US-Schutzzölle Für Merkel darf Protektionismus nicht die Antwort sein

Im Handelsstreit mit den USA pocht die Bundeskanzlerin auf eine diplomatische Lösung statt auf einen Handelsstreit.
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Die Bundeskanzlerin hält nichts von Protektionismus als Reaktion auf die US-Schutzzölle. Quelle: AFP
Angela Merkel

Die Bundeskanzlerin hält nichts von Protektionismus als Reaktion auf die US-Schutzzölle.

(Foto: AFP)

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel warnt davor, als Antwort auf US-Schutzzölle in einen weltweiten Wettlauf nach protektionistischen Maßnahmen einzutreten. Wichtig sei jetzt, das Gespräch zu suchen und eine gemeinsame EU-Haltung zu beziehen, sagte Merkel am Mittwoch in der ARD in Bezug auf die US-Zölle auf Stahl und Aluminium. Die EU solle aber keine Angst haben, falls nötig Gegenmaßnahmen zu ergreifen. „Aber wir setzen jetzt im nächsten Schritt erst einmal auf Gespräche“, betonte sie. Deutschland sei durch die Vereidigung der neuen Regierung jetzt handlungsfähiger, das sei eine wichtige Botschaft.

„Wir wollen faire Handelsbeziehungen auf der Grundlage der WTO-Abmachungen“, sagte Merkel. Neben den Gesprächen mit den USA werde man Handelsabkommen mit anderen Partnern weiter verhandeln und mit Ländern wie China oder Korea darüber reden, „dass auch unserer, aus europäischer Sicht, aus meiner Sicht Protektionismus nicht die Antwort sein darf“, fügte die Kanzlerin hinzu.

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