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Verfahren soll eingestellt werden Keine Beweise für den Lauschangriff auf Merkels Handy

Heiße Luft, keine Fakten: Das Verfahren wegen des mutmaßlichen Lauschangriffs auf das Handy von Kanzlerin Merkel steht vor dem Aus. Die Ermittler sind nach sechs Monaten keinen Schritt weiter gekommen.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beschäftigt sich mit ihrem Handy. Für eine Abhöraktion durch die NSA fehlen der Staatsanwaltschaft die Beweise. Quelle: dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beschäftigt sich mit ihrem Handy. Für eine Abhöraktion durch die NSA fehlen der Staatsanwaltschaft die Beweise.

(Foto: dpa)

München Die Bundesanwaltschaft will das Ermittlungsverfahren wegen des mutmaßlichen Lauschangriffs auf das Mobiltelefon von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Informationen des „Focus“ einstellen. Das Fachreferat Cyberspionage habe im Verfahren gegen den US-Geheimdienst NSA eine entsprechende Einstellungsverfügung verfasst, berichtet das Nachrichtenmagazin unter Berufung auf Quellen im Bundesjustizministerium.

Auch sechs Monate nach Beginn der Ermittlungen gebe es keinen seriösen Beweis für einen gezielten Lauschangriff der NSA auf Merkels Handy. Bundesanwältin Sigrid Hegmann und ihr Team hätten unter anderem alle deutschen Sicherheitsbehörden nach Belegen für eine gegen Merkel gerichtete Geheimdienstoperation gebeten. „Das Ergebnis war gleich null. Heiße Luft, keine Fakten“, zitiert „Focus“ einen Insider des Justizministerium.

Karlsruhe will die Ermittlungen dem Bericht zufolge nach Paragraf 170 Absatz II der Strafprozessordnung beenden. Danach kann eine Straftat nicht nachgewiesen werden, das Verfahren wäre damit erledigt. Justizkreise gehen laut „Focus“ davon aus, dass Generalbundesanwalt Harald Range der Empfehlung seines Fachreferats folgen wird, das er selbst mit den Untersuchungen beauftragt hatte.

Range hatte die Ermittlungen Anfang Juni wegen des Anfangsverdachts der Spionage und der Agententätigkeit eingeleitet. Medienberichten zufolge setzte er sich damit gegen erhebliche Bedenken in seinem Haus durch, um auf den öffentlichen Druck zu reagieren.

Die Ausspähaktionen der National Security Agency (NSA) in Deutschland haben die deutsch-amerikanischen Beziehungen erheblich belastet. Die NSA soll über Jahre auch Merkels Handy abgehört haben. Die Kanzlerin hatte die Geheimdienstarbeit der Amerikaner nach den Enthüllungen über die NSA-Aktivitäten scharf kritisiert und klargemacht, dass sie die gemeinsame Vertrauensbasis erschüttert sieht.

  • dpa
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1 Kommentar zu "Verfahren soll eingestellt werden: Keine Beweise für den Lauschangriff auf Merkels Handy"

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  • Nichts Neues! Früher war sie den Aussagen zufolge auch Teil eines "Abhörapparates" (IM ERIKA).

    Weshalb klärt man nicht auf, ob Frau Merkel mit der Person IM ERIKA identisch ist?