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Unkrautvernichter Klöckner rechnet spätestens 2022 mit einem Glyphosat-Verbot

In der EU endet 2022 die Zulassung für den Unkrautvernichter „Glyphosat“. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner zweifelt an einer Verlängerung.
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Die Bundeslandwirtschaftsministerin glaubt nicht, dass es eine Mehrheit für eine Verlängerung der Glyphosat-Zulassung gibt. Quelle: dpa
Julia Klöckner

Die Bundeslandwirtschaftsministerin glaubt nicht, dass es eine Mehrheit für eine Verlängerung der Glyphosat-Zulassung gibt.

(Foto: dpa)

Berlin Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner erwartet ein Ende des Glyphosat-Einsatzes in der Europäischen Union ab spätestens 2022. „Es ist nicht davon auszugehen, dass es nach 2022 noch eine Mehrheit für eine Verlängerung der Glyphosat-Zulassung gibt“, sagte die CDU-Politikerin dem „Tagesspiegel am Sonntag“. Vorher sei aber wenig zu machen.

Der Wirkstoff steht im Verdacht, krebserregend zu sein, und schadet Studien zufolge als sogenanntes Totalherbizid der Artenvielfalt. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) hatte wiederholt argumentiert, dass ein nationaler Verbots-Alleingang gegen EU-Recht verstoße, weil die EU-Staaten die Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters bis Ende 2022 verlängert hatten.

Ein Sprecher ihres Ministeriums sagte zu Monatsbeginn, der deutsche Ausstieg werde „wie im Koalitionsvertrag vereinbart“ erfolgen, „schrittweise bis spätestens 2023“. „Den größten Teil der Anwendungen werden wir schon deutlich früher beenden. Dabei werden wir uns an geltendes EU-Recht halten.“

Österreich hatte Anfang Juli als erstes Land in der EU den Einsatz von Glyphosat verboten. Es ist umstritten, ob das mit dem EU-Recht vereinbar ist. Die deutsche Bundesregierung will voraussichtlich im September ein Konzept zum Umgang mit Glyphosat präsentieren. Vor mehr als einem Jahr hatte Klöckner Vorschläge gemacht, auch Schulze hat Pläne vorgelegt. Zwischen ihren Ministerien ist das Thema heftig umstritten.

Mehr: Österreich will den Einsatz des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels untersagen. Lesen Sie hier, wie Experten die Folgen eines Totalverbots einschätzen.

  • dpa
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