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Unternehmen wollen Kooperation mit Schulen verbessern Kinkel: Konjunkturpaket soll auch Bildung fördern

Das Konjunkturpaket der Bundesregierung muss nach Einschätzung des früheren Bundesaußenministers Klaus Kinkel auch die Bildung fördern, "denn das ist nach dem Innovationsindikator des DIW unsere größte Innovationsbremse" sagte er auf dem Handelsblatt-Kongress "Wirtschaft und Schule". Telekom-Stiftung und DIHK fordern darüber hinaus mehr mehr Unterstützung von der Politik.
Mit den Mitteln des Konjunkturpakets der Bundesregierung sollte auch die Bildung gefördert werden, forderte der ehemalige Bundesaußenminister und Ex-Vizekanzler Klaus Kinkel auf dem Kongress des Handelsblatts. Foto: Handelsblatt

Mit den Mitteln des Konjunkturpakets der Bundesregierung sollte auch die Bildung gefördert werden, forderte der ehemalige Bundesaußenminister und Ex-Vizekanzler Klaus Kinkel auf dem Kongress des Handelsblatts. Foto: Handelsblatt

BERLIN. Es sei umso nötiger, als der Bildungsgipfel der Kanzlerin "ein für Deutschland typisches Trauerspiel für Deutschland" geliefert habe. Konkret müsse viel mehr Geld ausgegeben werden, um einen nennenswerten Teil der Erzieherinnen künftig an Fachhochschulen auszubilden. Das scheuen die meisten Bundesländer bisher wegen der daraus folgenden höheren Lohnkosten. Auch müsse das gesamte System "entfesselt" werden, forderte der Ex-Vizekanzler. So könne es nicht angehen, dass selbst Elite-Unis keine Spitzenforscher aus dem Ausland abwerben könnten, weil das ihr Gehaltsgefüge sprenge.

Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Martin Wansleben, plädierte dafür, die Politiker nach den Versprechen des Bildungsgipfels beim Wort zu nehmen. Zu den Vereinbarungen von Dresden gehörte vor allem das Bekenntnis, die im internationalen Vergleich unterdurchschnittlichen Ausgaben für Bildung und Forschung in Deutschland bis 2015 auf insgesamt zehn Prozent des Bruttoinlandprodukts zu steigern. Derzeit liegen sie bei 6,2 Prozent (Bildung) und 2,5 Prozent (Forschung und Entwicklung). Eine eindeutige Tendenz nach oben ist bisher nicht abzusehen.

Der zum zweiten Mal stattfindende zweitägige Handelsblatt-Kongress "Wirtschaft und Schule" fördert die Zusammenarbeit von Unternehmen und Schulen, um mehr Verständnis für die Marktwirtschaft zu wecken und dazu beizutragen, dass der Übergang vom Klassenzimmer in die Betriebe besser gelingt. Experten und Politiker sind sich einig, dass das schlechte Management dieser Schnittstelle eines der Hauptprobleme des Bildungssystems ist.

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