Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Umstrittene Gaspipeline Merkel kritisiert US-Sanktionen gegen Nord Stream 2

Die geplanten US-Sanktionen gegen die umstrittene Gaspipeline entwickeln sich zur Belastung der deutsch-amerikanischen Beziehungen. Unternehmen rufen nach Lösungen.
18.12.2019 - 17:06 Uhr Kommentieren

Merkel will im Konflikt um Nord-Stream 2 nicht zurückweichen

Berlin Die geplanten US-Sanktionen gegen die Ostseepipeline Nord Stream 2 entwickeln sich zu einer Belastung für die deutsch-amerikanischen Beziehungen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte am Mittwoch im Bundestag, man müsse nun „sehr entschiedene Gespräche“ führen und deutlich machen, „dass wir diese Praxis nicht billigen“. Auch die deutsche Wirtschaft übte heftige Kritik.

Nach dem US-Repräsentantenhaus hatte am Dienstag auch der Senat mit großer Mehrheit für ein Gesetzespaket zum Verteidigungshaushalt (NDAA) gestimmt, in dem das Sanktionsgesetz enthalten war. US-Präsident Donald Trump hatte bereits vorab angekündigt, das Gesetzespaket zu unterzeichnen, sobald es auf seinen Schreibtisch kommt.

Die geplanten Sanktionen richten sich in erster Linie gegen die Unternehmen, die im Auftrag der Nord Stream 2 AG die Pipelinerohre in der Ostsee verlegen. Nach aktuellem Stand fehlen noch knapp 200 Kilometer der insgesamt 2400 Kilometer umfassenden Leitung, die aus zwei Strängen von je 1200 Kilometern besteht.

Die größte Lücke klafft noch südöstlich der dänischen Insel Bornholm. Die Nord Stream 2 AG hat erst Ende Oktober die Genehmigung der dänischen Energieverwaltung für den 147 Kilometer langen Abschnitt bei Bornholm erhalten.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Damit war der ursprüngliche Zeitplan nicht einzuhalten. Die Sanktionen könnten den Abschluss der Arbeiten nun weiter verzögern, weil Russland sich unter Umständen andere Spezialschiffe suchen muss, um die Leitungen am Boden der Ostsee zu verlegen.

    Russland sieht Verstoß gegen internationales Recht

    Auch die russische Regierung übte heftige Kritik. Die Sanktionen seien ein ideales Beispiel „gewissenloser Konkurrenz“ mit dem Ziel, Europa ein teureres Produkt anzudienen, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Gemeint ist verflüssigtes Erdgas (Liquefied Natural Gas, kurz LNG) aus den USA.

    Er warf den USA einen Verstoß gegen internationales Recht und eine „Ausweitung ihrer künstlichen Dominanz auf den europäischen Markt“ vor. Gleichwohl gab er sich optimistisch, dass die Pipeline fertiggestellt werden könne. „Wir gehen davon aus, dass das Vorhaben vollendet wird“, sagte er.

    Aus Sicht der deutschen Wirtschaft müssen Berlin und Brüssel gemeinsam nach Wegen suchen, europäische Unternehmen vor den Folgen extraterritorialer Sanktionen zu schützen. „Wir können extraterritoriale Sanktionen anderer Staaten nicht verhindern.

    Es ist jedoch möglich, ihre Auswirkungen abzumildern und so ihre Erfolgsaussichten zu reduzieren“, sagte Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des Maschinenbauerverbands VDMA. Dadurch würde die politische Hürde für ihren Einsatz höher liegen, als dies bisher der Fall sei. Deutschland als eines der größten Exportländer müsse in der EU die Initiative ergreifen.

    Mehr: Der Westen zerlegt sich in der Nord-Stream-2-Frage selbst, kommentiert unser Korrespondent Jens Münchrath.

    Startseite
    Mehr zu: Umstrittene Gaspipeline - Merkel kritisiert US-Sanktionen gegen Nord Stream 2
    0 Kommentare zu "Umstrittene Gaspipeline: Merkel kritisiert US-Sanktionen gegen Nord Stream 2 "

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%