Unfallszenario Bund will nuklearen Notfallschutz verbessern

Experten haben Mängel bei Notfallkonzepten für nukleare Zwischenfälle festgestellt. Insbesondere die grenzübergreifende Zusammenarbeit müsse verbessert werden. Die Bundesregierung will die Konzepte nun prüfen.
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Das belgische Kernkraftwerk gilt als besonders störanfällig. Quelle: dpa
Atomkraftwerk Tihange

Das belgische Kernkraftwerk gilt als besonders störanfällig.

(Foto: dpa)

Den Haag/BerlinNach einer Rüge niederländischer Experten will die Bundesregierung mögliche Verbesserungen beim Notfallschutz nach einem nuklearen Unfall prüfen. Das Bundesumweltministerium dränge seit Jahren darauf, die Planungen in Europa besser anzugleichen, teilte das Ministerium in Berlin am Mittwoch mit. Zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit gebe es einen guten Austausch mit den Nachbarländern. Trotz des bevorstehenden Atomausstiegs bleibe der radiologische Notfallschutz für die deutschen Behörden eine wichtige Aufgabe.

Der niederländische Untersuchungsrat für Sicherheit hatte in einer Studie angemahnt, die Niederlande, Deutschland und Belgien müssten ihre Zusammenarbeit für den Fall eines Reaktorunfalls verbessern. Die Länder müssten ihre Katastrophenpläne besser abstimmen. Anlass der Studie war die große Unruhe über schwere Sicherheitsmängel bei den belgischen Kernkraftwerken Tihange nahe Aachen und Doel bei Antwerpen.

  • dpa
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