Vor Koalitionstreffen Bundesweite Demonstrationen für Energiewende

Zehntausende Menschen haben am Samstag bundesweit für einen Ausstieg aus der Atomkraft demonstriert. Mit dem Protest soll der Druck auf die Regierung erhöht werden, die am Sonntag über den Atomausstieg beraten will.
Update: 28.05.2011 - 17:39 Uhr 9 Kommentare

Zehntausende fordern Atomausstieg

BerlinZehntausende Menschen haben am Samstag in ganz Deutschland gegen die Atomkraft demonstriert. Die Veranstalter sprachen am Samstagnachmittag von 160.000 Demonstranten. Diese Zahl nannte der Sprecher des Anti-Atomkraft-Bündnisses „Kettenreaktion“ in Bayern, Florian Sperk.    

Umweltverbände, Anti-Atomkraft- und Friedensorganisationen hatten in 21 Städten zu Protesten aufgerufen. Unter dem Motto „Atomkraft: Schluss!“ fanden unter anderem in Dresden, Göttingen, Hamburg, Mannheim und München Demonstrationen statt. Die Kernkraftgegner wollten damit auch den Druck auf die Politik vor einem Treffen der schwarz-gelben Koalition erhöhen. Am Sonntagabend wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Spitzen von CDU, CSU und FDP im Koalitionsausschuss über die Energiewende beraten. Am Montag legt die Ethikkommission unter dem Vorsitz von Ex-Umweltminister Klaus Töpfer (CDU) ihre abschließenden Empfehlungen für eine sichere Energieversorgung vor.    

Mehr als 20.000 Demonstranten brachen nach Veranstalterangaben in Berlin am Samstagmorgen am Roten Rathaus zu einem Protestmarsch auf. Sie zogen über die Straße Unter den Linden und vorbei am Bundestag bis zur Parteizentrale der CDU. Dort fand eine Abschlusskundgebung mit Vertretern von Naturschutzverbänden statt.    

Die größte Kundgebung in Bayern wurde für München erwartet: Dort rechneten die Organisatoren mit mehr als 10.000 Teilnehmern. Etwa 8000 hatten sich bereits am Protestmarsch zum Kundgebungsplatz beteiligt.    

Mehrere Tausend Atomkraftgegner demonstrierten auch in Nordrhein-Westfalen. Allein in Münster hatten sich bis zum Samstagmittag bis zu 3000 Teilnehmer zu einem Protestmarsch durch die Stadt versammelt, wie die Polizei mitteilte. Auch in Essen und Bonn nahmen Tausende an Demonstrationen teil.    

In mehreren norddeutschen Städten forderten tausende Umweltschützer bei Demonstrationen die Stilllegung aller Atomkraftwerke. Rund 12.000 Menschen beteiligten sich nach Angaben der Bürgerinitiative Umweltschutz Hannover an einer Kundgebung in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Die Polizei sprach allerdings nur von etwa 2000 Teilnehmern.    

Mehrere tausend Atomgegner zogen in Hamburg vom Jungfernstieg über das Millerntor zum Fischmarkt. In Göttingen demonstrierten nach verschiedenen Angaben zwischen 2000 und 3000 Menschen. Der Zug durch die Innenstadt wurde von 30 Traktoren angeführt. Auch in Kiel, Bremen und Güstrow gab es Demonstrationen.     

  • dpa
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9 Kommentare zu "Vor Koalitionstreffen: Bundesweite Demonstrationen für Energiewende"

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  • Dass wir aus der Atomkraft raus wollen, ist unbestritten und das ist auch in Ordnung.
    Aber das muß mit Maß und Ziel gemacht werden und nicht mit der Hysterie wie derzeit und einer völligen Bürgerverblödung.
    Ich kann eigentlich unseren Stromkonzernen nur einen Tip geben:
    Schaltes mal ein bißchen den Strom ab und dann sehen wir weiter
    So morens wenn alle duschen wollen uns sich die Haare föhnen und dann auch imemr mal wieder so zwischendrin.
    Das wäre für die satten zufriedenen Nachkriegskiner doch mal ein neues Wirklichkeitserlebnis

  • allerbestens beschrieben. Dem ist überhaupt nichts hinzu zu fügen.
    Was wir in Berlin haben an Politikern, ist absolute Unterschicht. Bildungsmäßig unteres Drittel
    Und die dämlichen Grünen spielen sich auf wie in den 80iger Jahren und kaum sind sie wieder in der Regierung, zeigen sie ihr wahres Gesicht, nämlich eine kapitalistische Fratze.
    Wie blöde sind die Bürger.
    Grüne haben Hatz IV mit installiert und die Bürger verarmt. Schon vergessen?
    Und noch so einiges mehr. Sie haben Deutschland in den Krieg geschickt, sind aber in Wirklichkeit anti-Bundeswehr
    Sie sind ein verlogener gefährlicher Haufen

  • ich kann ihnen nur empfehlen auszuwandern .

    die lebenshaltungskosten in de werden unbezahlbar !!!

  • die deutsche bevölkerung ist mittlerweile so daneben ,daß

    man sich fragen muß ,haben wir es noch mit realistischen

    bürgern zu tun .

    akws,euro,finanzkrise,umwelt,soziales .

    entweder wird überreagiert oder garnicht .

    Wo ticken die deutschen noch normal !

    es liegt daran ,wir haben keine vorbild -politiker mehr.

    die derzeitigen politiker sind nur noch lobby-u.klientel-

    politiker.

    das resultat wird sein ,die deutsche Bevölkerung wird

    wieder eine diktatur bekommen .

  • 250 km Stromleitungen sind nötig.
    Dafür 10 Jahre?

    Die kWh Preissteigerung wird bei 5% gesehen.

    Also Zwei Fuffzich pro Bundesbürger und Monat.
    Grob 2 Mrd pro BRD und Jahr -

    halb so teuer wie der Abriss eines AKW,
    billiger als das Rausholen des Mülls aus der absaufenden Asse,
    ein Viertel des Quartalsgewinnes von RWE und Co.



    Leute, womit seid Ihr gepudert,

    zu glauben, dass Merkelwelle
    Politik für Euch machen ?


  • Weder würde ich die Gegner als total verblödet bezeichnen, noch sollte man hysterischen Rufern nach sofortiger Abschaltung zuhören.
    Ich bin einer von den knapp 50%, die die weitere Nutzung befürworten. Allerdings vermisse ich seit Jahrzehnten Antworten der Regierungen zu Aufbereitung und Lagerung.

  • Kernkraftgegner sind der lebende Beweis für die totale Verblödung der BRD-Bevölkerung. Es wird ein interessantes Schauspiel werden, den Niedergang der BRD in den nächsten Jahren live zu verfolgen.

  • Das ist mit der alternativen Energie wie mit dem ÖPNV:
    Die Politik bemüht sich maximalen Industrienutzen (hier: RWE, enBW et al. oder Siemens [der stärkste offshore-Windradbauer!]) mit minimalem Bürgernutzen zu kombinieren. Man schaue sich nur die nutzlos verbuddelten Milliarden diverser lächerlicher U-Bahn-Systeme (Paradebeispiel: Mülheim adR) oder die Lärmschutzwände der Bahn im tiefsten Hinterwald an.

    Diesen Kardinalfehler der Politik, ihren Spendern Geschenke zu machen, wollen alle Ökos vermeiden/ abschaffen. Sie wissen:
    Hinter jedem zu viel ausgegebenen Geldbetrag steht auch ein Zuviel an Produkt und damit Ressourcenverschwendung.

    Die ganzen dämlichen Geiferer hier sollten mal ihre löchrige Bildung stopfen, statt der Blöd-Propaganda auf den Leim zu gehen. Nur: Denken strengt an. Im Resultat muss man sich eventuell auch von liebgewonnenen Vorurteilen trennen.
    Das von den Ökobashern hier zu erwarten würde aber von wenig Realismus und Sachkenntnis zeugen, also spukt mal schön weiter.
    Ihr seid Gespenster. Ein Lachen wird es sein, das euch beseitigt.

  • Wieso schweigt jeder zu den Stromkosten nach dem Ausstieg? Will man den Bürger überraschen, nachdem es kein zurück gibt, mit der Höhe ? 1 kw/h = min. 30 Euro??? Ist meine Vermutung richtig oder noch untertrieben?

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