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Unionspolitiker für Zwangsschlichtung Lufthansa-Tarifkonflikt sorgt für Streit in der CDU

Die Lufthansa-Piloten streiken erneut, und ein Ende in dem Tarifkonflikt ist nicht in Sicht. Solche Fälle will man in der CDU mit einer Zwangsschlichtung verhindern. Doch in den eigenen Reihen regt sich Widerstand.
29.11.2016 - 12:48 Uhr 7 Kommentare
Die Tarifauseinandersetzung zwischen der Lufthansa und ihren Piloten zieht sich seit April 2014 hin. Quelle: Reuters
Lufthansa-Pilot im Ausstand

Die Tarifauseinandersetzung zwischen der Lufthansa und ihren Piloten zieht sich seit April 2014 hin.

(Foto: Reuters)

Berlin In der CDU ist ein Streit über Konsequenzen aus dem Lufthansa-Tarifkonflikt entbrannt. Auslöser ist die vom CDU-Wirtschaftsflügel geforderte Zwangsschlichtung. Der Bundesvize der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian Bäumler, wandte sich gegen entsprechende Überlegungen von Unions-Fraktionsvize Michael Fuchs (CDU).

„Eine Zwangsschlichtung wäre ein massiver Eingriff in die verfassungsrechtlich geschützte Tarifautonomie und würde vor den Gerichten nicht halten“, sagte Bäumler dem Handelsblatt. Auch wenn der aktuelle Pilotenstreik für Außenstehende schwer nachvollziehbar sei, „sollte die Politik hier außen vor bleiben“, betonte der CDA-Vize. Fuchs hatte angesichts der neuerlichen Piloten-Streiks bei der Lufthansa kürzlich erklärt, dass nun „dringend die Möglichkeit zur Zwangsschlichtung“ nötig sei.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) sei nun „gefordert, endlich entsprechend zu handeln“, hatte der CDU-Wirtschaftspolitiker der „Bild“-Zeitung gesagt. Er verurteilte den Streik der Lufthansa-Piloten: „Es kann nicht sein, dass ein paar Piloten immer wieder Hunderttausende in Geiselhaft nehmen“, so Fuchs.

Doch ein Ende des Pilotenstreiks ist nicht absehbar. Im Gegenteil, Reisende der Lufthansa müssen an diesem Dienstag und am morgigen Mittwoch erneut mit hunderten Flugausfällen rechnen. Wegen des Streiks fielen allein am Dienstag 816 Kurzstreckenflüge aus, sagte ein Lufthansa-Sprecher. Betroffen seien rund 82.000 Fluggäste. Die Flugzeugführer der größten deutschen Airline lassen die Arbeit seit Mitternacht wieder ruhen.

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    Am Mittwoch sollen zusätzlich zu den Deutschland- und Europaflügen auch die Langstreckenjets am Boden bleiben. Insgesamt würden an beiden Tagen zusammen 1700 Flüge gestrichen. Hinter dem Streik steht die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit, die die Lufthansa bereits von Mittwoch bis Samstag größtenteils lahmgelegt hatte.

    Die Tarifauseinandersetzung zieht sich seit April 2014 hin. Die Arbeitnehmervertretung fordert für 5400 Lufthansa-Piloten 3,7 Prozent mehr Geld im Jahr - einschließlich Nachzahlungen für vier Jahre. Die Lufthansa bietet 0,7 Prozent über eine Laufzeit von gut sechs Jahren. Darüber hinaus geht es in dem Clinch um die Alters- und Vorruhestandsversorgung der Flugzeugführer und den Ausbau des konzerneigenen Billigfliegers Eurowings. Die Fronten sind vollkommen verhärtet.

    Wie viel Ausfall kann sich die Airline noch leisten?

    Piloten knüpfen Schlichtung an Bedingungen
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    7 Kommentare zu "Unionspolitiker für Zwangsschlichtung: Lufthansa-Tarifkonflikt sorgt für Streit in der CDU"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Versorgungsmodell Politiker und Verwaltung?
      Ich wüsste nicht wie das geändert werden sollte, die haben doch eine noch nie dagewesen Selbstbedienungs-Mentalität entwickelt, dem kann so kein Riegel vorgeschoben werden.

      Lammert:
      Reduzierung der Abgeordneten im Bundestag, is weg vom Tisch !

      Gespräch:
      Ansage Regierungsbeamter im Baureferat:
      "Glaubst Du, wenn ich im Leben was arbeiten hätte wollen, wäre ich zum Staat gegangen ?"

      Selbst große Unternehmen, lassen einen Unternehmensberater kommen in kritischen Zeiten, der den Laden durchkehrt.

      Mir ist nicht bekannt, das der Wasserkopf sich jemals so einer Herausforderung gestellt hat.
      Müssten sofort 70% Hatz IV empfangen, da sie anderweitig nicht verwendbar wären !!!

    • @Harry
      ich sehe das identisch !

      Das Problem ist, dass der Konkurrenzdruck der Billigflieger so groß geworden ist, dass der Streik sinnlos geworden ist.

      Immer größere Flugzeuge! braucht man weniger Piloten.
      Mit einer Piloten-Ausbildung ist der Arbeitsmarkt ziemlich beschränkt.

      Wer sitzt am längeren Hebel?!.

      Einheitsgewerkschaften, deren Vorsitzende mit den Aufsichtsräten gemeinsame Sache machen!

      Leistung und Verantwortung wird von der Zentrale nicht honoriert, da geht 's ausschließlich um Margen.

      Mittel u. Kurzstecke sind ein Verlustgeschäft.
      Langstrecke fliegen die Low-Level Urlaubsbomber.

      Politiker?
      Was kümmert 's die, haben eigene Flugbereitschaft oder lassen mal schnell die Bundeswehr einschweben, wenn 's ein Sprung nach Berlin geht.

      Selbst den Audi- und VW Vorständen, hat man den Zahn gezogen, dass zu Besprechungen bisl rum gejettet wird.

      Is wenigsten Ruhe über meinem Office :-)

    • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

      @ Herr Hoffmann

      ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
      Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

      @Porters

      VIELEN DANK Herr Porters,
      es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
      Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
      Schön das Sie das zu schätzen wissen.

      Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
      Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke....

      ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
      Danke

    • So wie ich die LH-Piloten verstehe, gehts denen nicht ums Geld, sondern es geht darum, den Ausbau eines „Niedriglohnsektors“ der Konzernführung zu unterbinden.
      Sozusagen eine Zweiklassen-Gesellschaft. Angestellte Piloten bei der Eurowings fliegen außerhalb des Konzerntarifvertrags (KTV) der LH-Piloten, für viel weniger an Geld.
      Ist doch klar, dass dann die Konzernführung um Carsten Spohr immer mehr auf die Eurowings umlegt und bei der LH einspart. Ich binb kein Insider, aber das sollte man doch durchschauen, um was es geht! Es geht um eine Untergrabung des Konzerntarikvertrags, den die LH in der Vergangenheit mit ihren Piloten abschloss. Es ist jetzt die Frage wer sich am Ende durchsetzt, der LH-Vorstand in Person von Spohr oder eben die Piloten, die ihren KTV verteidigen. Ich finde es echt mies von den Medien, hier nicht mal die tatsächlichen Gründe für den „Streik“ darzustellen. Esy geht nicht ums Geld, es geht um den Konzerntarifvertrag und dessen Schleifung!

    • Gleiches im Spitzenmanagement, bei der Lufthansa erhöhten sich die Vorstandsbezügen zwischen 2001 und 2002 um sage und schreibe 100%!

    • Wir leben in einem kapitalistischen System und in einem solchen endet die Spirale erst, wenn ein Einzelner hinter seiner goldenen Burgmauer ALLES hat und die draußen im Graben im Dreck NICHTS.
      Das Beamtentum ist nicht mehr zeitgemäß, auch die Entlohnung und „Versorgung“ der Politiker und des Bundespräsidenten sind nicht mehr zeitgemäß. Da traut sich aber niemand ran, deren Versorgungsmodelle in Frage zu stellen.
      Seit Euroeinführung stiegen die Diäten unserer Volksvertreter um 27%, die steuerfreie Kostenpauschale um knapp 22%.
      Dazu noch die ganzen Zusatzboni wie Bahncard, kostenlose Flüge usw.
      Gleiches im Spitzenmanagement, bei der Lufthansa erhöhten sich die Bezügen von 2001 bis 2002 um sage und schreibe 100%!
      Nämlich von 1,9 Mio, D-Mark auf 3,8 Mio. D-Mark - das sind Fakten die man zur Kenntnis nehmen muß. Aber warum sollen eigentlich Angestellte Verzicht üben, während Manager sich die Taschen füllen?“

    • Daß das Streikrecht ein hohes Gut ist, bezweifelt sicherlich niemand. Wenn aber seit über zwei Jahren gestreikt wird, sollte man sich einmal überlegen, welches Recht denn höher einzustufen ist: Das Recht einer kleinen Berufsgruppe, einfach keine wirtschaftlich für das Unternehmen tragfähige Lösung zu finden, oder das Recht des Unternehmens auf Fortführung des Betriebs und Wettbewerbsfähigkeit sowie des Kunden auf Leistungserfüllung. Als Lufthansakunde habe ich inzwischen die Nase gestrichen voll, regelmäßig nicht zu wissen, ob mein Flug nach Hause oder zu einem Termin stattfindet. Man kauft kein Ticket mehr, sondern ein Lotterielos!

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