Vor dem Parteitag Lindner plant sein Comeback in der FDP-Spitze

Der Hoffnungsträger ist zurück: Auf dem kommenden FDP-Parteitag will Christian Lindner sich zum Parteivize wählen lassen. Auch ein bekannter Kritiker der Parteispitze will für das Präsidium kandidieren.
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Der nordrhein-westfälische FDP-Vorsitzende Christian Lindner. Quelle: dapd

Der nordrhein-westfälische FDP-Vorsitzende Christian Lindner.

(Foto: dapd)

Düsseldorf/BerlinGut ein Jahr nach seinem Rücktritt als Generalsekretär will Christian Lindner (34) wieder eine führende Rolle in der FDP-Bundespartei spielen. Der nordrhein-westfälische Landeschef kandidiert beim Parteitag im März als stellvertretender Bundesvorsitzender.

Die FDP in NRW habe ihn dafür nominiert, „darum bewerbe ich mich“, sagte Lindner der „Welt am Sonntag“. „Als Vorsitzender des größten Landesverbandes der FDP werde ich mich jetzt wieder stärker in die Führung der Bundespartei einbringen.“ Die FDP wählt in zwei Wochen in Berlin Präsidium und Bundesvorstand.

Lindner galt lange als ein Konkurrent von Parteichef Philipp Rösler, seit er im Dezember 2011 sein Amt als Generalsekretär in Berlin niederlegt hatte. Sein bundespolitisches Comeback an der Seite Röslers hält Lindner dennoch für unproblematisch. „Wir hatten nie ein menschliches Zerwürfnis.“

Auf die Frage, welche Rolle er als Parteivize spielen werde, sagte Lindner: „In der Politik werden im Moment ja gerne Fußballmetaphern verwendet. Deshalb: offensives Mittelfeld. Das heißt, dass ich gute Vorlagen geben möchte.“ Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen führte Lindner die FDP im Mai 2012 zu 8,6 Prozent, ist im Landtag allerdings in der Opposition.

In Röslers Umfeld hieß es am Freitag, der Parteichef begrüße Lindners Bereitschaft, sich wieder stärker in die Führung der Bundespartei einzubringen. Rösler habe in den vergangenen Wochen viele Gespräche mit führenden Liberalen geführt, um ein starkes Wahlkampfteam hinter Spitzenkandidat Rainer Brüderle und ihm selbst zu versammeln.

Wolfgang Kubicki (60) will erstmals ins FDP-Präsidium. Der Kieler Landtagsfraktionschef und unbequeme Kritiker der Bundespartei wurde am Freitag auf Vorschlag des schleswig-holsteinischen Landesvorsitzenden Heiner Garg vom Landesvorstand einstimmig für das wichtigste Parteigremium nominiert. Das teilten die Liberalen in Kiel mit.

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9 Kommentare zu "Vor dem Parteitag: Lindner plant sein Comeback in der FDP-Spitze"

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  • na dann wären ja alle Pfeifen wieder komplett.

  • Würden im Laufe der ZEIT alle Haselnüsse schwarz werden, da wüßten BürgerINnen, das stimmt so nicht. Von Natur aus sind sie nämlich braun. Erst wenn sie zu lange gelagert und Schaden an der Schale bekommen, dann werden sie schwarz, vom Kern her. So einfach wirkt dies auf dem natürlichen Wege.

  • "Herr Lindner hat blaue Augen und blonde Haare. So tickt die FDP, die sich den Vorwurf des latenten Rassismus in den eigenen Reihen gefallen lassen muss ,,,"
    .................................................
    Gute Besserung!

  • Keiner der Kandidaten ist eine Traumbesetzung für die FDP, aber darum geht es nicht. Was Hessens FDP-Chef mit seinen Worten über die gesellschaftliche Akzeptanz des "asiatisch aussehenden Vizekanzlers" angestoßen hat, haben sich die Mitglieder der FDP längst auf ihre Banner geschrieben.

    Der FDP geht es nicht um Inhalte, sondern um eine optische Korrektur ihres Aushängeschildes. Man sollte einfach nur hinschauen: Herr Lindner hat blaue Augen und blonde Haare. So tickt die FDP, die sich den Vorwurf des latenten Rassismus in den eigenen Reihen gefallen lassen muss, aber sich nichts sehnlicher wünscht, als ein europäisches Erscheinungsbild. Schließlich kann es sich die Partei nicht länger leisten, die erzkonservativen Förderer und Unternehmen zu enttäuschen, auf die Herr R. zu exotisch wirkt.

    Die Rückkehr von Herrn Lindner ist doch längst beschlossene Sache in der FDP. Es folgt lediglich eine Inszenierung, um sich aus anderen Gründen von Herrn R. zu trennen. Schließlich ist die Partei (mehr oder weniger) „liberal“.

  • Ja ja .. schon recht ..

  • @Energieelite

    Haben Sie ein paar Jahre Tiefschlaf genossen und sind jetzt wieder aufgewacht?

    Ein größerer Sprücheklopfer als Kubicki und Lindner ist nur noch Niebel!

    Alle Drei sind inhaltslos, wobei Lindner und Kubicki auch noch mit ihren Milchbubibärten ungepflegt aussehen.

    Es hat den Anschein, als würde die FDP aus bereits einmal gebrühtem Filterkaffee versuchen, einen frischen Kaffee zu brühen. Wie das schmeckt, wissen wir. Warum sollte die FDP mit den beiden Herren zu neuem Leben erweckt werden. Im Beruf gescheitert und in der Politik vom Steuerzahler durchgefüttert. Aber damit ist in ein paar Monaten Schluss.

  • Wichtig ist nur, dass Rösler ersetzt wird , welcher der hier genannten das ist , ist sekundär !
    Kubiki und Lindner sind sehr Kompetent und beide sind sehr gute Personalien .

  • FDP Linder als "ewiger Pseudo-Rebell" ohne Inhalt. Er kommt in den Medien an, aber er steht für nichts !!

    Er war schon mal "oben" und jatz will er wieder medienwirksam "hoch". WEN INTERESSIERTS ? AFFEN-THEATER 2. AUFGUSS...

  • Stichwahl Lindner gegen Kubicki, da wird es dann sicher sein, daß Lindner nur einer von vielen Stellvertretern werden wird. Doch zuvor werden sie Rösler gemeinsam in die Wüste schicken. Der hatte ohnehin nur "Leihstimmen", woher auch immer, aber nicht von der fdp.

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