Vergütung Fehlanzeige Vom harten Praktikantenleben in der Politik

Wir wissen nicht, ob Ursula von der Leyen Praktikanten in ihrem Ministerium so nett anlächelt, wie sie es in der Öffentlichkeit tut. Wir wissen nur: Sie bezahlt ihnen kein ordentliches Salär. Und sie ist nicht die Einzige.
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Ertappt: Praktikanten im Arbeitsministerium werden in der Regel nicht vergütet. Quelle: DAPD

Ertappt: Praktikanten im Arbeitsministerium werden in der Regel nicht vergütet.

Von der Leyens Kollegen Westerwelle, Schäuble, Brüderle, Aigner, Rösler, Niebel und selbst Bildungsministerin Schavan halten es genauso. Nachzulesen ist das in der Antwort auf eine Anfrage der Grünen unter der Rubrik „Durchschnittliche Vergütung für Praktika?“ – „keine“. Dass es anders geht, zeigen der Innenminister und die Justizministerin: Dort kriegen Praktikanten 50 bis 511 Euro im Monat.

Nun soll der Bund stets sorgsam mit dem Geld der Steuerzahler umgehen. Zudem bietet er Praktikanten ja den geldwerten Vorteil, im Zentrum der Macht Kontakte und Erfahrung sammeln zu dürfen - und sei es nur am Drucker und in der Teeküche.

Vielleicht sollte dann aber zumindest die Arbeitsministerin die Botschaft gewisser Vereine, für die sie von ihrem Vorgänger die Schirmherrschaft übernommen hat, genauer unter die Lupe nehmen. Zum Beispiel die Initiative „fair company“ von mittlerweile 1 500 Unternehmen, darunter 23 Dax-Unternehmen. Sie haben gelobt, Praktikanten mindestens 300 Euro im Monat zu zahlen. Schirmherrin von der Leyen jedoch teilt lediglich Essensgutscheine und Reisebeihilfen aus, die nur „im Einzelfall“ diese Dimensionen erreichen.

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5 Kommentare zu "Vergütung Fehlanzeige: Vom harten Praktikantenleben in der Politik"

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  • Die Grünen sind doch auch alles Praktikanten und bekommen ein prächtiges Solär. im übrigen sind Praktikanten keine Lehrlinge sondern beobachter und da zahlt man eben kein Geld oder nur wenig aus.

  • [2] Amigo, und Schäubles "Praktikantin" bekommt auch nur know how womit sie für höchste Ämter tauglich ist. Von wegen hier hätte keiner von "Tuten und blasen" eine Ahnung.

  • Politik ist ein schmutziges Geschäft, und da gehört eben Lug und betrug dazu. Einfach widerlich!

  • Denke das hängt auch von der Qualität der Praktikanten ab. bill Clinton's Praktikantin soll ganz gut honoriert worden sein!

  • Warum soll die Politik intern anders agieren als in der Öffentlichkeit: Vollmundige Versprechungen machen und dann das genaue Gegenteil durchziehen. Schwatz/Geld ist da hoch spezialisiert.
    Warum wohl unterhält Frau von der Leyen eine eigene PR-Abteilung (natürlich auf Steuerzahlers Kosten!)? Alles zu ihrem eigenen Wohle.

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