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Vorbild Niederlande Bürokratieabbau könnte Unternehmen um 20 Milliarden Euro entlasten

Ein konsequenter Abbau von Bürokratie könnte die Unternehmen in Deutschland innerhalb weniger Jahre um knapp 20 Milliarden Euro jährlich entlasten. Das geht aus Berechnungen der Bertelsmann-Stiftung hervor, die dem Handelsblatt vorliegen.

BERLIN. Die Untersuchungen der Stiftung basieren auf den Erfahrungen der Niederlande beim Bürokratieabbau. Das Nachbarland gilt europaweit als Vorbild beim Abbau überflüssiger Hürden. Die Niederländer haben errechnet, dass die „administrativen Belastungen“ ihrer Wirtschaft 3,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausmachen. Das entspricht einer Summe von 16,4 Milliarden Euro. Bis zum Jahr 2007 wollen sie ein Viertel dieser Belastung, also 4,1 Milliarden Euro, abgebaut haben.

„Es ist nahe liegend, das niederländische Modell auf Deutschland zu übertragen. Kein anderes EU-Land ist so gut mit Deutschland vergleichbar. Das betrifft die Rechtskultur und den Grad der Verwaltungsdichte“, sagte Tobias Ernst von der Bertelsmann-Stiftung dem Handelsblatt. Rechnet man den Bürokratie-Anteil von 3,6 Prozent des niederländischen Bruttoinlandsproduktes (BIP) auf das deutsche BIP um, ergibt sich ein Betrag von 78,4 Miliarden Euro, ein Viertel davon entspricht einem Einsparvolumen von knapp 20 Milliarden Euro.

Union und SPD messen dem Bürokratieabbau einen hohen Stellenwert bei. Das Thema wird auch Gegenstand der angestrebten Koalitionsvereinbarung. „Wir wollen uns dabei das niederländische Modell zum Vorbild nehmen“, sagte SPD-Wirtschaftsexperte Rainer Wend dem Handelsblatt. Geplant ist, dass künftig ein unabhängiges Gremium jeden Gesetzesentwurf auf Bürokratiekosten hin prüft. Auch diese Vorgehensweise entspricht dem niederländischen Vorbild.

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