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Union fürchtet Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen CDU und CSU beschwören Harmonie

Angesichts anhaltender Querellen und sinkender Umfragewerte haben CDU und CSU erneut ihre Gemeinsamkeiten beschworen. Auch Übeltäter Glos gelobte Besserung.

HB BERLIN. «Die Menschen interessiert nur, was wir ihnen als Alternativen auf den Weg geben können, alles andere interessiert nicht», sagte CDU-Chefin Angela Merkel zum Auftakt der CDU-Vorstandsklausur am Freitagabend in Kiel und spielte damit auf die anhaltende Beschäftigung der Unionsparteien mit sich selbst an. Nordrhein-Westfalens CDU-Spitzenkandidat Jürgen Rüttgers schlug in die gleiche Kerbe: «Weder hier noch irgendwo anders wird jemand Gesundheits- oder Verkehrsminister, wenn wir nicht in NRW die Wahlen gewinnen», warnte er bei einem Besuch bei der CSU-Klausur in Wildbad Kreuth.

Die Union fürchtet wegen des anhaltenden Streits zwischen den Schwesterparteien um ihre Siegchancen bei den bevorstehenden Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Gleich zu Beginn des neuen Jahres hatte CSU-Landesgruppenchef Glos durch Kritik am Führungsstil Merkels für Unruhe gesorgt. Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) griff Glos deswegen an und bezeichnete die Äußerungen als «ungeschickte Anmerkungen aus dem Süden». CDU-Präsidiumsmitglied Karl-Josef Laumann sagte: «Wir brauchen keine Ratschläge aus Bayern.»

Glos selbst bemühte sich in Kreuth um Entspannung. «Meine Zusammenarbeit mit Angela Merkel ist vertrauensvoll und wir können uns aufeinander verlassen», beteuerte er. «Wir ziehen an einem Strang.»

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