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Verbot von Kettenverträgen Seehofer will Entlassung erfahrener Bamf-Mitarbeiter verhindern

Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge stehen viele Mitarbeiter vor dem Aus. Der Innenminister will sie nun doch halten.
Update: 07.06.2018 - 14:39 Uhr 2 Kommentare
Viele Mitarbeiter des Bamf müssen ersetzt werden – obwohl sie gebraucht werden. Quelle: dpa
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Viele Mitarbeiter des Bamf müssen ersetzt werden – obwohl sie gebraucht werden.

(Foto: dpa)

QuedlinburgBundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will von der Entlassung bedrohte Mitarbeiter des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) halten. Wegen des Verbots von Kettenverträgen könnten ihre befristeten Verträge aus der Vergangenheit zum großen Teil nicht mehr verlängert werden. Daher habe er den Bundestag gebeten, diese in dauerhafte Arbeitsverträge umzuwandeln, sagte Seehofer am Donnerstag in Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) bei einem Treffen der Länderinnenminister.

„Es würde ja keinen Sinn machen (...) jetzt mit der Sache vertraute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freizusetzen, um dann Menschen, die man erst einmal anlernen muss, einzustellen“, sagte Seehofer. Er glaube, dass das Problem in den laufenden Haushaltsberatungen gelöst werden könne. Der Innenminister bestätigte damit einen Bericht der „Bild“-Zeitung, wonach beim Bamf mehrere hundert befristet eingestellte Mitarbeiter ersetzt werden müssten.

Auf Kritik von Länderministern, die bemängelt hatten, dass ihnen Details zu den von Seehofer geplanten Ankerzentren für Migranten fehlten, wollte der Minister nicht eingehen. „Ich glaube wir sollten jetzt erst einmal miteinander reden und uns nicht über Interviews austauschen“, sagte er.

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  • dpa
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2 Kommentare zu "Verbot von Kettenverträgen: Seehofer will Entlassung erfahrener Bamf-Mitarbeiter verhindern"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Herr Seehofer hätte ich hier Gelegenheit, sich zu profilieren und tatsächlich für ein funktionierendes Bamf sorgen. Dazu gehört auch qualifiziertes Personal mit Zukunftsperspektiven.

  • Der Kernprozess des Asylverfahrens sind erfahrene Fallmanager, die die Glaubwürdigkeit der vorgetragenen Asylgründe beurteilen. Wenn diese auch zu dieser Gruppe gehören, ist es eine weitere Geschichte aus dem Tollhaus einer überlasteten Behörde. Herr Seehofer könnte das mit seinem Einfluss sicherlich ändern. Hier fühle ich mich als Bürger wirklich alleine gelassen.