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Verwaltungskosten bei Zahnersatz höher Zahnversicherung wird für viele billiger

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Begründet wurden die höheren Beitrage damit, dass die Verwaltungskosten bei Zahnersatz wegen des hohen Beratungs- und Prüfaufwands höher seien als bei anderen Kassenleistungen. Zusätzliche Bürokratiekosten entstehen auch durch den neuen Finanzausgleich, über den die unterschiedlichen Risikostrukturen der Kassen in Sachen Zahnersatz ausgeglichen werden sollen. CDU-Sozialexperte Andreas Storm kündigte an, man werde die GKV-Tarife sorgfältig prüfen. „Kosten von sieben, acht und neun Euro erscheinen mir wenig plausibel,“ sagte er dem Handelsblatt.

„Wir werden uns bemühen, mit sechs Euro auszukommen,“ verspricht Florian Lanz vom Bundesverband der Betriebskrankenkassen. Sollte die PKV niedrigere Tarife anbieten, bestünde in der Tat die Gefahr, „dass gerade gesunde Versicherte ohne Kinder uns den Rücken kehren,“ warnt der Kassenexperte. „Wir hätten einen klassischen Entsolidarisierungseffekt.“ Je mehr Gesunde den GKV-Tarif in Richtung Private verließen, um so höher würde der Beitrag steigen müssen, um die Kosten zu decken. Diese Entwicklung hätte der Gesetzgeber zu verantworten, heißt es bei der PKV. „Wir haben von Anfang an vor einer Zwitterlösung gewarnt und unsere Zweifel an der Beiragskalkulation der Kassen angemeldet“ erklärte Sahmer.

Bislang hat allerdings noch keine Privatversicherung ein entsprechendes Angebot gemacht. Die gesetzlichen Kassen müssen bereits zum 1. Oktober ihren Tarif vorlegen. Außerdem sollen sie eine neue Gebührenordnung verabreden. Bislang erhalten die gesetzlich Versicherten Zuschüsse von bis zu 60 % für eine Standardversorgung. Ab 2005 soll es befundorientierte Festzuschüsse geben. Die erste Verhandlungsrunde über die neuen Festzuschüsse zwischen Kassen, Zahnärzten, Sozialministerium und Patientenvertretern fand in der vergangenen Woche statt. Ob die Gespräche bis Oktober abgeschlossen werden können ist offen. „Das Zeitplan ist durchaus ehrgeizig,“ meint Martin Plass vom federführenden Ersatzkassenverband.

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