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Umweltschützer Aktivisten wollen gegen erneute Räumung des Hambacher Forsts angehen

Im Hambacher Forst sollen erneut Baumhäuser geräumt werden. Umweltschützer haben bereits Widerstand angekündigt.
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Bei einer Begehung des Waldes seien am Mittwoch 49 neu gebaute Baumhäuser festgestellt worden, so die Polizei. Quelle: dpa
Hambacher Forst

Bei einer Begehung des Waldes seien am Mittwoch 49 neu gebaute Baumhäuser festgestellt worden, so die Polizei.

(Foto: dpa)

KerpenUmweltschützer haben Widerstand gegen die geplante neue Räumung von Baumhäusern im Hambacher Forst angekündigt. Bei der vorangegangenen Räumung in dem Wald am Braunkohle-Tagebau Hambach in Nordrhein-Westfalen seien viele Bäume gefällt und dem Wald sei großer Schaden zugefügt worden, teilte die Sprecherin der Aktion Unterholz, Anna Schönberg, am Mittwoch mit.

„Wir planen daher erneut Aktionen des zivilen Ungehorsams, um das Vorhaben zu unterbinden“, kündigte sie an. Das Düsseldorfer Bauministerium hatte die Stadt Kerpen und den Kreis Düren aus Sicherheitsgründen zur Räumung der Baumhäuser von Braunkohlegegnern verpflichtet.

Die Polizei rechnet mit einem kleineren Einsatz als bei der großen Räumung im vergangenen Herbst. Bei einer Begehung des Waldes seien am Mittwoch 49 neu gebaute Baumhäuser festgestellt worden, sagte Polizeisprecher Paul Kemen. Im Herbst waren 86 illegale Baumhäuser in einem der größten Polizeieinsätze Nordrhein-Westfalens geräumt worden.

Schönberg warf der Landesregierung vor, mit der Anordnung zur Räumung die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster zu missachten, wonach bis zur abschließenden Klärung in dem juristischen Streit über die Rodung keine Fakten geschaffen werden dürften.

Das Bauministerium sieht die Rechtmäßigkeit gegeben und verwies dazu auf ein weiteres Urteil des Oberverwaltungsgerichts vom September.

Die Richter hatten damals einen Stopp der Baumhaus-Räumung abgelehnt: Die Baumhäuser böten Rückzugs- und Aufenthaltsorte für gewaltbereite Waldbesetzer, die für die Polizei nur unter erheblicher Gefahr zugänglich seien. Schon deshalb überwiege das öffentliche Interesse an der Räumung.

Der Energiekonzern RWE will rund 100 Hektar Wald für den Tagebau roden. Klimaaktivisten versuchen, dies zu verhindern – der Wald ist zu einem Symbol für ihren Widerstand gegen die Braunkohleverstromung geworden.

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  • dpa
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