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Verbraucherschutz Aigner will Höhe von Dispozinsen begrenzen

Die Kreditzinsen auf den Girokonten der Banken sind teuer und intransparent. Jetzt fordert Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner die Höhe der Dispozinsen für Girokonten ausnahmslos zu begrenzen.
27.10.2012 - 03:31 Uhr 8 Kommentare
Auf einem Kontoauszug sind Angaben zum Dispositionskredit zu lesen. Quelle: dpa

Auf einem Kontoauszug sind Angaben zum Dispositionskredit zu lesen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) plädiert dafür, die Höhe der Dispozinsen für Girokonten einheitlich zu gestalten. "Bei den Dispozinsen ist zweifellos noch deutlich Luft nach unten", sagte Aigner der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" vom Samstag. "Es wäre sinnvoll, wenn sich die Banken auf eine Richtgröße festlegen könnten, an der sich die Dispozinsen orientieren", fügte sie hinzu.

Die Richtgröße könne etwa der Zins der Europäischen Zentralbank sein, sagte Aigner der Zeitung. Auch ein anderer Parameter sei jedoch denkbar. "Wichtig aber ist, dass es eine Orientierung für die Dispozinsen gibt, davon sollte es dann auch keine Ausnahmen geben", sagte die Ministerin.

Einer Untersuchung der Stiftung Warentest zufolge belegen Banken und Sparkassen in Deutschland Dispokredite im Durchschnitt mit zweistelligen Überziehungszinssätzen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) lehnte eine gesetzliche Begrenzung der Höhe von Dispozinsen zuletzt klar ab.

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    • afp
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    8 Kommentare zu "Verbraucherschutz: Aigner will Höhe von Dispozinsen begrenzen"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wenn der Zins der EZB der Maßstab wird (oder der Zins gesetzlich/planwirtschaftlich massiv nach unten reguliert wird), dann wird sehr wahrscheinlich eins passieren, die Banken werden die Dispokredite der Kunden massiv aufkündigen und das Produkt wird es zukünftig wohl kaum noch geben. Was hier nämlich die wenigsten wissen, Dispos werden meißtens Blanko gewährt. Die Bank hat also ein nicht unerhebliches Ausfallrisiko wofür diese durch die aktuelle politische Gesetzgebung/nach Bankenaufsichtsrecht Risikokosten einzupreisen hat. Dazu kommen noch nicht unerhebliche Kosten für die neuen politisch gewollten und bankenaufsichtsrechtlich geforderten Liquiditätsvorschriften. Diese müssen alle in den Dispozins mit einkalkuliert werden. Passiert das nicht, kann die Bank aus zwei Gründen keinen Dispokredit mehr anbieten. Erstens kann sie es sich nicht mehr leisten, da ein erhebliches Verlustgeschäft entsteht und zweitens würde der Gesetzgeber in Form der Bankenaufsicht dann wieder Druck auf die Banken ausüben, da die Banken Risiken eingehen, die auf anderer Seite nicht (durch Einnahmen/Risikoaufschläge) abgesichert sind.

      Ob das dann zum Vorteil für die Kunden gereicht, möchte ich doch mal mehr als bezweifeln.

      Außerdem möchte ich hier mal die Frage stellen, in wie weit die Politik hier noch Glaubwürdigkeit verdient. Auf der einen Seite fordert die Politik durch ihre geschaffene Bankenaufsicht harte Regeln an die sich die Banken halten sollen und auf der anderen Seite möchten Politiker wie Frau Aigner Dispopreise verordnen, die die Banken gleich wieder zwingen diese aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu brechen. Da passt doch was nicht!

      Zu guter Letzt, hat mal jemand geschaut wie das beispielsweise in den USA läuft?!? Dort gibt es keine Dispokredite. Hier läuft alles über (die ähnliche Leistungen anbietende) Kreditkarte und das auch bei Zinssätzen bis zu 20%. Also wo bitte sind dann die Zinsen hier in Deutschland mit im Durchschnitt um die 11% völlig überzogen?!?

    • Sie sollte lieber dafür sorgen, dass sich die Intelligenz der Massen erweitert. Den Dispo überziehen nur die "Dummen".
      Unter einem bestimmten Einkommen sollte sowieso nur ein Gurthabenkonto möglich sein. Bei Leuten dieser niedrigen Gehaltsklasse ist schon der normale Dispo der Anfang in die Schuldenfalle.

    • netshadow
      Volle Zustimmung
      Wer auf Dispo nach Malle fliegt, weil man den großen Mann spielen muß, ist selber Schuld

    • Ist doch alles Käse. Das hilft den Leuten gar nicht. Und 14 % Zinsen hören sich viel an, aber es sind 14 % pro Jahr. Man ist aber nicht das ganze Jahr im Minus. Angenommen, jemand ist 20 Tage mit 400 € in der Kreide, weil höhere Kosten auf ihn zukamen, die man nicht vorhersehen konnte (z. B. Beerdigungkosten), dann zahlt er gerade mal 2,92 € Zinsen! Den Zinsfaktor für einen Tag ermittelt man aus der 360ten Wurzel aus 1,14. Es ist 0,0003 % Zinsen pro Tag fällig. Die 2,92 € Zinsen sind außerdem günstiger als jetzt um eine Stundung einer größeren Rechnung zu bitten (mind. 55 Cent für das Briefporto + Briefpapier usw.) oder Mahngebühren (5 €) zu bezahlen.

      Wenn jemand wirklich ein Jahr lang im Minus steht, sollte unbedingt Zwegat oder einen Kollegen aufrufen.

      Mir ist das Gebaren der Politik mal wieder zuwider. Da will man sich auf Kosten der freien Wirtschaft mal wieder als Samariter in Szene setzen. Die Effekte könnten fatal sein... Denn gibt's gar keinen Dispo mehr und dann dürfen die Leute häufiger mal Mahngebühren bezahlen.

      Obwohl ich Gelddingen sehr konservativ bin und ich es nicht befürworte, dass man unnötige Kredite aufnimmt und auf dem Girokonto immer schön im Plus ist, bin ich doch froh, dass ich die Möglichkeit selbst vor zwei Jahren nutzen konnte. Ich hatte höhere Ausgabuen wegen eines beruflich bedingen Umzuges. Mietkaution, Courtage, doppelte Mieten, Umzugskosten wollten alle bezahlt sein. Einen Kredit bekam ich nicht, weil die 3000 €, die ich gerne gehabt hätte, nicht lukrativ für die Bank gewesen wäre. Für mich auch nicht. Obwohl der Zinssatz niedriger als beim Dispo war, musste man den Kredit monatelang per Ratenzahlung abstottern. Ein Dispokredit hat den Vorteil, dass man ihn schnellstmöglich tilgen kann, ohne dass Strafzinsen anfallen.

      Die höhere Flexibilität wird bezahlt mit dem höheren Zinssatz. Es ist zum Vorteil beider Parteien.


    • Sie sollte lieber die Stromrechnungen begrenzen.
      Einen Dispo braucht man nicht unbedingt, aber Strom wohl eher.


    • Ist die geduldete Überziehung auch ein Dispo? Wenn unseren Mandanten daraufhin der Dispo gekürzt werden sollte, sehen die aber ziemlich alt aus und müssen - weil sie keine Kredite bekommen - vermutlich in die Insolvenz. Das Manöver könnte auch nach hinten los gehen, wenn die Banken den Dispo kürzen.

    • Habe eben mal einen Testballon für die Fianzaufsicht des Überwachungsstaates gestartet.

    • Guckelsstu "Wucher" und "Sittenwidrig"

      Und dann schickstu Peter Zwegart zu $Drogen_Rotlicht_Kredithai!

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