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Union FDP bleibt nach CDU-Abgrenzung von AfD skeptisch

FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg ist noch nicht von der Haltung der CDU zur AfD überzeugt. Die eigentliche Nagelprobe stehe der Union noch bevor.
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FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg sieht Gedankenspiele aus einigen CDU-Landesverbänden kritisch. Quelle: dpa
Linda Teuteberg

FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg sieht Gedankenspiele aus einigen CDU-Landesverbänden kritisch.

(Foto: dpa)

BerlinDie FDP bewertet die demonstrative Abgrenzung der CDU-Führung um ihre Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer von der AfD noch kritisch. „Ich nehme ihr erstmal ab, dass sie das so sieht“, sagte FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg der Deutschen Presse-Agentur. „Die Frage ist, ob sie die Autorität hat, das in der Union durchzusetzen – bei den Gedankenspielen, die man da aus einigen Landesverbänden hört.“

„Die eigentliche Nagelprobe kommt, wenn die AfD in einem Bundesland stärkste Partei werden sollte und der Union anbietet, den Ministerpräsidenten zu stellen. Dann wird sich zeigen, wie sehr das Wort der Parteivorsitzenden gilt.“ Für die FDP sei mit der AfD keine Koalition denkbar. „Die Union muss jetzt unter Beweis stellen, dass das bei ihr auch gilt“, sagte Teuteberg.

Kramp-Karrenbauer hatte am Sonntagabend in der Sendung „Anne Will“ deutlich gemacht, dass sie einer möglichen Zusammenarbeit mit der AfD einen Riegel vorschieben will. Sie wolle die Spitzengremien ihrer Partei bitten, ihr Prokura zu geben, um mit den Justiziaren der Bundespartei und der Landesverbände jedes Mittel zu prüfen mit dem Ziel, eine Zusammenarbeit oder Annäherung an die AfD zu verhindern.

Nach Beratungen der CDU-Spitze am Montag erklärte CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak: „Die CDU lehnt jede Koalition und ähnliche Formen der Zusammenarbeit mit der AfD ab. Punkt.“

Die FDP will diese Frage laut Teuteberg aber nicht bei den kommenden Landtagswahlkämpfen in Ostdeutschland zum Thema machen. Die Bürger hätten zwar ein Recht zu wissen, wie man zu dieser Frage stehe. „Wir sollten uns aber auf die inhaltliche Auseinandersetzung konzentrieren, damit die Bürger erkennen, welches Profil welche Partei hat. Wir sollten uns nicht ständig an der AfD messen und abarbeiten. Damit machen wir sie sonst wichtiger, als sie ist.“

Mehr: Die CDU-Führung stellt sich hinter Kramp-Karrenbauer. Die verzichtet darauf, einen umstrittenen Vertrauten zum Geschäftsführer zu bestellen.

  • dpa
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