige ziellose und ratlose Regierung kompetent? Ich würde sagen nicht. Frau Merkels zeit ist gekommen. Sie hat dem Land schon genug Probleme herbeigefordert. Es reicht langsam mit der Politik, welche total am eigenen Volk vorbei geht. Dank ,Frau Merkel werden meine Kinder noch Ihre Schulden mit bezahlen dürfen im Bund signifikat aufschlagen und noch kommen.

    • Anstatt sich immer weiter an der AfD „abzuarbeiten“ könnte der Herr Neuerer auch mal was Sinnvolles tun.

      Vorschlag von meiner Seite: Auf der Seite von Vera Lengsfeld gibt es einen Verweis auf die Webseite der Clinton-Foundation wo bei den Wahlkampfspenden zwischen 1.000.000 und 5.000.000 US$ ein Eintrag „BMU - Federal Ministry for the Environment“ erscheint – dabei könnte es sich um das Bundesumweltministerium handeln.
      Es wäre doch mal interessant zu wissen, ob die deutsche Regierung hier mit einer nicht gerade unerheblichen Summe an Steuergeldern in den US-Wahlkampf eingegriffen hat.

    • Letzer AfD Landesparteitag in Bayern/Ingolstadt.
      Führungsmitglieder die gewählt wurden haben eine sehr hohe Kompetenz in ihren Wissensgebieten, nur die Medien wollen das dem Bürger nicht in ganzer Klarheit mitteilen.
      Auch der Unterbau z.B. in Bayern ist sehr kompetent.
      Das wird dazu führen das in Bayern mit ca. 20% AfD Wählern gerechnet wird und damit ist die CSU in einer politischen Engstelle angekommen.
      Frau Merkels nochmalige Kanditatur ist ein Alptraum für Deutschland und wird die AfD in D in ungeahnte Höhgen katapulieren.
      Nur die Medien könne der Frau Merkel noch helfen, der Bürger ist desillusioniert.

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