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US-Militärflughafen Innenminister von Rheinland-Pfalz sieht eine Zukunft für Spangdahlem

Die USA wollen ein Drittel ihrer Truppen aus Deutschland abziehen. Roger Lewentz geht aber davon aus, dass der Flughafen in Spangdahlem Stützpunkt bleibt.
01.08.2020 - 10:30 Uhr Kommentieren
An dem US-Militärflughafen ist ein Geschwader mit Kampfflugzeugen des Typs F16 stationiert. Quelle: dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Spangdahlem

An dem US-Militärflughafen ist ein Geschwader mit Kampfflugzeugen des Typs F16 stationiert.

(Foto: dpa +++ dpa-Bildfunk +++)

Mainz Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz rechnet damit, dass die USA den Flugplatz Spangdahlem nicht ganz aufgeben werden. „Ich gehe davon aus, dass der Flughafen bestehen bleibt“, sagte der SPD-Politiker. Die Landesregierung werde dafür alles tun.

Darüber hinaus habe sie viel Erfahrung mit der wirtschaftlich erfolgreichen Umwandlung militärisch geprägter Regionen (Konversion). In den vergangenen 15 Jahren hätten die Amerikaner weit mehr als 400 Millionen US-Dollar in den Standort Spangdahlem gesteckt.

Die USA wollen ein Drittel ihrer in Deutschland stationierten Truppen abziehen. Nach den Plänen sollen gut die Hälfte der rund 12.000 betroffenen Soldaten zunächst in die USA zurückgeholt, weitere 5600 in andere Nato-Länder verlegt werden.

Vom Stützpunkt Spangdahlem in Rheinland-Pfalz soll ein Geschwader mit etwa 20 F16-Kampfjets samt Besatzung, Mechanikern und Unterstützungskräften nach Italien verlegt werden. Der Air-Force-Stützpunkt in der Eifel ist auch Arbeitgeber für etwa 800 deutsche Zivilbeschäftigte.

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Standort erkennen

    Lewentz sieht „keinen rationalen Grund“ für den Abzug der Truppen. Die Landesregierung sei permanent im Gespräch mit Abgeordneten, Militärs und Entscheidungsträgern in den USA. Der Standort Spangdahlem sei aus deren Sicht „technisch so erstklassig, dass man sich fragt, weshalb sollte man da Geld in die Hand nehmen, nur um den Status quo an anderer Stelle zu entwickeln – auch vor dem Hintergrund der großen finanziellen Einbußen durch die Pandemie“.

    Die Ankündigung von US-Verteidigungsminister Mark Esper seien in seinen Augen „bisher nur eine politische Skizze“, sagte Lewentz. „Die Militärs sind nun aufgefordert zu schauen, was das im Einzelnen bedeutet.“

    Mehr: Douglas Macgregor – ein Militär-Rebell als neuer US-Botschafter in Deutschland.

    • dpa
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