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Unions-Kanzlerkandidat „Systemischer Rivale, aber auch Partner“: Laschet warnt vor kaltem Krieg mit China

Armin Laschet sieht Peking als Wettbewerber, mahnt die westlichen Staaten aber zur Kooperation mit dem Land. Auch im Umgang mit Moskau plädiert der CDU-Chef für Deeskalation.
21.06.2021 - 07:26 Uhr Kommentieren
Der CDU-Chef warnt vor einem kalten Krieg mit China. Quelle: dpa
Armin Laschet

Der CDU-Chef warnt vor einem kalten Krieg mit China.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Während der Gipfel von G7 und Nato in der vergangenen Woche war der Umgang mit China eines der Hauptthemen. Vor allem US-Präsident Joe Biden forderte von Europas Staaten einen härteren Kurs gegenüber Peking. Im Interview mit der „Financial Times“ (FT) hat CDU-Chef Armin Laschet nun vor einem kalten Krieg mit der zweitgrößten Volkswirtschaft gewarnt.

„Die Frage ist, wenn wir darüber reden, China auszugrenzen: Wird dies zu einem neuen Konflikt führen? Brauchen wir einen neuen Gegner?“ Die europäischen Antworten auf diese Fragen seien während der Gipfel zurückhaltend ausgefallen, so der Kanzlerkandidat der Union. „China ist ein Wettbewerber und ein systemischer Rivale, es hat ein anderes Gesellschaftsmodell, aber zugleich ist China auch ein Partner, insbesondere in der Bekämpfung des Klimawandels“, sagte Laschet.

Die Frage, ob er der Ansicht sei, dass Biden Europa in einen neuen kalten Krieg hineinziehen wolle, verneinte der CDU-Chef. Es sei richtig, Peking als eine der größten Herausforderungen des Westens anzusehen – vor allem im Technologiebereich – und daher die Zusammenarbeit des Westens zu stärken. Die Staaten sollten jedoch im geopolitischen Konflikt nicht in die Mentalität eines kalten Krieges verfallen, warnte Laschet.

Nichtsdestotrotz werde er im Umgang mit der Volksrepublik seine Standpunkte klarmachen: „Ich würde versuchen, wo immer es möglich ist, die Beziehungen zu fördern, aber gleichzeitig deutlich machen, was wir von China erwarten: dass es Gegenseitigkeit und Multilateralismus akzeptiert und Menschenrechte respektiert.“

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    Auch im Umgang mit Russland setzt der NRW-Ministerpräsident auf Deeskalation. Der Westen müsse versuchen, eine vernünftige Beziehung zu Moskau aufzubauen. „Russland zu ignorieren hat bisher weder uns noch den USA etwas gebracht“, sagte der CDU-Politiker mit Blick auf das Treffen von US-Präsident Biden und Kremlchef Wladimir Putin in Genf in der vergangenen Woche.

    Zugleich betonte Laschet, Deutschland schrecke aber auch nicht davor zurück, kritische Themen zu platzieren. „Aber ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich zu Verbesserungen führt, wenn man in der Öffentlichkeit laut und aggressiv über die Menschenrechtslage eines Landes spricht.“ Oft sei es hilfreicher, über solche Themen in privaten Gesprächen mit dem Regierungschef des jeweiligen Landes zu reden, so der CDU-Vorsitzende.

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