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Unternehmensförderung Der Staat will mehr Geld für Start-ups ausgeben

Der Bund will Innovationen stärker fördern und künftig auch nicht-technische Geschäftsmodelle finanzieren. Die Förderung könnte vor allem Gründerinnen zugutekommen.
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Nur 15 Prozent der Start-up-Gründer in Deutschland sind weiblich. Quelle: dpa
Gründerinnen sind selten

Nur 15 Prozent der Start-up-Gründer in Deutschland sind weiblich.

(Foto: dpa)

Berlin Der Bund finanziert erstmals explizit nicht-technische Start-ups. „Wir erweitern unsere Innovationsförderung und fördern künftig auch nichttechnische Innovationen, wie etwa Lern-Apps oder Fitness-Apps oder neue digitale Geschäftsmodelle“, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) dem Handelsblatt.

Mit insgesamt 25 Millionen Euro über vier Jahre soll „die Innovationskraft und Kreativität der deutschen Wirtschaft über technische Entwicklungen hinaus gestärkt werden“, heißt es in der Förderrichtlinie, die am Donnerstag veröffentlicht wird und dem Handelsblatt bereits vorliegt. Die Förderung beginnt ab Herbst.

„Es gibt viele kluge unternehmerische Ideen, die unsere Wirtschaft voranbringen, sei es in der Kultur- und Kreativwirtschaft, von Freiberuflern oder von kleinen Dienstleistungsunternehmen“, so Altmaier, „auch diese Innovationen fördern wir künftig.“

Start-up-Vertreter hatten in der Vergangenheit gefordert, den Innovationsbegriff zu erweitern. „Finanzierungsbedarf gibt es überall, aber in manchen Bereichen ist es fast unmöglich für Gründer, an Kapital zu kommen, vor allem in einer sehr frühen Phase des Unternehmens“, erklärt Sonja Jost, Gründerin des Chemie-Startups DexLeChem und Vize-Vorsitzende des Bundesverbands Deutsche Start-ups.

Das betreffe zum Beispiel Geschäftsmodelle im Kreativbereich, im Sozialen und Teile des Gesundheitsbereichs. Mehr Förderung für solche Modelle findet Jost grundsätzlich positiv. „Wichtig wäre, dass die Förderung tatsächlich an Gründer geht, die zwar über ein gutes Geschäftsmodell verfügen, aber keinen Zugang zu Kapital haben, weil das Marktpotenzial nicht unendlich groß ist“, fordert sie.

Die Förderung könnte vor allem Frauen zugutekommen. Laut dem Female Founders Monitor des Bundesverbands Deutsche Start-ups gründen Frauen-Teams im Vergleich zu männlichen Teams häufiger in nicht-technischen Bereichen. Die von Gründerinnen bevorzugten Branchen lassen sich grob unter den Feldern Lifestyle – also vor allem Konsumgüter, Mode sowie Kreativwirtschaft –, Gesundheit und Bildung zusammenfassen.

Frauen haben größere Schwierigkeiten, an Kapital für ihre Unternehmen zu kommen als Männer. Laut dem Female Founders Monitor des Bundesverbands Deutsche Start-ups greifen männliche Gründerteams wesentlich häufiger auf Geld von Wagniskapital-Firmen, Business Angels und auf staatliche Förderung zurück als weibliche Gründerteams.

Den neuen Fördertopf will Wirtschaftsminister Altmaier am Montagabend bei einer Netzwerk-Veranstaltung für Gründerinnen im Bundeswirtschaftsministerium vorstellen. Der Anteil von weiblichen Gründern liegt in Deutschland laut einer Erhebung des Bundesverbands Deutsche Startups derzeit bei nur 15 Prozent.

Mehr: Um mehr Frauen für Firmengründungen zu begeistern, muss sich viel ändern: Zumindest haben Investoren nun gemerkt, dass sie gezielt in Vielfalt investieren müssen. So haben es diese erfolgreichen Frauen in die männlich dominierte Start-up-Szene geschafft.

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  • Gender Aktionismus!
    Woran erkenne ich, ob eine APP von Männern oder Frauen programmiert wurde - und welchen Unterschied macht das?