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Umstrittenes Bauprojekt „Stuttgart 21“ droht zum Finanzierungsskandal zu werden

Erst protestierten die Bürger. Nun wirft das Verkehrsministerium der Deutschen Bahn vor, Kostenrisiken bei „Stuttgart 21“ verschwiegen zu haben - die Bahn wehrt sich gegen die Vorwürfe.
14.07.2011 - 18:13 Uhr 6 Kommentare
„Stuttgart 21“ droht zum Finanzierungsskandal zu werden. Quelle: dpa

„Stuttgart 21“ droht zum Finanzierungsskandal zu werden.

(Foto: dpa)

Stuttgart Das Bahnprojekt „Stuttgart 21“ droht zum Finanzierungsskandal zu werden. Das Verkehrsministerium warf der Bahn vor, Kostenrisiken bei „Stuttgart 21“ verschwiegen zu haben. Der Ministerialdirektor im baden-württembergischen Verkehrsministerium, Hartmut Bäumer, zitierte am Donnerstag in Stuttgart aus Akten, die dies belegen sollten. Aus den Papiere geht zugleich hervor, dass die frühere schwarz-gelbe Landesregierung noch kurz vor der letzten Möglichkeit, aus dem Finanzierungsvertrag auszusteigen, an den Zahlen der Bahn zweifelte. Trotzdem hielt die damalige Regierung von Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) an dem Projekt fest.

Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hatte nachprüfen lassen, zu welchem Zeitpunkt das Ministerium über Kostensteigerungen informiert gewesen war. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet, die Bahn habe dem Bundestag milliardenschwere Mehrkosten für den Bau der Neubaustrecke zwischen Wendlingen und Ulm verschwiegen. Die Gesamtkosten für das Projekt - Tiefbahnhof in Stuttgart sowie die Neubaustrecke - werden bisher auf insgesamt 6,9 Milliarden Euro berechnet, die von Bund, Land und der Bahn finanziert werden.

Die Bahn wehrte sich am Donnerstag gegen die Vorwürfe und beteuerte, sie habe kontinuierlich über die Kosten des Projekts informiert. Gutachter hätten während der Schlichtung die Plausibilität der Kostenrechnungen bestätigt. Mit den Verlautbarungen wolle das Ministerium mit höchstfragwürdigen Methoden dem Projekt schaden.

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    Angeblich lieferte die Bahn nicht alle Fakten
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    6 Kommentare zu "Umstrittenes Bauprojekt: „Stuttgart 21“ droht zum Finanzierungsskandal zu werden"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Das sind doch alles nur Peanuts gegen die fast 400 Mrd Euro schweren Garantien, welche Merkel zu Gunsten der PIIGS abgegeben hat.

      Wann endlich protestieren die Bürger mal dagegen?

    • Die Wahrheit kommt heraus

      Ob es nun 4,1 Milliarden oder 4,5 oder 5 sind, die Zukunft wird es zeigen. Bei all der Verwirrung um die wahren Zahlen hilft nur eines: Nicht S21 bauen. Nur dann gibt es keine böse Überraschung von einer Kostenexplosion.
      Der weitere Betrieb des alten Bahnhofs gibt es nicht für umsonst. Und die Bahnstrecke nach Ulm kann man bestimmt auch mit dem alten Bahnhof zusammen bauen. Die Frage ist nur: Wer will die risikoarme Variante?

    • Respekt, brillante Analyse

    • S21, Euro-Disaster, U-Bahn Karlsruhe oder Elbphilharmonie, sind Ausdruck der narzistischen Psyche der so genannten Eliten. Turmbau zu Babel ohne Rücksicht auf Verluste.

    • Das ist ja eine Sensationsmeldung!

      Die Bahn braucht für dieses Projekt also keine 10 Mrd. € oder gar 15 Mrd. €, sondern lediglich 7 Mrd. € (bei zuvor geschätzten 4,1 Mrd. €)!

      Wenn es irgendwo möglich sein sollte, eine Wette abzuschließen, dass es mehr als 10 Mrd. € werden, dann ist es ja leicht verdientes Geld - ich bin dabei.

      Da es sicht bei diesem Projekt um lupenreine Vetternwirtschaft handelt, ist hier alles möglich.
      Es ist sogar möglich, dass es über 10 Mrd. € kostet und trotzdem niemals zu ende gebaut wird.

      Letzteres Szenario wäre doch auch mal eine Wette wert!
      Eine gewagte Wette. Aber durchaus im Bereich des möglichen, wenn man bedenkt, von welchen korrupten, verlogenen und unfähigen Nullen die Deutsche Bahn geführt wird bzw. wenn man sich den Naz* Mappus mal so genauer anschaut!



      Ach so - falls es einem noch nicht klar sein sollte woher denn die 10 Milliarden € herkommen sollen, hier die Auflösung:

      VON UNS!

      Also:

      nicht vom fetten Mappus
      nicht vom dem "1938 angehauchten" Grube (das Schrecken steckt bereits in seinem Namen)
      nicht etwa von der FDP (die uns immer belasten ähhh entlasten will)
      schon gar nicht von der CDU

    • S21 ist viel zu teuer und bringt zuwenig Vorteile.
      Eigentlich hat S21 nur Nachteile. Statt bisher 16 stehen nurmehr 4 Bahnsteige zur Verfügung. Barrierefreie Zugänge = Fehlanzeige.
      Dann die Risiken: Mineralwasser, Gipskeuper, Verkarstung auf der Schwäbischen Alb, Tunnelstrecken ohne Löschwasser etc. pp.
      Fazit kein Mernsch braucht S21

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