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Verbraucherschutz Kartellamt nimmt Nutzerbewertungen im Internet ins Visier

Immer wieder soll es Hinweise geben, dass Rezensionen im Internet gefälscht sind. Das Kartellamt will nun prüfen, ob Verstöße gegen das Verbraucherrecht vorliegen.
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Kartellamtschef Mundt hat sich den Schutz des Wettbewerbs in der Digitalwirtschaft auf die Fahnen geschrieben. Quelle: dpa
Bundeskartellamt

Kartellamtschef Mundt hat sich den Schutz des Wettbewerbs in der Digitalwirtschaft auf die Fahnen geschrieben.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDas Bundeskartellamt nimmt Nutzerbewertungen im Internet unter die Lupe und will dabei auch untersuchen, welche Bewertungssysteme besonders anfällig für Manipulationen sind. Dazu leitet die Behörde eine Untersuchung ein, in deren Rahmen sie zahlreiche Betreiber von Internet-Portalen befragen will, teilten die Bonner Wettbewerbshüter am Donnerstag mit.

„Nutzerbewertungen sind neben dem Preis das wichtigste Entscheidungskriterium für Verbraucher beim Online-Kauf“, begründete Kartellamtschef Andreas Mundt den Schritt. Auch bei der Wahl eines Arztes, Handwerkers oder Restaurants vertrauten viele Verbraucher auf Bewertungen im Netz. Es gebe aber immer wieder Hinweise, dass die Rezensionen gefälscht seien. Das Kartellamt wolle nun auch untersuchen, ob hier Verstöße gegen Verbraucherrechte vorlägen.

Mundt hat sich den Schutz des Wettbewerbs in der Digitalwirtschaft auf die Fahnen geschrieben. Die Behörde wolle Märkte offen halten und die Interessen der Verbraucher schützen. Im Februar hatte sie etwa Facebook weitreichende Beschränkungen bei der Verarbeitung von Nutzerinformationen auferlegt. Der US-Konzern geht dagegen vor Gericht vor.

Mit den Sektoruntersuchungen nimmt das Kartellamt Strukturen und Wettbewerbsbedingungen in bestimmten Wirtschaftszweigen unter die Lupe. Die Marktstudien richten sich nicht gegen einzelne Unternehmen. Die Behörde hat in der Vergangenheit aber auch Kartellverfahren auf der Basis gesammelter Informationen eingeleitet.

Mehr: Die SPD will dem Kartellamt mehr Befugnisse gegen verbraucherunfreundliche Vergleichsportale einräumen. Unterstützung kommt von Verbraucherschützern.

  • rtr
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