US-Kritik an deutschen Exporterfolgen Kruder Vorwurf, wahrer Kern

Der Chef des US-Handelsrats wirft Deutschland vor, seine hohen Ausfuhren mit einer manipulierten Währung zu erzielen. Seine Kritik ist überzogen, aber nicht ganz falsch. Wir exportieren uns noch zu Tode. Eine Analyse.
Der deutsche Exportüberschuss hat längst pathologische Ausmaße angenommen. Quelle: dpa
„Made in Germany“

Der deutsche Exportüberschuss hat längst pathologische Ausmaße angenommen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf
Wie leicht lässt sich diese Kritik abtun als noch mehr irres Gepolter aus der schrägen Truppe, die Donald Trump Regierungsmannschaft nennt: Peter Navarro, Chef des von Trump geschaffenen Nationalen Handelsrats, wirft Deutschland vor, seine Exporterfolge mit einer künstlich nach unten manipulierten Währung zu erzielen. Der Euro sei nichts anderes als eine „maßlos unterbewertete implizite Deutsche Mark“. Navarro ist ein Außenseiter unter den Ökonomen. Als einer der ganz wenigen stellt er das volkswirtschaftliche Dogma infrage, dem zufolge freier Handel Wohlstandsgewinne für alle beteiligten Staaten bringt. Erst seine Unterstützung für Trump katapultierte den Provinzprofessor in die erste Liga der US-Handelspolitik.

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