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Voerdal Aus für Aluhütte alarmiert Wirtschaftspolitiker

Das drohende Aus der Aluminiumhütte Voerdal im niederrheinischen Voerde ist aus Sicht von Wirtschaftspolitikern der Vorbote einer drohenden Deindustrialiserung aufgrund steigender Strompreise.
36 Kommentare
Joachim Pfeiffer (CDU). Quelle: dpa

Joachim Pfeiffer (CDU).

(Foto: dpa)

BerlinDie Bundesregierung müsse jetzt „ein klares Signal für den Erhalt des Industriestandortes setzen“, heißt es in einem Brief des wirtschaftspolitischen Sprechers der Unionsfraktion, Joachim Pfeiffer (CDU), an Kanzlerin Angela Merkel. In dem Schreiben, das dem Handelsblatt vorliegt, fordert Pfeiffer von der Bundesregierung, ihre Zusagen zur Entlastung der energieintensiven Branchen jetzt umzusetzen. Mit Voerdal stehe „ein für die industrielle Wertschöpfungskette systemrelevantes energieintensives Unternehmen vor dem Aus“. Rasches Handeln sei erforderlich.

Voerdal hat nach Angaben der IG Metall Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen, das 410 Mitarbeiter beschäftigt und dem niederländischen Investor Gary Klesch gehört, war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar. In Gewerkschaftskreisen hieß es, die hohen Stromkosten seien Hauptgrund für die Insolvenz.

Zu den Zusagen der Bundesregierung, an die Pfeiffer in seinem Schreiben erinnert, gehört die Kompensation der Zusatzkosten beim Strom, die den Energieintensiven ab 2013 durch den Emissionshandel entstehen. Außerdem appelliert Pfeiffer an die Kanzlerin, für eine rasche Verabschiedung der geplanten Verordnung über die Vergütung abschaltbarer Lasten zu sorgen. Der Entwurf aus dem Wirtschaftsministerium sieht vor, dass große Verbraucher aus der Industrie gegen eine Vergütung vom Stromnetz genommen werden können, wenn dadurch das Netz stabilisiert werden kann.

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36 Kommentare zu "Voerdal: Aus für Aluhütte alarmiert Wirtschaftspolitiker"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Josefs Antwort finde ich ganz ok. Er hat sachlich argumentiert und seine Sichtweise dargelegt. Gut so! Bei "risinghope" sieht die Sache schon anders aus. Der vor Emotionen strotzende Beitrag hat mir ein leichtes Schmunzel auf die Lippen gezaubert.
    Misswirtschaft??? Na klar Misswirtschaft! Volle Auftragsbücher bedeuten nur, dass das Unternehmen genug Aufträge hat. Ob diese auch rentabel abgearbeitet werden, steht üblicherweise in der Billanz.
    14. Monatsgehalt - das war "auf den Busch geklopft" und sie haben geliefert. ;-) Verzichten sie doch auf das 13. Die Gehälter bei Voerdal sind ohnehin mehr als üppig.
    An der Qualität der Aluminiumlegierungen gege ich keinerlei Zweifel, jedoch an der Behauptung, dass das Vorhandensein von Zertifikaten Voraussetzung ist um diese produzieren zu können. Ein Zertifikat ist eine Bescheinigung oder Urkunde, die bestätigt, dass ein Produkt oder eine Dienstleistung bestimmte Anforderungen erfüllt oder Eigenschaften besitzt. Daher muss erst das Produkt da sein, bevor es zertifiziert werden kann.
    Umweltverschmutzer No1 - Ich habe von der "Hüttenindustrie" im Allgemeinen gesprochen. Das schließt jegliche Metallgewinnung aus Primerrohstoffen ein. Außerdem ändern die von ihnen angeführten Co2-Zertifikate nichts an der Verschmutzung selbst. Mit dem sogenannten Co2-Zertifikaten kauft das jeweilige Unternehmen nur das Recht eine Gewisse Menge CO2 in die Umwelt blasen zu dürfen. In meinen Augen ohnehin eine fragwürdige Praxis.
    Ihrer Einlassung, Deutschland sei in sachen Umweltschutz führend, möchte ich entgegenhalten, dass das Problem nur verlagert wurde. Viele Produkte werden nach wie vor umweltschädigent hergestellt. Nur eben nicht mehr in Deutschland. Solange wir aber diese Produkte in rauhen Mengen einführen und verwenden, ist es reine Augenwischerei von einer vorbildlichen Umweltpolitik Deutschlands zu sprechen! Ich darf vermuten, dass sie einer der Mitarbeiter von Voerde sind?

  • misswirtschaft???...die auftragsbücher sind voll!!!
    14. monatsgehalt..ich weiß nicht wo du deine informationen her hast!!!
    wettbewerbsfähigkeit???...wir produzieren weltweit mit die besten legierungen,da müßen andere erst mal rankommen bzw. haben die zertifikate dazu gar nicht!!!
    umweltverschmutzer no.1 ???...co2-zertifikate sind seit jahren bei uns und das wird teuer bezahlt...wo andere länder als industrielles entwicklungsland gesehen werden und rausblasen dürfen was sie wollen...ich sag nur china..loool...deutschland ist in sachen umweltschutzweltweit führend!!!
    ebenso möchte ich dein zu hause und deine mobilität sehen...ich denke dein heim besteht nur aus holz und dein auto/fahrrad anscheinend auch.
    wenn ich sowas lese....:-(((

  • Och Machmut... das Aluminium wird benötigt und produziert, es fragt sich nur wo? Wenn man sich die Kostenstruktur der Unternehmen anschaut, dann sieht man dass nicht die Lohnkosten sondern die Energiekosten ausschlaggebend für die Missstände sind.

    "Produziert was anständiges und ökologisch sinnvolles"?? Diese Aussage ist gleichermaßen sinnlos und fragwürdig. Mehr und mehr Bauteile im Automobilbau, der Luftfahrt, und anderen Industriegütern werden durch Aluminium anstelle von Stahl substituiert, meist auch im Rahmen der Leichtbaustrategie des Unternehmens, somit ist Aluminium gleichermaßen Anständig als auch ökologisch sinnvoll - ganz im Gegensatz zu Windmühlen und Solarzellen, die unanständig und ökologisch sinnlos sind, weil das Alu ohnehin gebraucht wird, nun aber eben in Polen, Rumänien, Rußland oder China gefertigt wird, wo die Energiepreise niedriger sind. Ein Unternehmen kann noch so innovativ und effizient sein, wenn die Rahmenbedingungen aufgrund politischer Fehlentscheidungen schlichtweg miserabel sind. Die Ära Aluminium fängt gerade erst an, aber wie es scheint findet das Wachstum außerhalb Deutschlands statt, dort wo Wachstum noch geduldet und freudig erwartet statt verschmäht und verurteilt wird. Over and out

  • Moment mal Freundchen. Die Regierung und der Staatsind nicht für die Misswirtschaft bei Voerdal verantwortlich! Wenn das Unternehmen plaite geht, liegt das vor allem an den üppigen Löhnen und dem 13. +14. Monatsgehalt! Außerdem ist es normal, dass von zeit zu Zeit eine Ähra endet und eine neue beginnt! Die Hufschmiede mussten sich vor 60 Jahren auch damit abfinden, dass mit der Massenmotorisierung der Bedarf an hufeisen drastisch zurückging! Wenn andere Firmen in anderen Regionen der Welt wettbewerbsfähiger sind als Voerdal, dann müssen eben die Mitarbeiter ihre Gürtel etwas enger schnallen. Die Hüttenindustrie ist ohnehin Umweltverschmutzer Nr.1! Produziert was Anständiges und ökologisch Sinnvolles!

    Wer was für die Umwelt tun will, wählt Grün!

  • Hallo, "ihr"
    Ihre grüne "Hochtechnologie" basiert auf der ultramodernen Windmühlentechnik von ..1150 (Bockwindmühlen) oder Solarzellen (ca.1920).
    Inzwischen werden nicht nur die Krähenspiegel (Solarpaddel) sondern auch die Windmühlenflügel in China gefertigt- wann die Generatorgondeln und Wechselrichter aus der Volksrepublik kommen, ist eine Frage der Zeit, und das einer sehr kurzen. Und dann darf die deutsche Zipfelmütze nur noch den Stiel giessen und die Gondel mit Flügel darauf aufstielen. Arbeitsbeschaffung ala EEG.
    Nachzulesen bei Google: Neues von Glaessel (Suchbegriff)
    Wie schon mal gesagt: Die Zipfelmütze bekommt, was die Zipfelmütze braucht. Und immer fein dem Grünen glauben...!

  • Man sehe die Ergebnisse der Schleswig- Holstein- Wahl und nächste Woche NRW. 14% Grüne. Die deutsche Zipfelmütze bekommt, was sie will und verdient. Einschliesslich Energiewende, befohlen von ethischen Pfaffen, Lehrern und Soziologen. Viel Spass damit!!

  • viele zahlen und worte...bestimmt auch viele fakten.
    bin kein politiker sondern "nur" einer der 410 die höchstwahrscheinlich ihren langjährig verdienten lebensunterhalt nicht mehr weiter bei voerdal erarbeiten können!!!
    wenn da nicht schnellstens konkurrenzfähigkeit international hergestellt wird seitensder regierung geht der jobverlust in die tausende,das ist sicher.schön das gerade vor den wahlen dieses thema aufgegriffen wird von oben....stehen bestimmte entlastungen doch schon seit jahren fest. aber da wird lieber der topf für bestimmte länder erhöht um denen unter die arme zu greifen anstatt sich mal um die inländische erhaltung zu kümmern.

  • Die Panik vor Atomkraftwerken kommt doch auch nur aus Unwissenheit, viele vielversprechenden Ansätze wie der Schnelle Brutreaktor oder gar die Kernfusionstechnik werden blockiert, weil Oma Frieda wieder Angst hat, dass ihre Kartoffel sonst nachts im Garten grün leuchten. Wer dieser ganzen Aktivisten und Schwätzer kann denn überhaupt den Prozess der Atomstromerzeugung beschreiben und den Unterschied zwischen Druck- und Siedewasserreaktoren und anderen Technologien mit Graphitmoderator wie in Tchernobyl verstehen? Wer weiß schon, dass Kohlekraftwerke allein durch die in der Kohle und im Boden natürlicherweise enthaltenen Strahlung mehr radioaktive Partikel freisetzen als die meisten Kernkraftwerke?
    Warum sollten wir teures Gas aus Rußland importieren, wenn wir doch billige Kohle in ausreichender Menge vorhanden haben, mit der man gute und billige Grundlast erzeugen kann? Wer weiß schon, dass man bei für fluktuierende Energieträger jede Menge konventionelle Regelenergie (sowohl positiv als auch negativ) bereithalten muss, weil diese Energiequellen absolut unzuverlässig sind und die Stabilität des Stromnetzes gefährden? Wer weiß schon, dass die großen Grundlastkraftwerke sich aufgrund eines reinen Selbstschutzes bei zu hohen Frequenzschwankungen durch massive Schwankungen in der Windeinspeiseleistung einfach selbst abschalten, und dann nicht wieder ohne einen enormen Aufwand an Energie (Allein für die Speisewasserpumpen und andere Geräte) angefahren werden können? (Stichwort Schwarzstartfähigkeit?)
    Es wird so viel Mist in diesem Bereich verzapft, aber wen wundert das, wenn bei wichtigen energiepolitischen Entscheidungen fach- und wissensferne Köpfe aus Kirchen, Juristen, oder sonstigen Schwätzern am Tisch sitzen anstatt Ingenieuren und Energieexperten. Ich finde es nur traurig, dass wir unsere Wettbewerbsfähigkeit und unseren Wohlstand für nichts und wieder nichts aufgeben, um dem Ökowahn zu fröhnen. Und solange es mir noch nicht verboten wird werde ich

  • Höchst interessant ist es allemal, dass man sobald man mit gesundem Menschenverstand an die Angelegenheit herantritt, man direkt als Lobbyist der Atomindustrie diskreditiert wird.

    Für uns als Wirtschaftsstandort ist billiger Strom essentiell wichtig, und auch für Privathaushalte ist in meinen Augen billige Energie ebenso wie billiger Treibstoff für PKWs ein wichtiger Faktor zur Lebensqualität. Auch wenn Claudia Roth und Konsorten es sicher lieber sehen, wenn das Volk wie Vieh zusammengepfercht in überfüllten Zügen zur Schlachtung, Verzeihung, zur Arbeit, gefahren wird, kann ich diesem Wahn absolut nichts abgewinnen.

    Nichts ist schlimmer als Bevormundung, jeder mag gerne den Strom einkaufen den er möchte, wenn es Unternehmen und Privathaushalte gibt, die gerne 30 Cent pro kWh für Strom aus norwegischen Flüssen mit glücklichen Fischen kaufen möchten, sollen sie es bitte tun. Wenn ich oder eine Aluhütte allerdings Strom aus Braunkohlekraftwerken zu einem Bruchteil kaufen möchte, dann sollte man dies ebenso erlauben, anstatt durch sinnlose Umlagen und Förderung unrentabler Technologien den Produktionsstandort abzuwerten.

    Wie gesagt, die Braunkohlereserven allein in Deutschland reichen noch gut 300 Jahre, und auch alle anderen Energieträger sollten solange genutzt werden, bis sie aufgrund der natürlichen Preissteigerung durch Angebot und Nachfrage rentabel sind. Sofern wir Milliarden über Milliarden in irgendwelche Windmühlen stecken, erreichen wir nur eins: Alle anderen Länder - vornehmlich USA und China - können billiger Energieträger einkaufen, weil der Weltmarktpreis durch unsere zurückgehende Nachfrage weniger steigt. Wir subventionieren also keinesfalls uns selbst, sondern nur die anderen. Sobald es dann von sich aus wirtschaftlich ist, Windstrom zu erzeugen, springen alle anderen automatisch auf den Zug auf und kopieren unsere teuer entwickelten Produkte. Somit haben wir absolut nichts gewonnen.

  • George orwell...Im Irak gibt es sicherlich viele schreckliche Angelegenheiten. Allerdings haben diese wenig mit Uran und Plutonium zu tun. Der Grund das man die Legende von der "tödlich strahlenden" Uranmunition in den Irak gelegt hat und nicht etwa nach Deutschland ist die, dass kaum jemand dort hin reist und man so die schaurig, phantasievollsten Geschichten entwerfen kann.

    Plutonium wird seitens der Oekoreligion seit Jahrzehnten als Ultragift vermarktet. Wenn man die Fakten ansieht, gem. des von Ihnen benutzten stark ökologisierten Deutschen Wikipedia, liegt die LD50 Schwelle (50% Todeswahrscheinlichkeit) für Plutonium beim verspeisen im Bereich einiger Gramm, lediglich beim Einatmen liegt diese sehr niedrig. Abseits der Oekopropaganda gibt es gefährlichere Stoffe.

    Abgereichertes Uran dient als Ausgleichsgewicht in Flugzeugen und Segelbooten. Man kann es in manchen Staaten auch frei kaufen und sich ein Klötzchen auf den Schreibtisch stellen.

    Vandale

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