Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

UN-Mission Bundestag verlängert gefährlichen Mali-Einsatz der Bundeswehr

Die UN-Mission zur Stabilisierung von Mali ist der größte Auslandseinsatz der Truppe. Künftig sollen noch mehr deutsche Soldaten präsent sein.
26.04.2018 Update: 26.04.2018 - 19:56 Uhr 1 Kommentar
Der Einsatz im westafrikanischen Land soll verlängert werden. Quelle: dpa
Bundeswehreinsatz in Mali

Der Einsatz im westafrikanischen Land soll verlängert werden.

(Foto: dpa)

Berlin Die Bundeswehr beteiligt sich ein weiteres Jahr an der UN-Mission „Minusma“ im westafrikanischen Mali. Der Bundestag verlängerte am Donnerstag das Mandat für den derzeit größten und gefährlichsten Auslandseinsatz der Bundeswehr und beschloss gleichzeitig dessen Ausweitung: Statt maximal 1000 können künftig bis zu 1100 deutsche Soldaten nach Mali entsandt werden. Sie sollen zur Stabilisierung des Krisenstaates beitragen.

Seit 2013 ist die Bundeswehr in Mali in den internationalen Einsatz zur Überwachung des Friedensabkommens eingebunden. Der Norden des Landes war nach einem Militärputsch vorübergehend in die Hände islamistischer Rebellengruppen gefallen. Sie konnten erst nach einer Intervention französischer Streitkräfte zurückgedrängt werden. Zu „Minusma“ gehören derzeit rund 13.000 Soldaten aus aller Welt. Mehr als 150 Blauhelm-Soldaten kamen bereits bei dem Einsatz ums Leben, darunter auch zwei Hubschrauberpiloten der Bundeswehr.

Trotzdem gab es im Bundestag eine große Mehrheit für die Verlängerung des Mandats: Neben der großen Koalition stimmten auch FDP und Grüne dafür. Widerstand kam von der Linken und der AfD. Der AfD-Abgeordnete Jan Nolte beklagte, es gebe weder ein klares Konzept noch ein nationales Interesse an dem Einsatz.

Der CDU-Abgeordnete Paul Ziemiak sagte hingegen, der Einsatz sei notwendig, um den Menschen in Mali eine Friedensperspektive zu geben. „Wer dagegen stimmt, der soll sich später nicht beschweren, dass Menschen sich auf den Weg auf der Suche nach einer friedlichen Zukunft nach Europa machen.“

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    In Mali beteiligt sich die Bundeswehr auch an der internationalen EUTM-Mission zur Ausbildung einheimischer Soldaten. Dieses Mandat sollte der Bundestag im Laufe des Abends ebenfalls verlängern.

    Auch vor der Küste Somalias geht die Bundeswehr weiterhin gegen Piraten vor. Der Bundestag verlängerte am Donnerstagabend die deutsche Beteiligung an der internationalen „Atalanta“-Mission um ein weiteres Jahr. Das Mandat sieht eine Obergrenze von 600 deutschen Soldaten vor. Derzeit ist die Bundeswehr mit etwa 80 Einsatzkräften vor Ort. Seit Beginn des Mission vor zehn Jahren ist die Zahl der Piratenangriffe vor der ostafrikanischen Küste deutlich zurückgegangen.

    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: UN-Mission - Bundestag verlängert gefährlichen Mali-Einsatz der Bundeswehr
    1 Kommentar zu "UN-Mission: Bundestag verlängert gefährlichen Mali-Einsatz der Bundeswehr"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Mali, so weit weg, Adolf würde vor Neid, im OKW, platzen.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%