Umfrage zur Brandenburg-Wahl FDP steuert auf das nächste Debakel zu

Der designierte FDP-Chef Lindner will seine Partei wieder aufrichten. Wie schwer das wird, zeigt eine Umfrage zur Brandenburg-Wahl im kommenden Jahr. Die Liberalen würden demnach aus dem Parlament fliegen
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Der FDP steht eine unsichere Zukunft bevor. Quelle: dpa

Der FDP steht eine unsichere Zukunft bevor.

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BerlinKurz vor dem Sonderparteitag der FDP an diesem Samstag in Berlin, auf dem Christian Lindner zum neuen Vorsitzenden gekürt werden soll, stecken die Liberalen weiter im Stimmungstief. Noch ist Zeit, die Partei wieder aufzurichten und wählbar zu machen. Im nächsten Jahr stehen allerdings vier Wahlen an, wo es für die Liberalen um alles oder nichts geht. Neben der Europawahl stehen in drei Bundesländern Landtagswahlen an – in Sachsen, Thüringen und Brandenburg.

Eine Umfrage im Auftrag der „Märkischen Oderzeitung“ und des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) zur Brandenburg-Wahl im September verheißt nichts Gutes für die FDP. Die Liberalen verlieren demnach einen weiteren Punkt und wären mit zwei Prozent nicht mehr im Potsdamer Landtag vertreten. Auch der Alternative für Deutschland (AfD) würde der Einzug in den Landtag mit drei Prozent nicht gelingen.

Die brandenburgische SPD und die CDU liegen indes in der Wählergunst Kopf an Kopf. In der Sonntagsfrage für die Landtagswahl kommt die SPD auf 32 Prozent und die Christdemokraten auf 30 Prozent. Im Vergleich zur letzten Erhebung durch infratest dimap im August dieses Jahres verliert die SPD einen Prozentpunkt, die CDU bleibt stabil. Die Linke kann in der Wählergunst um zwei Punkte zulegen und erreicht 22 Prozent. Die Grünen verharren bei sechs Prozent.

Laut einer weiteren Umfrage für das Hamburger Magazin „Stern“ glaubt allerdings eine Mehrheit der Deutschen, dass der künftige FDP-Chef Lindner die Liberalen wieder aus der Krise führen kann. 42 Prozent der Bürger trauen ihm das zu, wie das Institut Forsa ermittelte. Bei den befragten FDP-Wählern sind davon sogar 86 Prozent überzeugt. Nur 13 Prozent aller Bürger meinen, Lindner sei für diese Aufgabe nicht der richtige Mann. Relativ viele allerdings kennen den 34jährigen Ex-Generalsekretär nicht (21 Prozent) oder erlauben sich kein Urteil über ihn (24 Prozent).

Bei der Sonntagsfrage für den Bund sieht es aber auch finster für die Liberalen aus. Im „Stern“-RTL-Wahltrend stagniert die Partei bei 3 Prozent. Bei der Bundestagswahl im September hatte sie mit 4,8 Prozent der Stimmen erstmals seit 1949 den Sprung in den Bundestag verpasst. Behaupten kann sich die Union, der wie in der Vorwoche 42 Prozent der Wähler ihre Stimmen geben wollen. Die SPD bleibt mit 23 Prozent schwach. Für die Linke wollen sich unverändert 10 Prozent entscheiden. Die Grünen können sich um 1 Punkt auf 10 Prozent steigern.

Der AfD schaden interne Querelen in einigen Landesverbänden bislang nicht, sie liegt weiter bei 5 Prozent. Auf sonstige kleinere Parteien entfallen 7 Prozent (minus 1).

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8 Kommentare zu "Umfrage zur Brandenburg-Wahl: FDP steuert auf das nächste Debakel zu"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @drachenfeld
    So siehts wohl aus. Freiheit wissen offensichtlich nur die zu schätzen, die mal eine Weile mit ihrer Abwesenheit gelebt haben. Für die Nachkriegsgeneration scheint das keine Rolle mehr zu spielen bzw. man glaubt, es richtet sich schon irgendwie. Bei den anstehenden Veränderungen, die die Virtualisierung und Globalisierung mit sich bringen, ist aber eine liberale Stimme absolut notwendig. Bisher hat diese FDP hierzu leider keine Beiträge geleistet. Man muss wohl auf eine neue Stimme/Partei warten.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Ja, Fredi, und das wird so bleiben in Brandenburg (im Gegensatz zu Sachsen....)


  • Zitat : Der designierte FDP-Chef Lindner will seine Partei wieder aufrichten.

    - der abtrünnige Boy-Group - Überbleibsel kann diese Partei nur noch aufrichten, um ihr den Todesstoß zu verpassen !
    Solange in dieser Partei die Genscheristen ( EU-Träumer und realitätsfremde Greise ) das Sagen haben, wird es nichts mehr mit der FDP !

  • Naja, und wie hoch ist die Prozentzahl der Besserverdienenden, Hoteliers, Millionäre in Brandenburg? Viel kommt da an Stimmen nicht!

  • Eine Partei, die ihre Inhalte und die Bürgernähe verloren hat, braucht kein Mensch mehr. Der Ausverkauf der Demokratie und Freiheit und schlechtes Personal hat der FDP das Genick gebrochen. Man sollte sie ins Museum der Vergangenheit schicken.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • sorry, die kann ich nicht mehr waehlen!
    Lindner Tritt in die Fussstapfen von dem Spassvogel Westerwelle und laesst bei Zwischenschritten keine Fettnaepfchen aus, in das schon der Brueterle gelatscht ist.
    Politik und Parolen auf dem Niveau: das Klientel hat sich geaendert - fordert Qualitaetspolitik und wer kann immer noch nichts anderes liefern als Plattitueden und parolenartige Sprueche, die in die Werbepausen der Kinosaele der 60 letzten Jahrhunderts passen?
    Der Herr Partei-Fuehrer!
    Merke: Liberalitaet ist teuer und wer kann sich schon jeden Luxus leisten, insbesondere bei einer Ausduennung des Mittelstandes, der zu einem Mittellos-Stand mutiert?

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