Verwirrung um Stresstest Bundesbank will Aufschub für deutsche

Wegen Unklarheiten bei Kernwerten des Banken-Stresstests will die Bundesbank für deutsche Institute einen Abgabe-Aufschub um zwei Wochen erwirken. In Brüssel hat man von diesem Anliegen indes noch nichts gehört.
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Frankfurt/Brüssel Deutschlands oberste Finanzaufseher wollen den Banken hierzulande mehr Zeit für die Abgabe der Unterlagen für den neuen europaweiten Stresstest verschaffen. Die Bundesbank mache sich gemeinsam mit der Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin für eine Fristverlängerung um 14 Tage stark, sagte eine Sprecherin der Notenbank am Donnerstag in Frankfurt und bestätigte damit einen Bericht von „handelsblatt.com“. Eine Sprecherin der EU-Kommission in Brüssel hatte bis Donnerstagmittag noch nichts von dem Begehren gehört.

In dem neuen Test sollen die europäischen Finanzhäuser beweisen, wie es um ihre Krisentauglichkeit bestellt ist. Anhand bestimmter Szenarien wird überprüft, ob eine Bank auch dann überlebensfähig ist, wenn sich die Märkte sehr negativ entwickelt und die Konjunktur einbricht. Einen ersten Test dieser Art hatte es im vergangenen Jahr gegeben. Die Unterlagen für Nummer zwei sollten ursprünglich bis Ende April bei der Europäischen Bankenaufsicht ABA eingereicht werden, Ergebnisse werden für Juni erwartet.

Jedoch hatte es auf deutscher Seite Verwirrung um die Definition wichtiger Kenngrößen des Tests gegeben. So war fraglich, ob Stille Einlagen - eine typisch deutsche Form der Kapitalstärkung von Banken, vor allem bei Landesbanken - zum Kernkapital gerechnet werden oder nicht. An dem diesjährigen Test sind 13 deutsche Institute beteiligt.

  • dpa
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