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Verkehrspolitik Opposition bemängelt zu wenig Fortschritte nach Dieselgipfel

Ein Jahr nach dem Dieselgipfel fordert Grünen-Chef Hofreiter mehr Nachdruck bei Hardware-Nachrüstungen. Er prangert Untätigkeit der Bundesregierung an
02.08.2018 - 07:55 Uhr 1 Kommentar

Endstation Schrottplatz? – Zukunft des Diesel-Autos bleibt unklar

Berlin Ein Jahr nach dem Dieselgipfel von Politik und Autobranche wirft die Opposition der Bundesregierung mangelnden Nachdruck beim Kampf gegen zu viele Abgase vor. „Das war ein Jahr der schamlosen Untätigkeit in der Dieselkrise, das so nicht weitergehen kann“, sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter der Deutschen Presse-Agentur.

Um Gesundheitsgefahren, weitere Fahrverbote und massiven Wertverlust für Autobesitzer zu verhindern, müssten unter anderem endlich Hardware-Nachrüstungen dreckiger Diesel durchgesetzt werden. Unbegreiflich sei auch, dass die Bundesregierung weiterhin die schützende Hand über den schmutzigen Verbrennungsmotor halte.

Der verkehrspolitische Sprecher der FDP, Oliver Luksic, sagte der dpa, das Ergebnis nach einem Jahr laute: „Heiße Luft statt saubere Luft.“ Versprochene Software-Updates seien nicht komplett umgesetzt, nach ersten Sperrungen in Hamburg werde bald Stuttgart mit einem flächendeckenden Fahrverbot folgen.

Regierung müsse endlich einen generellen Rechtsrahmen für Hardware-Nachrüstungen schaffen, damit Dieselfahrer in den betroffenen Regionen überhaupt die Möglichkeit hätten, ihre Fahrzeuge den Vorgaben entsprechend sauber zu bekommen.

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    Beim Dieselgipfel mit Bund und Ländern am 2. August 2017 hatten die deutschen Autobauer unter anderem neue Abgas-Software für insgesamt 5,3 Millionen Wagen bis Ende 2018 zugesagt - darunter 2,5 Millionen Fahrzeuge von Volkswagen, aus denen illegale Software entfernt werden muss.

    Laut Bundesverkehrsministerium sind mittlerweile 2,9 Millionen Wagen umgerüstet, bei weiteren 1,6 Millionen läuft der Update-Prozess oder steht kurz bevor. Der Zeitplan bis Jahresende wackelt, Ressortchef Andreas Scheuer (CSU) besteht aber darauf.

    Hardware-Nachrüstungen, also Umbauten direkt an Motoren, sind in der Regierung seit Monaten umstritten. Die SPD dringt darauf, Scheuer und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) argumentieren dagegen. Merkel hat kürzlich eine Entscheidung bis Ende September in Aussicht gestellt.

    • dpa
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    1 Kommentar zu "Verkehrspolitik: Opposition bemängelt zu wenig Fortschritte nach Dieselgipfel"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich habe mir 2014 einen gebrauchten A6 TDI, 3,0 l der Marke Audi, Schadstoffklasse 4 gekauft. Da ich viel unterwegs war mit ca. 50.000 km p.a., war dies für mich das ideale Kfz. Schön, sparsam, schnell und komfortabel. Stickoxidwerte waren damals noch nicht so wichtig. Es ging hauptsächlich um Feinstaub und da wurde viel erreicht. Die Werte sind heute noch ganz passabel.
      Nun droht mir ab 2019 in mehreren Städten ein "Einfahrverbot". Da ich viele Kunden in großen Städten habe und relativ schweres Gepäck dabei habe, ist das so etwas wie ein Berufsverbot. Würde ich den öffentlichen Nah- Fernverkehr benützen, müste ich auf etwa die Hälfte meiner Besuche verzichten. Das ist nicht tragbar.
      Schon deshalb nicht, da ich mich beim Kauf meines Kfzs "vertragtreu" verhalten habe und der Bund bzw. die Bundesregierung Ihre Aufsichtspflicht bei der Kontrolle der Abgaswerte sträflich vernachlässigt haben. Diese haben mich im Glauben gelassen ich hätte ein saubers Auto gekauft.
      Dass Audi wissentlich falsche Daten bei den Abgaswerten angegeben hat, ist sicher noch ein anderer Punkt.
      Nun schreien gerade die Bauern nach Sbventieonen bzw. Hilfen. Im Gespräch ist z. Zt. 1 Mrd. Die werden Sie wahrscheinlich auch bekommen. Wer unterstützt aber mich?
      Eine "Hardware" Nachrüstung ist anscheinend nicht möglich. Die Hersteller blocken hier völlig, obwohl die Nachrüstung lediglich ca € 1,2 Mrd für alle Diesel kosten würde.
      Ich soll ein neues Auto kaufen. Möglichst ein E-Mobil.
      Die Ökobilanz eines E-Mobils ist aber nicht besser ist, als die eines normalen Verbrennungsmotors? Und ein Neuwagen verbraucht in der Herstellung so gigantische Mengen an Resourcen, dass die weitere Nutzung eines gebrauchten "Stinkers" ein wahrer Segen für die Umwelt ist.
      .... und der eine oder andere hat auch nicht das Geld sich einen neuen Wagen zu kaufen.
      Nach Abwägung vieler Faktoren werde ich nun einfach abwarten und schauen, wie sich dieses Thema in der nächsten Zeit entwickelt. Aussitzen á la Kohl und Merkel.

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