Bargeld in Höhe von 300 Millionen Euro soll von deutschem Boden in den Iran gebracht werden. Die Bundesregierung steckt in einem Dilemma.

Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Ich habe den Eindruck, dass Politik die Kunst ist, alles und jedes Problem möglichst so kompliziert darzustellen, auch wenn es eigentlich gesetzlich (national und international) schon längst geregelt ist.
    Dem Iran gehört das Geld! Wenn der überlange Arm der US-Administration offensichtlich eine normale Überweisung verhindert, dann ist doch eine Bar-Auszahlung nichts Verwerfliches. Sogar die AGBs unserer Deutschen Bundesbank wird so zurecht gebogen, dass das eigentlich eindeutige Recht des Iran nachträglich fraglich gemacht wird.
    Was für eine Welt ist das geworden?
    Die Einstellung der iranischen Mullahs kennen wir, seit dem der Westen den Schah hat fallen gelassen. Er war zwar nicht gerade ein Vorzeigedemokrat - aber wer ist das in der heutigen Zeit schon, wenn wir selbst in unserem Land nicht dafür sorgen, dass Staatsverträge hin und her gebogen werden und das natürlich so sein muss.
    Der Westen hat in den letzten Jahrzehnten die Welt nicht sicherer gemacht (siehe geplante Destabilisierung Iran, Irak, Jemen, Libyen, etc.)
    Unsere (westliche) Art der Problemlösungen - international gesehen - glänzt nicht durch eine erfolgreiche Performance. So geht nicht Demokratie.

    Der Vorwurf der möglichen Terrorfinanzierung durch den Iran ist saudumm - Amerika finanziert ebenfalls Terroristen, wenn es in deren Interesse liegt oder belügt die Weltöffentlichkeit als Vorwand dafür, einen Krieg gegen den Irak beginnen zu können.

    Also - was soll das ganze scheinheilige und verlogene Getue.
    Wir sollten unsere Grundsätze und den gesunden Menschenverstand walten lassen und den Mut haben, diese zu vertreten - ohne wenn und aber.

    Peter Michael


  • Allmählich nervt mich das amerikanische Verhalten. Was ist mit diesem Land los? Früher einmal der Verkünder von Freiheit und Demokratie. Heute ein räuberischer Staat, der auf Kosten anderer Länder in Wohlstand lebt und Anspruch auf die weltweiten Ressourcen erhebt. Statt Frieden wird neuerdings Unruhe gestiftet, der Dollar (80% des Welthandels wird in Dollar abgewickelt; der EURO ist die Feindwährung Nr.1) als Erpressungsmittel eingesetzt, Russland systematisch verteufelt und vormals Alliierte wie kleine Kinder gemaßregelt. Was bildet sich die amerikanische Regierung eigentlich ein, wer sie sind? Es wird Zeit, dass die EU, Russland, China und Japan die Karten in der Weltpolitik neu mischen.

  • Alleine die diskussion über die Auszahlung iranischen Geldes zeigt doch dass alle Staaten nur Räuberbanden sind. Hier wird Recht aufgrund schwachsinniger Trumpscher US-Vorgaben gebrochen.
    Recht steht über allen anderen Interessen.

Mehr zu: Umstrittener Bargeldtransfer - 300 Millionen Euro an den Iran – Bundesregierung sieht bisher keinen Grund, den Transfer zu stoppen

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%