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Von der Leyen Rüstungssektor soll von KPMG überprüft werden

Von der Leyen lässt den Rüstungssektor voraussichtlich von der KPMG überprüfen: Die Prüfungsgesellschaft soll den Zuschlag erhalten. Noch können die unterlegenen Mitbewerber aber Widerspruch einlegen.
19.06.2014 - 21:17 Uhr Kommentieren
KPMG soll den Zuschlag bekommen: Von der Leyen wird aller Voraussicht nach die Prüfungsgesellschaft KPMG damit beauftragen, die Beschaffungsstrukturen der Bundeswehr zu überprüfen. Quelle: Reuters

KPMG soll den Zuschlag bekommen: Von der Leyen wird aller Voraussicht nach die Prüfungsgesellschaft KPMG damit beauftragen, die Beschaffungsstrukturen der Bundeswehr zu überprüfen.

(Foto: Reuters)

Berlin Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) wird aller Voraussicht nach die Prüfungsgesellschaft KPMG damit beauftragen, die Beschaffungsstrukturen der Bundeswehr zu überprüfen. Wie das Handelsblatt (Freitagausgabe) aus Ministeriums- und Koalitionskreisen erfuhr, hat sich von der Leyen für KPMG entschieden, allerdings haben die unterlegenen Mitbewerber um den Auftrag noch Zeit, Widerspruch einzulegen. Die Entscheidung ist deshalb noch nicht endgültig. Die Auftragsvergabe soll am 30. Juni öffentlich gemacht und der Vertrag dann am selben Tag unterzeichnet werden.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums wollte sich unter Verweis auf das laufende Vergabeverfahren nicht dazu äußern. Auch KPMG lehnte auf Anfrage einen Kommentar ab. Von der Leyen hatte im Februar angekündigt, den krisengeplagten Rüstungssektor mit externer Hilfe durchleuchten zu lassen, gleichzeitig hatte sie den zuständigen Staatssekretär gefeuert. Die Berater sollen ihre Arbeit Anfang Juli aufnehmen und bis Ende September Ergebnisse vorlegen.

Als Favorit für den Auftrag hatte bislang die Unternehmensberatung McKinsey gegolten. Allerdings will von der Leyen nach Medienberichten die Leiterin des Berliner McKinsey-Büros, Katrin Suder, zur Rüstungsstaatssekretärin berufen. In der Koalition hatte es mahnende Stimmen gegeben, die Interessenskonflikte und Probleme bei der Außendarstellung befürchteten, sollte Suder tatsächlich ins Ministerium wechseln, während ihr alter Arbeitgeber gleichzeitig den Prüfauftrag des Ministeriums erhält.

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