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Volksbegehren in Berlin Fast jeder Zweite unterstützt Enteignungen im Immobiliensektor

Ab Samstag werden in Berlin Unterschriften für die Enteignung von Immobilienfirmen gesammelt. Eine Umfrage offenbart Unterstützung für die Forderung.
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Die Wirtschaft ist durch die Forderungen der Enteignungs-Initiative alarmiert. Quelle: dpa
Wohnungen in Berlin

Die Wirtschaft ist durch die Forderungen der Enteignungs-Initiative alarmiert.

(Foto: dpa)

Düsseldorf, BerlinFast jeder zweite Deutsche spricht sich für Enteignungen aus, um die Preisentwicklungen am Immobilienmarkt in den Griff zu bekommen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Kölner Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag des Handelsblatts vom Freitag hervor. 49 Prozent der 547 repräsentativ Befragten antworteten auf die Frage, ob es Enteignungen im Immobiliensektor brauche, mit „Ja“.

Knapp ein Drittel (29 Prozent) hält Enteignungen nicht für nötig. 22 Prozent der Befragten hatten zu dem Thema keine Meinung („Weiß nicht“) oder machten keine Angabe.

In Berlin startet am Samstag ein Volksbegehren zur Enteignung von Immobilienfirmen. Über das Volksbegehren will die Initiative „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ für das Land Berlin ein Gesetz herbeiführen, über das am Ende private Wohnungsunternehmen mit mehr als 3.000 Wohnungen enteignet werden können, allen voran die Deutsche Wohnen. Mit mehr als 100.000 Wohnungen ist der Konzern größter Vermieter in der Hauptstadt.

Parallel zu einer Großdemonstration „gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn“ werden ab 12 Uhr auf dem Berliner Alexanderplatz die ersten Unterschriften gesammelt.

Die Wirtschaft ist alarmiert. In der Kritik steht damit vor allem auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und seine Berliner SPD. So lehnt zwar Müller Enteignungen ab, die Partei dagegen spielt auf Zeit.

Der Ursprung der hitzigen Debatte liegt in den seit Jahren stark steigenden Berliner Mieten. Die Hauptstadt wächst jedes Jahr um Zigtausende Einwohner. Zugleich fehlt es aber an Tausenden Wohnungen, vor allem im niedrigen und mittleren Preissegment.

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1 Kommentar zu "Volksbegehren in Berlin: Fast jeder Zweite unterstützt Enteignungen im Immobiliensektor"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wie kann es sein, dass ein absoluter Grundpfeiler des Wohlstandes einer Gesellschaft, nämlich das EIGENTUMSRECHT, von "fast jedem Zweiten" verachtet wird?
    "Sobald die Staatsquote die 50%-Marke überschritten hat, wobei (theoretisch) 0% Staatsquote einer Freien Marktwirtschaft entspricht und 100% Staatsquote Kommunismus, ist der Weg in den Sozialismus - und damit auch Enteignungspolitik und sozialistische Mangelwirtschaft - irreversibel. Und in Berlin dürfte der Prozentanteil der direkt oder indirekt vom Staat Abhängigen weit über 50% betragen."
    https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/wohnraumknappheit-berlin-debattiert-ueber-enteignungen-von-wohnungsfirmen-investoren-springen-ab/24180906.html

    -> Die "Betroffenen" haben (oder werden sie bald haben) die DEMOKRATISCHE MEHRHEIT für solche Enteignungen.

    Und damit ist diese Forderung hier...
    https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-der-staat-muss-das-eigentum-schuetzen-sonst-erodiert-die-demokratie/24168412.html
    ... auch schlichtweg naiv.
    Die absolut unaussprechliche, absolut unkorrekte, absolut "ungeheuerliche" Wahrheit ist, dass hier DIE DEMOKRATIE SELBER VERSAGT.
    Sie können das selbstverständlich vehement bestreiten, aber es ist trotzdem so.