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Verhandlungen Metall-Tarifrunde: Beschäftigungssicherung hat Vorrang

Für den IG-Metall-Vorstand steht die Sicherung von Jobs im Mittelpunkt. Die regionalen Tarifkommissionen sollen schnellstmöglich mit den Arbeitgebern über ein „Zukunftspaket“ sprechen.
04.02.2020 Update: 04.02.2020 - 15:19 Uhr Kommentieren
Der IG-Metall-Chef hat klare Erwartungen an die Arbeitgeber. Quelle: IG Metall
Jörg Hofmann

Der IG-Metall-Chef hat klare Erwartungen an die Arbeitgeber.

(Foto: IG Metall)

Berlin Arbeitgeber und Gewerkschaft werden in der anstehenden Tarifrunde für rund vier Millionen Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie die Beschäftigungssicherung in den Mittelpunkt stellen. Am Dienstag empfahl der IG-Metall-Vorstand den regionalen Tarifkommissionen, mit den Arbeitgebern zügig Sondierungsgespräche über ein „Zukunftspaket“ aufzunehmen. Die Gewerkschaft geht ohne eine bezifferte Tarifforderung in die Runde.

Die IG Metall will noch innerhalb der Friedenspflicht, die Ende April ausläuft, Tarifverträge über Investitions- und Produktzusagen, die Qualifizierung der Beschäftigten und den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen erreichen. Ursprünglich hatte sie ihr Angebot eines „Moratoriums“ mit der Bedingung verknüpft, dass die Arbeitgeber auf einseitige Maßnahmen zum Personalabbau und zur Standortschließung verzichten.

Die Arbeitgeber konterten jedoch, solche Zusagen seien – wenn überhaupt – nur auf betrieblicher, nicht aber auf Verbandsebene möglich. Der IG-Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann macht einen Erfolg der Gespräche aber weiter von der Bereitschaft der Arbeitgeberverbände abhängig, entsprechend auf ihre Mitgliedsfirmen einzuwirken.

In den Regionen soll nun unter anderem darüber verhandelt werden, wie sich bei Unterauslastung das Arbeitsvolumen ohne Entgelteinbußen senken lässt – etwa, indem der Arbeitgeber das Kurzarbeitergeld aufstockt. Außerdem will die IG Metall allen Beschäftigten Anspruch auf Förderung nach dem Qualifizierungschancengesetz geben und die Altersteilzeitquoten erhöhen. Zudem soll es ein Reallohnplus für alle geben.

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    Die Arbeitgeber hatten ihrerseits bereits klar gemacht, dass es keine Beschäftigungssicherung um jeden Preis geben könne. Die Verbände in Bayern und Baden-Württemberg machen sich zudem dafür stark, über fünf Jahre einen fixen Anteil der Entgeltsteigerungen für die Bewältigung der Transformation aufzuwenden.

    Dieser Forderung werde man nicht entsprechen, betonte der Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg, Roman Zitzelsberger. Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger nannte es „positiv“, dass die Gewerkschaft dem Ernst der Lage angemessene Gespräche führen wolle. Diese könnten aber – von beiden Seiten – nur ohne Vorbedingungen geführt werden.

    Mehr: Mit diesen Maßnahmen hilft die Bundesregierung der Autoindustrie.

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