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Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer will Bundeswehreinsatz in Mali womöglich ausweiten

Die Ministerin besucht die deutschen Truppen in Niger und Mali. Sie fürchtet, dass mehr Einsatz der Europäer notwendig ist, um die Region zu stabilisieren.
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Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) wird nach ihrer Ankunft auf dem Flughafen in Niamey begrüßt. Quelle: dpa
Verteidigungsministerin in Niger

Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) wird nach ihrer Ankunft auf dem Flughafen in Niamey begrüßt.

(Foto: dpa)

Niamey Die Sicherheitslage im Sahel hat sich eher verschlechtert als verbessert – trotz des UN-Einsatzes Minusma in Mali und verschiedener Ausbildungsmissionen für Soldaten in der Region. „Wir müssen schauen, ob der Einsatz ausreicht und ob Minusma richtig aufgesetzt ist“, sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am Sonntagabend in Niamey, der Hauptstadt des Niger.

Das Mandat für den Bundeswehreinsatz in Mali läuft Ende Mai aus. Bis zum Frühjahr will die Bundesregierung entscheiden, wie der Einsatz effektiver gestaltet werden kann.

Kramp-Karrenbauer will gegen Ende dieser Woche auch mit ihrer französischen Amtskollegin Florence Parly über eine bessere internationale Abstimmung sprechen. Bisher koordinieren die Europäer ihre Einsätze jeweils nur bilateral mit den Sahel-Staaten. Zu diesen zählen neben Mali und Niger der Tschad, Burkina Faso und Ruanda.

In Niger unterhält die Bundeswehr im Rahmen der UN-Mission Minusma einen Luftwaffenstützpunkt mit 80 Soldaten. Von dort aus wird vor allem die Evakuierung verletzter oder kranker Soldaten aus den malischen Einsatzorten Bamako und Gao, wo 700 Bundeswehrsoldaten eingesetzt sind, organisiert. Es sei sinnvoll, dies von einem einigermaßen sicheren Ort, wie Niamey, zu tun, sagte der Kommandeur vor Ort.

Der Niger ist das ärmste Land der Welt. Die Bundeswehr unterstützt die Armee dort auch mit einer Ausbildungsmission des Kommandos Spezialstreitkräfte (KSK). Die Hoffnung: die trainierten Soldaten, die auch mit Bundeswehrhilfe ausgestattet werden, unterbinden Schmugglerrouten in Niger, und schneiden so auch den IS im Norden Malis von Nachschub ab.

Der KSK-Einsatz ist umstritten. Die Opposition im Bundestag verlangt ein Mandat für diesen Einsatz, den das Verteidigungsministerium bisher nicht für notwendig hält.

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