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Verbände Trierer Unternehmer Adrian soll DIHK-Präsident Schweitzer beerben

Eine Findungskommission hat den Trierer IHK-Präsidenten für den Job des DIHK-Chefs nominiert. Peter Adrians Unternehmen Triwo betreibt bundesweit Industrie- und Gewerbeparks.
26.11.2020 Update: 26.11.2020 - 15:24 Uhr Kommentieren
Der 63-Jährige ist seit 2006 Präsident der IHK Trier. Quelle: IHK Trier
Peter Adrian

Der 63-Jährige ist seit 2006 Präsident der IHK Trier.

(Foto: IHK Trier)

Berlin Peter Adrian geht gern in die Luft – ganz im buchstäblichen Sinne. Seit mehr als 30 Jahren besitzt der Unternehmer aus Trier die Pilotenlizenz. Auch beruflich hat Adrian, 63 Jahre alt, mit der Luftfahrt zu tun: Zu seinem Unternehmensportfolio gehören neben rund 30 großen Industrie- und Gewerbeparks, die er betreibt, auch fünf Regionalflughäfen, unter anderem die in Oberpfaffenhofen, Zweibrücken und Egelsbach, sowie herstellerunabhängige Autotestzentren.

Es könnte aber sein, dass Adrian bald weniger Zeit für sein Hobby hat. Denn eine im Frühjahr vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) eingesetzte Findungskommission hat den Mann aus Rheinland-Pfalz jetzt für die Nachfolge von DIHK-Präsident Eric Schweitzer nominiert. Der Berliner Entsorgungs- und Recyclingunternehmer scheidet im März nächsten Jahres nach zwei vierjährigen Amtszeiten satzungsgemäß aus.

Adrian wurde in Köln geboren und ist in Trier aufgewachsen. Nach einer Lehre bei der Deutschen Bank gründete er noch während des Volkswirtschaftsstudiums als 23-Jähriger sein erstes Unternehmen. Zu den ersten Projekten gehörte die Entwicklung eines zuvor erworbenen Grundstücks aus den Beständen der Katholischen Kirche in Köln. Heute beschäftigt die von ihm aufgebaute Trierer Wohnungs- und Gewerbebau AG (Triwo) rund 220 Mitarbeiter.

Gerade das Geschäft mit Regionalflughäfen ist durch die Corona-Pandemie erheblich unter Druck geraten. Doch bevor das Virus zuschlug, hatte Adrian dem Flughafen Zweibrücken, der 2014 Insolvenz anmelden musste, neues Leben eingehaucht. Ein Konferenzzentrum und Fahrzeugtests auf dem Gelände brachten neue Einnahmequellen, außerdem landeten vier Mal mehr Flugzeuge als vor der Insolvenz - und das mit rund einem Sechstel des früheren Personals.

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    Über den Flugplatz Egelsbach, den Triwo vor einem Jahr der Firma Netjets von US-Investor Warren Buffett abgekauft hat, werden vor allem Frachtflüge abgewickelt, etwa dringende Lieferungen wie Organtransporte. Den Flughafen Oberpfaffenhofen bei München will Adrian, der an der Sanierung mehrerer Fluggesellschaften beteiligt und Sachverständiger des Luftfahrtbundesamtes war, als Forschungs- und Entwicklungsflughafen ausbauen.

    Im kommenden März ist nach acht Jahren Schluss. Quelle: dpa
    DIHK-Präsident Eric Schweitzer

    Im kommenden März ist nach acht Jahren Schluss.

    (Foto: dpa)

    Neben seiner beruflichen Tätigkeit engagiert sich Adrian seit 2006 ehrenamtlich als Präsident der IHK Trier, die mit rund 29.000 Unternehmen zu den eher kleineren Industrie- und Handelskammern zählt. Davor war er dort schon sieben Jahre Vizepräsident. Außerdem ist er Vorsitzender des DIHK-Haushaltsausschusses.

    In die Suche nach einem Nachfolger für Schweitzer platzte im Oktober das „Maulkorb“-Urteil des Bundesverwaltungsgerichts. Die Leipziger Richter gaben einem Kläger Recht, der den Austritt seiner IHK aus dem Spitzenverband verlangte, weil dieser mehrfach seine Kompetenzen überschritten und sich zu allgemeinpolitischen Fragen geäußert habe.

    Seither hält sich die Spitze des DIHK mit öffentlichen Äußerungen sehr zurück. Wenn die Urteilsbegründung vorliegt, will der DIHK entscheiden, wie er künftig nach außen auftritt und was Adrian – sollte er im März von der Vollversammlung gewählt werden – sagen darf und was nicht.

    Auch über die künftigen Vizepräsidenten gibt es bereits Vorentscheidungen. Marjoke Breuning, die Präsidentin der IHK Stuttgart, bewirbt sich um die Nachfolge von Peter Esser. Klaus Hinrich Vater, Präsident der IHK Kiel, stellt sich zur Wiederwahl. Für die beiden anderen Vize-Posten gibt es noch keine Kandidaten.

    Mehr: Kommentar: Nicht nur ein fataler Maulkorb für den DIHK

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