Vor CDU-Parteitag Merkel gegen Gleich-stellung Homosexueller

Vor dem CDU-Parteitag hat sich Angela Merkel gegen eine steuerliche Gleichstellung homosexueller Paare ausgesprochen. Unklar ist, ob sie ihre Position durchdrücken kann. Die Grünen kritisieren Merkels Haltung scharf.
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Sollen nach dem Willen Merkels steuerlich nicht wie heterosexuelle Paare gestellt werden: Gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Quelle: dpa

Sollen nach dem Willen Merkels steuerlich nicht wie heterosexuelle Paare gestellt werden: Gleichgeschlechtliche Partnerschaften.

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Berlin/PassauVor dem CDU-Bundesparteitag in Hannover hat Kanzlerin Angela Merkel ihrer Partei empfohlen, die steuerliche Gleichbehandlung von homosexuellen Paaren abzulehnen. Merkel sagte der „Bild am Sonntag“: „Ich persönlich möchte die steuerliche Privilegierung der Ehe beim Splitting-Tarif erhalten, weil unser Grundgesetz die Ehe in unmittelbarem Zusammenhang mit der Familie sieht und beide unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung stellt.“

Merkel ist sich allerdings nicht sicher, ob sie sich mit ihrer Position auf dem Parteitag in der kommenden Woche durchsetzen kann: „Nun bin ich gespannt auf den Parteitag. Ich bin sicher, wir werden eine gute, respektvolle Diskussion haben.“

Unterstützung erhält Merkel unter anderem von Unionsfraktionschef Volker Kauder und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU). Auch sie lehnen eine steuerliche Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften ab. Volker Kauder ging gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ davon aus, dass der CDU-Bundesparteitag einen entsprechenden Vorschlag ablehnen werde.

Horst Seehofer, der in Hannover als Gastredner erwartet wird, erteilte einer steuerlichen Gleichstellung von Homo-Ehen ebenfalls eine klare Absage. Es müsse auch in Zukunft „eine Form der Privilegierung von Ehe und Familie“ geben, sagte der bayerische Ministerpräsident der „Welt am Sonntag“. Der besondere Schutz von Ehe und Familie sei nicht umsonst ins Grundgesetz geschrieben worden.

Auch Niedersachsens CDU-Ministerpräsident David McAllister lehnt entsprechende Gleichstellungspläne ab. Allerdings schloss er nicht aus, dass die Richter in Karlsruhe der Politik mit ihrer für 2013 erwarteten Entscheidung zum Thema einen „konkreten Handlungsauftrag“ geben.

Der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende Armin Laschet sagte den Dortmunder „Ruhr Nachrichten“: „Wir sollten nicht gleichgeschlechtliche Paare fördern, sondern das Ehegattensplitting zu einem Familiensplitting weiterentwickeln.“ Beim steuerlichen Splitting werden die Gesamteinkünfte des Paares jedem Partner je zur Hälfte zugerechnet - was Paare mit großem Einkommensunterschied begünstigt.

Mit scharfer Kritik haben die Grünen auf die ablehnende Haltung von Kanzlerin Angela Merkel zur steuerlichen Gleichstellung der Homo-Ehe reagiert. „Bei ihrer Haltung zur Frauenquote und zur Gleichstellung der Lebenspartnerschaft erweist sich die CDU als Partei des Miefs der 50-er-Jahre“, sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, Handelsblatt Online. „Wer Homosexuelle immer noch als Bürger zweiter Klasse behandelt und nicht dafür sorgt, dass die oftmals besser qualifizierten Frauen in den Führungsetagen der Wirtschaft angemessen repräsentiert sind, hat den gesellschaftlichen Wandel nicht verstanden und die Mitte der Gesellschaft verloren.“

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  • So witzlos war es schon lange nicht mehr. Ob es Homosexualität im Tierreich gibt oder nicht, liefert keine qualitativ hochwertige Aussage zur Grundlage dieser Veranlagung - und Liebe wird nie rational oder wissenschaftlich zu erklären sein. Bevor alle Heuchler wieder die Familie mit Kindern in den Himmel heben und die Finanzierung des 200qm Schwedenhauses mit Garten und 4 Kindern auf jeden, der einen anderen Lebensweg wählt, umlegen, gibt es andere Brennpunkte, die eine solide Finanzierung unseres einzigen Zukunftsmodels "Familie mit Kind(ern)" gewähren: Beamtentum, Renten für inkompetente und vorzeitige ausgeschiedene Politiker und den Hitlerkomplex mit all seinen sozialen und ökonomischen Folgen abschaffen. Diese Liste lässt sich natürlich noch beliebig weiterführen. Stattdessen Lebensgemeinschaft, Partnerschaft und Ehe weiter subventionieren - und Kinder eben noch mehr. Am Anfang eines jeden Nachkommen, steht die Partnerschaft - egal ob (wilde) Ehe, One-Night-Stand oder Homosexualität.

  • Man muß sich das einmal vorstellen:

    Da ist Kohls Mädchen und ihr Politbüro gerade dabei, den gesamten Wohlstand und die Ersparnisse der Deutschen den EU-Parasiten zur Verfügung zu stellen, und eines der wichtigsten Themen auf dem Parteitag ist: ob man Schwule und Lesben, normalen Familien gleichstellen soll oder nicht!

    Daran kann man doch erkennen, von welchen an Idiocracy leidenden Politikern wir regiert werden.

  • Kann es nicht verstehen, wie man sich von Homosexualität bedroht fühlen kann. Vielmehr müssen sich Menschen weltweit bedroht fühlen, weil immer noch eine große Masse der Menschheit ein Anderssein nicht akzeptieren kann, weil es nicht wissenschaftlich oder biologisch begründet werden kann.
    Wenn das Eherecht mit dem Fortbestand der Menschheit und der mangelnden Möglichkeit gleichgeschlechtlicher Paare neues Leben zu schaffen, begründet wird, so sollten doch bitte auch heterosexuelle Frauen und Männer vor der Eheschließung untersucht werden, ob sie in der Lage sind Kinder gemeinsam zu zeugen. Auch wenn homosexuelle Paare kein eigenes neues Leben schaffen können, können sie wohl Kindern aus erbärmlichen Verhältnissen ein neues Leben und ein liebevolles Zuhause schenken.
    Niemand entscheidet sich, homosexuell zu sein. Man entscheidet sich lediglich so zu leben, wie es einen glücklich und frei macht.

  • (...)

    Und dann war da noch was mit Homo-Ehe vom BVerfG was auch nicht unmgestzt ist. Das war auch August 2010 oder so.

    Seit dem "Caroline Urteil" können EGMR Urteile ohne Umweg vollstreckt werden oder so wenn ich recht informiert bin

    (...)

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  • Richtig und 100 Punkte!
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    Auch ich denke d'accord!
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    Die schwule Perversion der Sexualität ist unerträglich! Die Aufdringlichkeit der mit der sich Homosexuelle prostituieren ist nicht erträglich!
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    Deshalb, muss der Schwachsinn in der Öffentlichkeit nicht zur Mode werden und dem Treiben endlich wieder Einhalt geboten werden unabhängig der Forderung diverser Fehlgesteuerter unbelehrbarer "bunten Vögel"...

  • Auch ich, fühle mich von Homosexuellen immer stärker belästigt! Bisher dachte ich die christliche Familie wäre "das" stimmige vorgegebene Vorbild für mich, nun wollen uns die Schwulen eines besseren belehren und unseren Staat damit zum Untergang verurteilen (aus schwulen und lesbischen Beziehungen entsteht kein Leben - die Natur hat das auch nicht vorgesehen).
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    Alleine der häufig skurile und unsozialisierte Anblick zusammen mit Klamauk-Kleidung und affektierter Gestikulierung und Mimik (samt dämlicher Stimmhöhe und Schwulen-Slang).
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    Irgendwie kommt es mir vor als ob sich die Deutschen am Höhepunkt der menschlichen Entwicklungsstufe vorsätzlich der Dezimierung hingeben wollen... und weckt Erinnerung an das "Alte Rom" und seinen "Untergang"...
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    Ob das Vorgenannte eine gesunde Perspektive für die Kinder von heute und morgen darstellt vermag ich nicht zu beurteilen...
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    Tun Sie es für sich!

  • kreuz.net abgeschaltet! Die Homos terrorisieren wieder die Heteros die nicht freiwillig Kidner zur Adoption für lesbenpärchen oder schwule Gangbangparties zur Verfügung stellen wollen.!

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