Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Verbale Attacke Lafontaine nennt Merkel „gefährlichste Frau Europas“

Der frühere Linken-Chef Oskar Lafontaine attackiert die Kanzlerin: „Sie versteht das Euro-System nicht, und sie versteht die Finanzmärkte nicht.“ Ihre Politik bezeichnet er als "falsch" und sie als "gefährlich".
24 Kommentare
Oskar Lafontaine, Spitzname:

Oskar Lafontaine, Spitzname: "Napoleon von der Saar".

(Foto: dpa)

SaarbrückenDer frühere Linken-Chef Oskar Lafontaine sieht wenig Chancen, dass die Vorschläge von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy die Euro-Krise eindämmen können. Lafontaine, der unter Rot-Grün einst Bundesfinanzminister war, empfinde „Sorge und eine gewisse Resignation“, dass die Politik noch immer nicht in der Lage sei, das Treiben der Banken zu beenden, sagte er der „Saarbrücker Zeitung“ (Freitag).

Solange „die Banken Zockerbuden sind und die Regierungen daran hindern, die richtigen Entscheidungen zu treffen“, werde auch die Einführung einer Finanztransaktionssteuer scheitern, erklärte Lafontaine. Zugleich attackierte er die Kanzlerin scharf: „Sie versteht das Euro-System nicht, und sie versteht die Finanzmärkte nicht.“ Wenn Deutschland als wichtigste Volkswirtschaft Europas Lohndumping betreibe, könne das System nicht funktionieren. Wegen ihrer „falschen Politik“ könne man Merkel daher als „gefährlichste Frau Europas“ bezeichnen. In der anhaltenden Schuldenkrise macht sich Lafontaine für eine „kräftige Vermögensabgabe“ stark.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite

24 Kommentare zu "Verbale Attacke: Lafontaine nennt Merkel „gefährlichste Frau Europas“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Man kann ihm gern abnehmen, daß Merkel die "gefährlichste Frau Europas" ist, aber nicht, daß sie von dem was sie tut keine Ahnung hat...

  • @Bernd

    was ist einfacher, als ein Volk über die Medien zu "lenken".

    Es erschreckt kich allerdings (auch hier) immer wieder, wie weit die Realität extrem verzerrt wahrgenommen wird. Und die Betroffenen merken nicht einmal, wie sie vollkommen Realität und Wunschdenken verwechseln.

    Das beste Beispiel hierfür ist, dass Darstellungen aus den Medien als real angenommen werden und man glaubt, es handelt sich um Wissen.

  • Es wäre durchaus auch möglich, dass Herr Lafontaine vom Eurosystem nichts versteht.... Insbesondere die Vermögensabgabe ist wieder mal ein weiterer Versuch, völlig unsinnige Steuern zu kreieren, die einer Neiddebatte entspringen. Ich hoffe, das Volk ist nicht zu dumm, sich auf dieses Niveau herunterzulassen.

  • @Pendler

    Ja, das sehe ich so. Wenn der neoliberale Gruppenzwang der letzten 20 Jahre stück für Stück abgelegt wird, ergeben sich auch neue Perspektiven. Der Druck der Straße wird auch steigen (Israel / GB). politiker werden entdecken, dass die Wirtschaft Zweck und nicht Ziel ist. Eine Entwicklung, die politisch auf R. Reagan und M. Thacher zurückgeht, die die Finanzmärkte freigaben um Strukturschwächen der Wirtschaft auszugleichen. Die Sichtweise ändert sich gerade und wird der Politik neue Möglichkeiten bringen. Merkel aber ist sicher zur Unzeit Kanzlerin. Schröder möchte ich aber trotzdem nicht zurück.

  • So ein Unsinn ist noch nicht mal eine Meldung wert.

  • Das erst mal, dass ich ihm weitgehend zustimme!

    Er vergaß allerdings zu sagen, dass Merkel in etwa das tut, was er, Lafontaine, vor Jahren schon forderte: Sie bereitet einer extremen Inflationierung den Weg!

  • Oje Herr Bernd,

    ist das wirklich Ihre Meinung?

    Ich werde fast den Verdacht nicht los, dass sie Ihre Sichtweise (nur) aus den öffentlich zugänglichen Medien entstanden ist.
    Ob, es ist Ihre Meinung, die aber nicht zwingend etwas mit der Realität zu tun haben muss.

  • Gerade der, das ist der Richtige. Hatte ja schon immer ein verdammt großes Maul, aber wenn es darum geht Verantwortung zu übernehmen, dann läuft er so schnell weg dass man nur noch einen Kondensstreifen sieht. Und damals, als er aus dem Ministeramt abhaute war er Kerl nicht einmal in der Lage eine Begründung dafür zu liefern.

    So einer sollte das Maul halten!

  • Wo bitteschön hat denn die Linke versagt? Die haben doch nix gemacht. Schröder war zwar ein SPD-Kanzler, hat aber rechte Wirtschaftspolitik gemacht.

    Was vielleicht übersehen wird ist, dass wir uns immer weiter vom Kapitalismus entfernen - aber nicht nach links - sondern in Richtung Oligopol. Gutsherrenpolitik. Geld für die Besitzenden. Die Krawalle in Israel und Großbritanien sind die Kravalle ausgegrenzter Gesellschaftsschichten. Wir vernachlässingen unsere Kinder. Ein Einzelverdiener kann eine Familie nicht mehr ernähren. Das war selbst in den 60er besser. Lasst Euch von den Neoliberalen das Hirn nicht vernebeln.

  • Man kann über Lafontaine denken wie man will, aber er war einer der Ersten der die gefährliche Übermacht der Banken schon vor Jahren thematisiert hatte (dafür wurde er dann von einem Englischen Magazin als „Gefährlichster Mann Europas „ betitelt / Das hat er wohl noch nicht vergessen, und bezeichnet jetzt Frau Merkel als die gefährlichste Frau Europas)
    Das Unheil begann, als die Amerikaner Mitte der Neunziger Jahre die Liberalisierung der Finanzmärkte vorantrieben. Was anfänglich in Amerika zu hohen Wachstumsraten, geringer Arbeitslosigkeit und Börsenboom führte, kehrte sich bald um, und in Folge kam immer wieder zu enormen Blasenbildung, Crashs und Vernichtung von volkswirtschaftlichen Vermögen. Diese Brandherde wurden immer wieder gelöscht, indem noch mehr Öl ins Feuer gegossen wurde(Ausweitung der Geldmenge zu null Zinsen) .Daran hat sich bis heute nichts geändert. So dass heute Tausende von Milliarden spekulatives Geld mehrmals am Tag um den Globus kreisen und nicht der Realwirtschaft dienen. Dafür werden dann diese Berkeley-Boys in den Zocker-Buden mit einem dreistelligen Millionenbetrag pro Jahr entlohnt. Mit den Mitteln und Hebeln, die da im Einsatz sind kann man jeden Kurs, ob Gold, Aktien oder Anleihen, dahin bringen wo man ihn haben will, wenn es sein muss auch ganze Volkswirtschaften platt machen.
    Diese Hybris hat unerträgliche Ausmaße angenommen. Wer wird diese Zauberlehrlinge stoppen?
    Merkel ??? Mit einer Finanztransaktionssteuer ? Wenn ich das lese, weiß ich nicht ob ich lachen oder weinen soll.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%