Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

US-Autobauer Schwarzbauten auf Brandenburger Baustelle: Bußgeldverfahren gegen Tesla

Auf dem Gelände der Tesla-Fabrik in Grünheide hat der US-Autobauer mehrere Tanks ohne Genehmigung errichtet. Das Landesamt für Umwelt bereitet nun ein Bußgeldverfahren vor.
08.07.2021 Update: 08.07.2021 - 18:35 Uhr Kommentieren
Das Landesamt für Umwelt war am Montag von den Umweltverbänden Grüne Liga und dem Naturschutzbund über den Schwarzbau-Verdacht informiert worden. Quelle: dpa
Tesla-Werk

Das Landesamt für Umwelt war am Montag von den Umweltverbänden Grüne Liga und dem Naturschutzbund über den Schwarzbau-Verdacht informiert worden.

(Foto: dpa)

Berlin Der US-Elektroautobauer Tesla sieht sich in Brandenburg mit einem Bußgeldverfahren konfrontiert. Als Grund nannte ein Sprecher des Potsdamer Umweltministeriums, dass auf dem Gelände der Fabrik in Grünheide mehrere Tanks errichtet wurden, obwohl es dafür keine Genehmigung gebe.

Das Landesamt für Umwelt (LfU) bereite deshalb ein Bußgeldverfahren vor, sagte der Sprecher dem Handelsblatt. Eine Inbetriebnahme der Tanks sei unzulässig. Geprüft werde außerdem, ob weitere Maßnahmen erforderlich seien.

Die Behörde war am Montag von den Umweltverbänden Grüne Liga und dem Naturschutzbund über den Schwarzbau-Verdacht informiert worden. Daraufhin sei am Dienstagnachmittag zunächst eine Kontrolle auf der Baustelle durchgeführt worden, sagte der Ministeriumssprecher. „Die bei dieser Kontrolle gewonnenen Erkenntnisse wurden in der Behörde ausgewertet.“

Die Baustelle der ersten E-Auto-Fabrik von Tesla in Europa ist weit fortgeschritten, obwohl die Entscheidung über die abschließende umweltrechtliche Genehmigung durch das Land Brandenburg aussteht. Ursprünglich wollte Tesla im Juli dieses Jahres die Produktion aufnehmen und plant dies nun für Ende 2021.

Die Entscheidung verzögert sich, weil das Unternehmen seinen Antrag für die Autofabrik unter anderem um den für eine Batteriefabrik erweitert hat. Tesla baut aber über mehrere vorzeitige Zulassungen für einzelne Bauabschnitte.

Die Linksfraktion im Brandenburger Landtag hält angesichts der unzulässigen Bauten einen Baustopp für gerechtfertigt. „Sicherheit von Mensch und Natur muss oberster Grundsatz für jegliche Genehmigungen bleiben - egal, wer baut“, sagte Linke-Infrastrukturpolitiker Christian Görke.

Tesla stand schön öfter wegen vermeintlich illegaler Arbeiten auf dem Werksgelände in der Kritik. So hatte der Autobauer auf der Baustelle zeitweise unterirdische Rohre ohne Genehmigung verlegt. Nach früheren Angaben aus Tesla-Konzernkreisen hieß es, der Autobauer sei davon ausgegangen, dass das Verlegen von Untergrundleitungen oberhalb des Grundwasserspiegels bereits durch einen Bescheid abgedeckt war.

Tesla hatte auch zunächst mit Tests für Pfähle begonnen, obwohl es keine Genehmigung gab.

Mehr: Wie bürokratische Hürden Industrieprojekte in Deutschland bremsen

Startseite
Mehr zu: US-Autobauer - Schwarzbauten auf Brandenburger Baustelle: Bußgeldverfahren gegen Tesla
0 Kommentare zu "US-Autobauer: Schwarzbauten auf Brandenburger Baustelle: Bußgeldverfahren gegen Tesla"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%