Verkehrsminister Dobrindt Ab 2020 übernimmt der Autopilot

Mercedes, BMW, Google: Automatisierung ist mit E-Mobilität der Trend in der Fahrzeugentwicklung. Verkehrsminister Dobrindt glaubt, dass Autos bald selbstständig über die Autobahn fahren – wenn die Gesetze Schritt halten.
Einige Fahrzeuge haben schon jetzt Autopiloten integriert – wie der Model S von Tesla. Quelle: Reuters
Autopilot von Tesla

Einige Fahrzeuge haben schon jetzt Autopiloten integriert – wie der Model S von Tesla.

(Foto: Reuters)

BerlinFahren mit Autopiloten auf deutschen Autobahnen wird nach Einschätzung von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) ab 2020 möglich sein. „In fünf Jahren werden wir hochautomatisierte Systeme serienmäßig haben, die unsere Autos digital über die Autobahn lenken“, sagte Dobrindt dem Nachrichtenmagazin „Focus“.

Auf dem Digitalen Testfeld Autobahn an der A 9 bei Ingolstadt sei dazu das neueste Mobilfunknetz mit einer Geschwindigkeitsqualität nahe dem zukünftigen 5G-Standard errichtet worden, sagte der Verkehrsminister. Die fahrenden Autos könnten dort in Echtzeit Daten austauschen. „2016 erweitern wir das Testfeld auf Stadtteile von Ingolstadt“, sagte Dobrindt. So könnten Unternehmen auch automatisiertes Fahren im realen Stadtverkehr testen.

Wie BMW, Daimler und Audi künftig die Welt vermessen
Kameraauto von Here
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Die Kamerautos von Here vermessen mit teuren Apparaturen die Straßen. Auf dem Dach sind zahlreiche Sensoren montiert. Wilfried Ness (am Steuer) gehört zu einem Kartenteam der Nokia-Tochter, die jetzt an die deutschen Premiumhersteller verkauft wird.

Aufbau mit Sensoren
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Die Kameras zeigen nach vorne, hinten, links und rechts – sie schießen hochauflösende Bilder. Lasertaster vermessen die Häuserfronten – Lidar nennen Experten diese Technologie, bei der aus vielen kleinen Punkten ein Bild zusammengesetzt wird. Ganz oben...

GPS-Empfänger
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... thront ein GPS-Empfänger. Er soll die Position des Fahrzeugs möglichst genau orten. Der gesamte Aufbau kostet mehr als das Auto selbst.

Kabelstrang
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Den Aufbau montiert Nokia auf einem herkömmlichen Dachgepäckträger, die Kabel laufen von dort ins Innere...

Blick ins Auto
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... zu einem Computer, der im Fußraum des Beifahrersitzes steht. Dort werden die Daten gespeichert – die Festplatte fasst ein Terabyte, also 1024 Gigabyte. Binnen einer Woche ist sie voll, mit Fotos und Daten.

Tablet als Navigationsgerät
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Hier geht's lang: Ein Tablet-Computer dient als Navi und Kontrollstation. Der Fahrer kann sich die Routen anzeigen lassen...

Perspektiven der vier Kameras
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... und die Ergebnisse kontrollieren. Hier Aufnahmen der hochauflösenden Kameras, die in vier Richtungen zeigen.

Bevor das Auto komplett die Kontrolle übernehmen darf, muss aber das Wiener Übereinkommen über den Verkehr aus dem Jahr 1968 geändert werden. Denn dort ist festgeschrieben, dass jedes Fahrzeug einen Fahrer haben soll.

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  • dpa
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