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Umstrittener Auftritt in Köln „Erdogan-Visite für Polizei gewaltige Herausforderung“

Zum Auftritt des türkischen Ministerpräsident Erdogan in Köln sind Proteste angekündigt. Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft bezweifelt, dass die Veranstaltung friedlich abläuft - auf beiden Seiten.
22.05.2014 Update: 22.05.2014 - 08:45 Uhr 20 Kommentare
Umstrittener Türken-Premier: „Leider kann man nicht erwarten, dass Erdogan in Köln gemäßigt auftritt“, befürchtet die Deutsche Polizeigewerkschaft. Quelle: Reuters

Umstrittener Türken-Premier: „Leider kann man nicht erwarten, dass Erdogan in Köln gemäßigt auftritt“, befürchtet die Deutsche Polizeigewerkschaft.

(Foto: Reuters)

Berlin Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, befürchtet, dass die angekündigten Proteste gegen den Kölner Auftritt des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan nicht friedlich verlaufen.

„Trauer und Wut vieler Bürgerinnen und Bürger, türkische Staatsbürger genauso wie Deutsche, fokussieren sich auf den türkischen Regierungschef, der mit seiner instinktlosen und gefühlskalten Ansprache in Soma viele verletzt hat“, sagte Wendt Handelsblatt Online.

„Leider kann man nicht erwarten, dass Erdogan in Köln eine Kehrtwende vollzieht und gemäßigt auftritt, vielmehr muss man damit rechnen, dass er eher noch Öl ins Feuer gießt.“

Wenn Erdogan tatsächlich kommt, werde das die Polizei vor „gewaltige Herausforderungen“ stellen, sagte Wendt weiter. „Die Gegner des Besuchs sollen einerseits zu Wort kommen dürfen und ihre Ablehnung auch deutlich machen können.“ Gleichzeitig sei es polizeiliche Aufgabe, die Versammlung und auch den Redner zu schützen.

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    Gewalt „inakzeptabel“

    Wendt äußerte die Hoffnung, dass die einladende Union der Europäisch-Türkischen Demokraten bei dieser Gelegenheit Erdogan zeigt, was es bedeute, „unserer europäischen Wertegemeinschaft anzugehören“ und entsprechende Proteste organisiere. „Das würde ihrer Glaubwürdigkeit nutzen.“

    Alle übrigen Demonstranten müssten wissen, so Wendt weiter, dass die deutschen Gesetze zwar „weiten Raum für Proteste, Emotionen und Demonstrationen geben, Rechtsbrüche und Gewalt aber inakzeptabel sind“.

    Erdogan will am Samstag vor seinen Anhängern in Köln auftreten. Kritiker des türkischen Ministerpräsidenten haben aber zu einer Gegendemonstration aufgerufen, bei der mehr als 30.000 Teilnehmer erwartet werden.

    2008 hatte Erdogan in Köln für einen Eklat gesorgt. Er riet seinen Landsleuten, sich der deutschen Kultur nicht allzu sehr anzupassen. Assimilierung bezeichnete er damals als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Ihm wird jetzt vorgeworfen, er wolle seinen Auftritt vor Landsleuten in Köln möglicherweise zu Wahlkampfzwecken nutzen. Deutsche Politiker kritisierten Erdogan deshalb scharf und rieten ihm zur Absage des Besuchs.

    Merkel ermahnt Erdogan
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    20 Kommentare zu "Umstrittener Auftritt in Köln: „Erdogan-Visite für Polizei gewaltige Herausforderung“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • genau das habe ich vor

    • Ich meine, der kann ruhig nach Deutschland kommen und sprechen - wenn Frau Dr. Merkel auch in der Türkei zu Auslandsdeutschen reden darf.

    • JA !!!

    • Ich saß schon vor 20 Jahren mit Geschäftspartnern in Istanbul am Mittagstisch, wo mir vom zukünftigen Großtürkischen Reich vorgeschwärmt wurde. Will die EU sich wirklich der Türkei angliedern und die Verhandlungen fortführen?

    • Bei den Äußerungen der Polizeigewerkschaft und Politikern zum Erdoganbesuch kann es sich nur um nicht erfüllbare Wunschträume handeln, denn der im realen Leben stehende Bürger kann sich mit Recht keinen friedlichen Verlauf der „Veranstaltung“ vorstellen wenn der türkische Mop, ob pro oder kontra Erdogen auf einander trifft.

      Der Vergleich Erdogan - Gauck ist total daneben, denn Gauck war auf Staatsbesuch und Erdogen so viel ich weiß auf Privatbesuch und, auch wenn er es abstreitet auf Wahlkampftour in Deutschland also nicht vergleichbar. Somit hat er auch kein Recht sich zu deutscher Politik oder Verhältnisse zu äußern. Schäden, ob Gesundheits- oder Sachschäden MÜSSEN der Türkei oder Erdogan persönlich in Rechnung gestellt werden, da Privataufenthalt oder begleicht der Steuerzahler in Zukunft alle, von wem auch immer angerichtete Schäden.

      Warum wird dem wieder eine Bühne geboten, wissend das er einen ähnlichen „Anlaß“ schon mal mißbraucht hat.

      Beschwichtigungsaufrufe von wem auch immer gehen ihm eh so am A..... vorbei.

    • Warum müssen wir uns das antun? Warum muß die deutsche Polizei dieses Despoten schützen nur weil er in Deutschland Wahlkampf machen will? Unsere Polizei hat wahrlichen anderes zu tun. Die Mehrheit der deutsche bevölkerung möchten diesen Undemokrat nicht im Lande haben. Das Ganze ist ein Unding und hat nichts mit Demokratie zu tun. Erdogan ist in den Augen unserer Bevölkerung eine unerwüschte Person und es zeigt wie handlungsunfägigkeit unserer Regierung ist.

    • Ich stimme zu. Der Auftritt von Erdogan wird die AfD Stärken am Sonntag. Daran hat aber Frau Merkel einen großen Teil Mitschuld, wenn die Veranstaltung in Gewalt endet. Die Bürger müssten doch bald einmal wirklich auf die Straße gegen. Denn wählen alleine, hilft anscheinend nicht.

    • "Das einzig Sinnvolle, was noch bleibt, ist, entsprechend zu wählen, egal, ob für Kommunen, Landtag, Bundestag oder eben "Europawahl"."Zitat
      Dann sind Sie ja ein von Hoffnung und Zuversicht ganz und gar durchdrungener Mensch.Wenigstens für meine Begriffe.
      "Wenn Wahlen etwas änderten,wären sie verboten."R.Luxemburg

    • @Wolfsfreund

      Kann man verstehen, ich habe auch einige Zeit überlegt ob es nach der Abschaffung der Möglichkeit des anonymen Kommentierens im HB noch sinnvoll ( und "sinnvoll" ist hier in mancherlei Bedeutung zu nehmen) ist sich hier weiter zu äußern. Schließlich läüft die Kommentierung über US-Server einer kalifornischen Firma u.s.w.

      Allerdings macht es einen Unterschied ob man ein "Wolf" im Schafspelz oder ein "Schaf" im Wolffell ist.

      Und etwas Spaß will man natürlich auch haben !!!!

    • "Oder meinen Sie, dass "Mutti" sich von Ihrer oder meiner Meinung beeindrucken läßt? "
      ---
      Die völlig abgehobene Berliner Politkamarilla interessiert es einen Dreck, was der deutsche Bürger denkt. Die haben (bezogen auf die Auswirkungen) nur ein Ziel: Deutschland abzuschaffen und auszuplündern resp. ausplündern zu lassen, alles zugunsten der EUdSSR resp. des Club Med.
      Im Grund ist auch sinnlos und Zeitverschwendung, hier seine Meinung zu äußern. Man läßt zwar, wenn man sich zu sehr geärgert hat, Dampf ab, aber geschehen wird nichts. Machen wir uns da doch nichts vor!
      Wenn man zu deutlich wird und die Mißstände und ihre Auslöser richtig beim Namen nennt, dann wird eh politisch korrekt zensiert.
      Dieses Land hat in vieler Hinsicht fertig und ich werde mal überdenken, mich hier überhaupt noch zu äußern. Es bringt de facto nichts und man macht sich nur wegen seiner abweichenden Meinung zum Ziel des Staates.
      Das einzig Sinnvolle, was noch bleibt, ist, entsprechend zu wählen, egal, ob für Kommunen, Landtag, Bundestag oder eben "Europawahl".

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