Vertagungen in vielen Bezirken Metall-Tarifrunde 2004 erfolglos gestartet

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Die IG Metall befürchtet bis zu 45 000 Entlassungen in den NRW- Metallbetrieben, wenn sich die Forderung nach längerer Arbeitszeit durchsetze. „Die Wiedereinführung der 40-Stunden-Woche durch die kalte Küche würde den Arbeitsmarkt in der Metallwirtschaft auf Dauer zubetonieren“, sagte IG-Metall Bezirksleiter Peter Gasse. Die zweite Verhandlungsrunde für die 750 000 Beschäftigten der Branche ist am 9. Januar.

Zu den Verhandlungen für die knapp 800 000 Beschäftigten der baden-württembergischen Metallindustrie betonte Südwestmetallchef Otmar Zwiebelhofer in Böblingen: „Aufschwung ist in unseren Auftragsbüchern noch nicht angekommen - jeder zweite Betrieb ist existenzbedroht. Bei einem Abschluss dürfe der mittelfristige Verteilungsspielraum von 1,4 % nicht voll ausgeschöpft werden.“ Der neue IG Metall-Bezirksleiter Jörg Hoffmann meint, der Verteilungsspielraum könne ausgeschöpft werden, ohne die Unternehmen zu überlasten. Die Gespräche werden am 8. Januar fortgesetzt.

Die Verhandlungen für die rund 37 000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg wurden auf den 14. Januar vertagt. Für die etwa 20 000 Metaller in Osnabrück/Emsland geht es am 21. Januar in die zweite Runde. Die Mittelgruppe mit 430 000 Mitarbeitern will am 13. Januar wieder verhandeln.

Für die neue Gewerkschafts-Führung unter dem Vorsitzenden Jürgen Peters und seinem Vize Berthold Huber ist die Metall-Tarifrunde die erste Bewährungsprobe. Sie wird dadurch kompliziert, dass 1,39 Prozentpunkte des Abschlusses für die Angleichung der Bezahlung von Arbeitern und Angestellten (ERA) abgezweigt werden müssen, damit die Tarifreform wie geplant ab 2008 in den Betrieben umgesetzt werden kann.

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