Untersuchungsausschuss Mollath rechnet mit Justiz und Psychiatrie ab

Er sollte lediglich auf ein paar gezielte Fragen antworten - Gustl Mollath nutzt seinen Auftritt vor dem Landtags-Untersuchungsausschuss in München aber für eine Generalabrechnung. Und er überrascht mit einem Hinweis.
53 Kommentare
Gustl Mollath vor seiner Vernehmung im Untersuchungsausschuss im Bayerischen Landtag. Quelle: dpa

Gustl Mollath vor seiner Vernehmung im Untersuchungsausschuss im Bayerischen Landtag.

(Foto: dpa)

MünchenDer seit sieben Jahren gegen seinen Willen in der Psychiatrie festgehaltene Gustl Mollath hat seinen Auftritt vor dem Landtags-Untersuchungsausschuss für eine Generalabrechnung mit Justiz, Steuerbehörden und der Psychiatrie genutzt.

Weder Steuerfahnder noch Staatsanwälte hätten damals auf seine schlüssigen Hinweise auf Schwarzgeldgeschäfte der Hypo-Vereinsbank reagiert, beklagte er am Dienstag in München. „Auf meine Schreiben hin, hat niemand mit mir Kontakt aufgenommen.“ Zugleich prangerte er die seiner Ansicht nach unerträgliche Unterbringungssituation im psychiatrischen Krankenhaus in Bayreuth an.

Der gefasst und diszipliniert wirkende 56-jährige Nürnberger berichtete etwa von wiederholten nächtlichen „Stuben-Kontrollen“ des Klinikpersonals. Der mehrfach in der Nacht auf ihn gerichtete Taschenlampenstrahl wecke ihn stets. „Ich leide dadurch massiv unter Schlafmangel.“ Er habe dort Dinge erlebt, die er seinem ärgsten Feind nicht wünsche, unterstrich er vor den Ausschussmitgliedern.

„Sollte ich lebenslang in Sicherungsverwahrung bleiben müssen, wünsche ich mir eine Unterbringung in einem ordentlichen Gefängnis“, sagte Mollath. Die Bedingungen seien dort sicherlich erträglicher als in der geschlossenen psychiatrischen Klinik.

An die anwesenden Landespolitiker appellierte er, die rechtlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen. Der Freistaat Bayern könnte damit zugleich erhebliche Kosten sparen: „Die Unterbringung in einem normalen Gefängnis wäre etwa nur halb so teuer wie in der Psychiatrie.“ Derzeit koste seine Unterbringung in der Psychiatrie rund 100.000 Euro im Jahr.

Vorwürfe gegen früheren Richter
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Untersuchungsausschuss - Mollath rechnet mit Justiz und Psychiatrie ab

53 Kommentare zu "Untersuchungsausschuss: Mollath rechnet mit Justiz und Psychiatrie ab"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Das "Netzwerk" dahinter ist global, uralt und unfassbar mächtig.

    https://www.msu.edu/~jaegeran/MS1/MS%2054%20Washington%20Monument.JPG

  • Ganz Ihrer Meinung.

    Allerdings bin ich bei Frage nach dem "warum" zu dem Schluss gekommen, dass dies Alles mit krimineller Energie, Raffgier, Unfähigkeit nicht mehr erklärt werden kann.

    Die Antwort liegt viel tiefer. Sie liegt in Philosophie und Religion.

    https://www.msu.edu/~jaegeran/MS1/MS%2054%20Washington%20Monument.JPG

  • Schwarze Blätter, außer bedruckte, kommen in der Natur im Unterholz vor. Wie das in anderen Bundesländern aussieht, hier am Beispiel http://grundgesetzbruch.de, bestens auszumachen. Keine Lektüre zum Schmunzeln, eher zum Nachdenken und Nachahmen für diejenigen, die leidvolle Geschichte mit Narben tragen müssen.

  • ...ein grünes Blatt wird immer BRAUN wenn es vom Baum fällt ( zu den GRÜNEN ).
    Die Gedanken sind NOCH frei.

  • Diese Fälle sind insifern vergleichbar als es sich in benden Fällen um schreiendes Unrecht handelt.

    Ob jemand aus Gefälligkeit und wegen Denunzierens von Straftätern weggesperrt wird, oder wegen Meinungsäußerungen ("Heulocaustleugnung", "Volksverhetzung"), ist im wesentlichen das gleiche:

    Kriminelle in Justiz und Politik treten Menschenrechte mit Füßen.

  • Frag mal den Richtern hier in Deutschland nach dem Amtsausweis,hoffentlich zeigen diese nicht den Personalausweise,ansonsten ist es Erschleichung eines Amtstitels,worauf empfindlich hohe Haftstrafen stehen.Alle Gerichte in der BRD haben Geschäftsnummern (Firmen) und sind ein Zweig einer Alliierten GMBH mit Sitz der Industrie&Handelskammer in Frankfurt am Main. Geschäftsführerin ist Angela Merkel.Kurzum eine Firma kann keine Gesetzte erlassen,geschweige installieren,da diese niemals als Verfassung vom Volke Gültigkeit haben,siehe Artikel 146 GG.Nur mal als kleine Aufklärung eines Freidenkers.

  • Menschenrechte sind das eine, aber dass man keine Entgegnung hat, wenn andere von einer kriminellen Vereinigung in der Justiz sprechen, gibt zu denken. Es ist doch beschämend, wenn wir an unsere Rechtsstaatlichkeit nicht mehr glauben.

  • Bei mir war grund für die Trennung das meine Ex unser Kind in einer SEKTE vaterlos erziehen wollte. Da aht eienr ein Buch drüber geschreiben.

    http://reiki-direkt.de/huessner/

    Die kam auch auf so Ideen wie da das Kind eine vom geshclecht her nicht assende wiedergeborene Seele für den Körper habe. Also da das Mädchen eigentlich - seelisch - ein Junge sei. Das führte zur Trennung.

    http://tabea-lara.tumblr.com/

    Klarnamennennung damit andere Journalisten anchrecherchieren können. Denn dei Polizei mund die Justiz machen nichts, da hilft nur noh Öffentlichkeit.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • rechtsbeugung: Trotz Ablehnungsantrag bleibt eine nach ablehnungsantrag ausgesprochen Enstcheidung eines bereits wegen genau solcher Rechtsbeugung strafangezeigten Richter in Kraft. Die Schicken einfach keinen anderen richter des gleichen Rechtszuges (erste Instanz = Amtsgericht) der über das Befangenheitsgesuch gegen seinen Kollegen befindet, wie das die ZPO vorschreibt. Dazu wird man dann noch von Greifkommandos "zusammmnegschlagen". Und nachher erdreistet man sich dann zu behaupten die Aussage sei nicht glaubwürdig weil - und hier schliet sich der Kreis - derjenige in dre Psychiatrie festgehalten worden wäre. Da geht es um gezielten RUFMORD an Anzeigeerstattern gegen Justizwillkür und/oder in Sorgerechts- / Umgangsrechtsverfahren.

    http://slides.dynip.name/?20130523

    Dieser Fall ist aus Hessen vom 23.05.2013! Es begintn mit den gesichtsverletzungen durch die Beamten.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%